Politik | 13.07.2016

Podiumsdiskussion der Jungen Union Rhein-Sieg

„Home is where the ... is?!“

Auf der Suche nach dem Heimatverständnis der jungen Generation

Angeregt wurde bei der Podiumsdiskussion über die Themen Heimat, Identität und Tradition debattiert.privat

Rheinbach. Die Junge Union (JU) Rhein-Sieg lud vor Kurzem unter dem Motto „Home is where the ... is?!“ zu einer Podiumsdiskussion anlässlich der CDU-Themenwoche nach Rheinbach in die Mensa der Glasfachschule ein.

Vortrag zum Thema Identität, Heimat und Kultur eröffnete die Veranstaltung

Die Diskussionsrunde wurde durch einen Impulsvortrag von Kulturwissenschaftlerin Nadina Wild zum Thema Identität, Heimat und Kultur eröffnet. Bei der anschließenden Debatte beleuchteten André Hess, Vorsitzender der JU Rhein-Erft, Shervin Sabai Kashani, Masterstudent des Bauingenieurswesen, vor 15 Jahren als iranischer Migrant nach Deutschland gekommen und die Kulturwissenschaftlerin Nadina Wild mit dem Publikum insbesondere das Heimatverständnis von jüngeren Menschen sowohl aus wissenschaftlicher als auch aus persönlicher Sicht.

Themen wie Identität, Tradition und Brauchtum waren bei der Auftaktveranstaltung der CDU-Themenwoche von hohem Interesse und die Frage nach dem ganz persönlichen Stellenwert beschäftigte das Podium, sowie das Publikum in einer anschließenden Fragerunde.

Eine Erkenntnis aus dieser Diskussion ist, dass eine längere Zeit im Ausland, wie beispielsweise ein Auslandssemester, das Bewusstsein und die Bedeutung für die eigene Heimat stärkt. „Ganz deutlich kam zum Vorschein, dass Heimat vor allem da ist, wo die Familie und Freunde sind. Dieser hohe Stellenwert ist in der Rushhour des Lebens sinnbildlich für das Bedürfnis nach Entschleunigung, Geborgenheit und Halt. Daher ist das Thema aktueller denn je“, bemerkte Anna Christina Stefan, stellvertretende Vorsitzende der Jungen Union Rhein-Sieg, die diese Diskussion moderierte.

Auch die Situation der Flüchtlinge regte zur Diskussion an

Auch die aktuelle Situation der flüchtenden Menschen aus den Krisenregionen der Welt und deren Auffassung von Heimat wurde diskutiert und analysiert. „Diese Menschen mussten ihre Heimat verlassen und wurden entwurzelt. Wir können nur erahnen, was das für uns bedeuten würde, wenn wir Freunde, Familie und die gewohnte Umgebung verlassen müssten.

Daher benötigen sie unsere Hilfe und Offenheit, wenn sie sich hier eine neue Heimat erarbeiten, selbst wenn es nur auf Zeit ist“, erklärte Thomas Oster, Kreisvorsitzender der Jungen Union Rhein-Sieg, was auch die einhellige Meinung der Anwesenden war.

Heimat ist individuell

Die jungen Christdemokraten und ihre Gäste stellten als Quintessenz fest, dass Heimat ein sehr individuelles Gefühl und Konstrukt darstellt. Mit 80 Millionen Einwohnern gibt es auch 80 Millionen Identitäten und 80 Millionen Heimaten. Dabei spielen auch regionale Gemeinsamkeiten, zum Beispiel der Dialekt und die Mentalität in einer zunehmend schneller werdenden Zeit eine Rolle und können Halt, Stabilität und Identität stiften.

Pressemitteilung der

Jungen Union Rhein-Sieg

Angeregt wurde bei der Podiumsdiskussion über die Themen Heimat, Identität und Tradition debattiert.Foto: privat

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