Bürgermeisterwahl in Rheinbach: Die Kandidaten
Heribert Schiebener möchte eine „gesunde Zukunft“
Seine Schwerpunkte: Zufriedene Mitarbeiter für zufriedene Bürger sowie ein gutes Miteinander zwischen Rat und Vereinen
Rheinbach. Heribert Schiebener wird von den Grünen ins Rennen um das Amt des Bürgermeisters ersetzt in der Stadt Rheinbach geschickt. Der 64-jährige gebürtige Duisburger ist verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder und studierte nach seinem Abitur Katholische Theologie.
Anschließend war er viele Jahre im kirchlichen Bereich tätig, bevor er 1988 in die EDV-Sparte wechselte. Dort ist er Spezialist im Großrechnerbereich und arbeitet seit 2001 für die Postbank in Bonn.
In Rheinbach wohnt Schiebener mit seiner Familie seit 1984, wurde 1987 als Mitglied der Grünen politisch aktiv und gehört seit 1989 dem Rheinbacher Stadtrat an.
Die fünf Fragen von „Blick aktuell“ hat Schiebener wie folgt beantwortet:
Wie soll sich die Stadt Rheinbach in den nächsten fünf Jahren entwickeln in den Themenfeldern Wohnbebauung und Gewerbegebiete?
Wohnen und arbeiten in einer gesunden und damit lebenswerten Umgebung sollten den Charakter Rheinbachs ausmachen. Daher sollten bei einer Weiterentwicklung vorrangig die Lücken in der bestehenden Wohn- und Gewerbebebauung gefüllt werden. Hierbei sind die Schaffung bezahlbaren Wohnraums für Senioren, Familien und Studenten und die Ansiedlung arbeitsplatzschaffenden und umweltfreundlichen Gewerbes zu bevorzugen.
Wie stehen Sie zur Energiewende und welchen Beitrag kann und soll Ihrer Meinung nach die Stadt Rheinbach dazu beisteuern?
Der Umstieg auf umweltfreundliche, erneuerbare Energien muss konsequent fortgesetzt werden. Hierzu gehören die Bereitstellung der Flächen für die Windenergienutzung, Ausweisung zur Nutzung von Sonne und Erdwärme in Bebauungsplänen, Energiesparmaßnahmen in öffentlichen Gebäuden und Hilfestellungen für Bürger durch partnerschaftliche Projekte und Beratung.
Mancherorts beklagen sich die Bürger über mangelhafte Infrastruktur, beispielsweise in Sachen DSL oder ÖPNV. Wie sehen Sie die Sache? Was kann die Stadt oder der Bürgermeister tun?
Ein schneller Internetanschluss sollte heute Standard sein, darum sind die letzten Lücken in Zusammenarbeit mit den Anbietern schnell zu schließen. Aus Umweltgründen und angesichts einer alternden Bevölkerung wird der öffentliche Nahverkehr in Zukunft eine immer größere Rolle spielen.
Das Pilotprojekt Stadtbus muss ergänzt und zu einer Dauereinrichtung werden, dazu kommt eine bessere Anbindung der Ortschaften. Alles das ist Lebensqualität.
Welche Ideen und Vorschläge haben sie, um die Finanzsituation der Stadt Rheinbach in absehbarer Zeit nachhaltig zu verbessern?
Es geht nicht an, dass die Rückzahlung der enormen Schulden der Stadt Rheinbach immer weiter auf zukünftige Generationen verschoben wird, stattdessen der Schuldenberg trotz Haushaltssicherungskonzept stetig ansteigt. Neben Sparmaßnahmen beispielsweise durch harte Überprüfung der Ausgaben und dem Suchen nach Synergie-Effekten mit Nachbarkommunen müssen die Einnahmen deutlich erhöht werden, auch wenn es einzelnen wehtun mag.
Wenn Sie Bürgermeister werden sollten: Welche Schwerpunkte würden Sie in ihrer Arbeit setzen?
Als Verwaltungschef wünsche ich mir zufriedene Mitarbeiter für zufriedene Bürger, als erster Bürger der Stadt ein gutes Miteinander von Rat, Vereinen, Bürgerinitiativen und anderen gesellschaftlichen Gruppen zum Wohle der Stadt, und als Grüner eine gesunde Zukunft für die kommenden Generationen in einer gesunden Umgebung. Diese Ziele würden die Schwerpunkte meiner Arbeit bestimmen.
