Politik | 11.03.2016

Zeichen für Solidarität und Frieden gesetzt

Höhr-Grenzhausen zeigt Flagge für Tibet

Einige Bürger wohnten der Aktion bei.

Höhr-Grenzhausen. In den Jahren 1949/50 wurde das souveräne Tibet von der Volksrepublik China völkerrechtswidrig besetzt und 1951 annektiert. Der verzweifelte Widerstand des tibetischen Volkes gegen die Okkupanten fand am 10. März 1959 in einem Aufstand in Lhasa, der tibetischen Hauptstadt, seinen tragischen Höhepunkt. Nach offiziellen chinesischen Angaben kamen dabei 87.000 Tibeter ums Leben. „Flaggen zeigen für Tibet!“ ist seit nunmehr 20 Jahren eine Kampagne der Tibet-Initiative Deutschland. Mit der Teilnahme an der Aktion wird immer am 10. März auf die Verletzung der Menschenrechte, die Zerstörung der tibetischen Kultur und der nationalen Identität hingewiesen. Die Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen nimmt jetzt im 12. Jahr an dieser Solidaritätsaktion für das Land am Himalaya teil. Zum 57. Jahrestag des friedlichen Aufstandes des tibetischen Volkes von 1959 hissten am 10. März 2016 Bürgermeister Thilo Becker, Stadtbürgermeister Michael Thiesen sowie die Bürgermeister Uwe Schmidt und Andreas Rath für die Ortsgemeinden Hilgert und Hillscheid erneut die tibetische Flagge am Rathaus. Mehrere Bürgerinnen und Bürger aus der Stadt und den Ortsgemeinden hatten sich ebenfalls eingefunden um an der Veranstaltung teilzunehmen, ein Zeichen dafür, dass der gewaltlose Protest der Tibeter auf breite Zustimmung stößt und dem tibetischen Volk das legitime Recht auf Selbstbestimmung und Bewahrung seiner kulturellen, religiösen und nationalen Identität zusteht.

Unter den Teilnehmern befand sich auch Ute Schmidt mit ihrem Hund, dem sie den ungewöhnlichen Namen „Tashi“gegeben hat und der aufmerksam die Zeremonie der Flaggenhissung verfolgte. Frau Schmidt: Der Name ‚Tashi‘ kommt von dem tibetischen Gruß ‚Tashi Delek‘, ins Deutsche übersetzt bedeutet er so viel wie: Hallo, Guten Tag oder Viel Glück. ‚Tashi‘ ist ein Therapiehund, der im Altenzentrum eingesetzt wird. Normalerweise trägt er ein Halsband, auf dem neben seinem Namen auch Gebetsflaggen von Tibet aufgemalt sind.

Ein Vertreter der Tibet-Initiative Deutschland zeigte sich erfreut, dass Höhr-Grenzhausen sich bereits im Jahre 2005 als eine der ersten fünf Städte in Rheinland-Pfalz solidarisch gezeigt habe und seither alljährlich an der Maßnahme teilnehme. Nachholbedarf bestehe aber noch bei vielen Städten und Gemeinden im Landkreis wie zum Beispiel Bendorf und die Verbandsgemeinden Vallendar und Weißenthurm, die sich teilweise aus Unwissenheit noch nicht dieser mittlerweile weltweiten Gemeinschaftsaktion angeschlossen haben. Hier bemühe man sich seitens des Vereins noch um umfassende Aufklärung in den Verwaltungen, um dort eine Sensibilisierung für die jährliche Aktion zu erreichen

Der seit 49 Jahren im indischen Exil lebende Dalai-Lama zu der weltweiten friedlichen Protestaktion: Diese Flaggenkampagne setzt ein klares Zeichen für Freiheit, Gerechtigkeit und Wahrheit und leistet so einen wichtigen Beitrag bei der Förderung einer globalen politischen Kultur der Gewaltlosigkeit, des Dialogs und der Versöhnung dem realistischsten Weg, um die Konflikte des 21. Jahrhunderts zu lösen.

Einige Bürger wohnten der Aktion bei.
Andreas Rath, Thilo Becker, Michael Thiesen und Uwe Schmidt präsentieren die Flagge Tibets. GM

Andreas Rath, Thilo Becker, Michael Thiesen und Uwe Schmidt präsentieren die Flagge Tibets. Fotos: GM

Auch der vierbeinige Tibet-Unterstützer „Tashi“ verfolgte die Zeremonie aufmerksam

Auch der vierbeinige Tibet-Unterstützer „Tashi“ verfolgte die Zeremonie aufmerksam

Bürgermeister Becker und Stadtbürgermeister Thiesen bei der Flaggenhissung.

Bürgermeister Becker und Stadtbürgermeister Thiesen bei der Flaggenhissung.

Einige Bürger wohnten der Aktion bei.

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