Zukunftskonferenz zur Regiopolregion Mittelrhein
„Hervorragende Perspektiven zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit unserer Region“
Initiative Region Koblenz-Mittelrhein setzte in Andernach Impulse
Andernach. Rund 100 Teilnehmer, unter ihnen zahlreiche Vertreter von Städten und Gemeinden, informierten sich am vergangenen Mittwoch in der Mittelrheinhalle über das Konzept Regiopolregion. Eingeladen hatte die Initiative Region Koblenz-Mittelrhein mit dem Ziel, das Bewusstsein für die Bildung einer Regiopolregion Koblenz-Mittelrhein zu wecken und Mitkämpfer für die Region zu gewinnen. Die Initiative Region Koblenz-Mittelrhein e.V. verfolgt das Ziel, einen wirksamen Beitrag zur zukunftsfähigen Entwicklung der Region Koblenz-Mittelrhein zu leisten.
„Dass wir uns als Regiopolregion begreifen und aufstellen, ist eine entscheidende Voraussetzung um zwischen den benachbarten Metropolregionen erfolgreich zu sein“, so der Vorsitzende der Initiative, Hans-Jörg Assenmacher. Er verwies auf das Potenzial, das in der Region mit ihren 1,5 Millionen Einwohnern stecke. „Bei uns gibt es neben einer starken Wirtschaft, Gewerbe, Landwirtschaft und Weinbau auch ein gutes Bildungsangebot sowie ein hervorragendes touristisches Angebot.“ Gemeinsam gelinge es besser, diese Potenziale auszuschöpfen, als wenn es jeder für sich alleine versuche, betonte Assenmacher.
An eine echte Alternative zu den Metropolregionen glaubt auch Andernachs Oberbürgermeister Achim Hütten: „Dazu müssen die Kommunen gemeinsame Entwicklungsstrategien entwickeln und gemeinsam handeln“, so Hütten.
Dass dies gelingen kann, zeigte Christian Weiß, Geschäftsführer der Region Rostock Marketing Initiative und verantwortlicher Sprecher des 2016 gegründeten RegioPole-Netzwerks, am Beispiel der Regiopolregion Rostock auf. Er stellte den Prozess von der Idee über die Umsetzung bis zur aktuellen Arbeit vor. Das Projekt „Regiopolregion“ entwickle sich deshalb so erfolgreich, weil man sich stark an der Lebenswirklichkeit der Menschen orientiere. Vor allem seien es nicht Verwaltungsgrenzen, sondern funktionale und räumliche Bezüge, die eine Regiopolregion ausmachen, so Weiß.
„Auch vor dem Hintergrund des Auslaufens des jetzigen Bund-Länder-Finanzausgleichs und von Förderprogrammen auf EU- und Bundesebene seien regionale Aktionsbündnisse unverzichtbar“, so Prof. Dr. Jürgen Aring, Diplom Geograf und Stadtplaner, Vorstand vhw-Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung e.V.
Alle Voraussetzungen einer Regiopolregion
Wie wichtig das Thema Regiopolregion für die Region Koblenz-Mittelrhein ist, wurde im Rahmen der anschließenden Podiumsdiskussion deutlich. Neben den Referenten Weiß und Aring, betonten der Oberbürgermeister der Stadt Neuwied, Nikolaus Roth, und der Geschäftsführer International der IHK Koblenz, Robert Lippmann, dass die Region Koblenz-Mittelrhein alle Voraussetzungen einer Regiopolregion mitbringe: Erfolgreiche Unternehmen, anerkannte Forschungs- und Bildungseinrichtungen, ein eng verflochtenes Netz von Städten und Gemeinden und somit ein herausgehobenes Innovations- und Wirtschaftspotenzial. Es sei jetzt an der Zeit den Anschluss nicht zu verpassen und Handlungsfähigkeit zu beweisen, so die Gesprächspartner.
„Die Gründung einer Regiopolregion Koblenz-Mittelrhein bietet hervorragende Perspektiven zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit unserer Region“, stellte stellvertretender Vorsitzender und Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, Dr. Ulrich Kleemann, abschließend fest.
Die Initiative Region Koblenz-Mittelrhein e.V. wird sich für die Gründung der Regiopolregion Koblenz-Mittelrhein stark machen und bereits am 11. Mai, im Rahmen ihrer Mitgliederversammlung mit parlamentarischem Abend, weiter informieren.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.region-koblenz-mittelrhein.de.
