Politik | 15.12.2015

Matthias Lammert, MdL

Hospiz- und Palliativ- versorgung ausbauen

Matthias Lammert, CDU: "Würdevolles Sterben ist ein Menschenrecht"

Matthias Lammert.Privat

Rhein-Lahn-Kreis. Schwerstkranke und sterbende Menschen brauchen in der letzten Phase ihres Lebens die bestmögliche Zuwendung, Versorgung, Pflege und Betreuung. Daher kommt in einer stetig älter werdenden Gesellschaft, der Hospiz- und Palliativversorgung eine wachsende Bedeutung zuteil. Der CDU-Landtagsabgeordnete und innenpolitische Sprecher Matthias Lammert hat eine Parlamentarische Anfrage zur aktuellen Situation hinsichtlich der Palliativversorgung im Rhein-Lahn-Kreis an die Landesregierung gestellt. Die Antwort alarmiert: Die Landesregierung weist darauf hin, dass die Palliativversorgung dem Grunde nach die Aufgabe der Vertrags- und Hausärzte sei. An sechs Orten im Rhein-Lahn-Kreis würden derzeit Ärzte über die Zusatzbezeichnung „Palliativmedizin“ verfügen. Von den sechs Krankenhäusern im Kreisgebiet habe lediglich das Nastätter Paulinenstift über einen ausgewiesenen Schwerpunkt für Palliativmedizin.

Unterstützung bei der Weiterentwicklung der Hospiz- und Palliativversorgung vonnöten

Dazu Lammert: „Wir brauchen dringend Unterstützung bei der Weiterentwicklung der Hospiz- und Palliativversorgung. Würdevolles Sterben ist ein Menschenrecht. Bei der ehrlichen Auseinandersetzung mit dem Sterben handelt es sich um eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung.“ Neben dem Ausbau der Versorgungskapazitäten fordert der Landtagsabgeordnete die Stärkung der palliativ-medizinischen Forschung und deren höhere Gewichtung in der Ausbildung zukünftiger Mediziner. Die Menschenwürde ist das erste und oberste Schutzgut unserer Verfassung. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt. „Viele Bürger treibt jedoch die Sorge um den Verlust ihrer Würde in schwerer Krankheit oder im hohen Alter und vor einem damit verbundenen leidvollen Sterben um“, sagt Lammert. Nach Auffassung des CDU-Politikers reichen insbesondere aufgrund der steigenden Lebenserwartungen und der Zunahme von Krebserkrankungen die vorhandenen Kapazitäten im Bereich der Hospiz- und Palliativversorgung nicht aus.Statistiken belegen, dass obwohl sich die meisten Menschen wünschen, zu Hause im Kreise der Familie zu sterben, zwei Drittel der Menschen in Deutschland ihre letzte Lebensphase in stationären Pflegeeinrichtungen oder Kliniken verbringen. Daraus ergeben sich für Lammert neue Herausforderungen, die sich an der Lebensrealität der modernen Gesellschaft mit neuen Familienstrukturen orientieren müssen: „Eine gute Pflege- und Versorgungslandschaft bildet in Zeiten des demografischen Wandels eine wichtige Säule, die den Menschen Sicherheit verleiht und Ängste nimmt.“ Lammert wünscht sich daher, dass die Landesregierung die Initiative des Bundesgesundheitsministers zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland intensiv unterstützt und deren Umsetzung in Rheinland-Pfalz vorantreibt. Netzwerke müssten entwickelt und ausgebaut werden. „Alle beteiligten Akteure brauchen die tatkräftige Unterstützung der Landespolitik“, so der CDU-Politiker abschließend.

Pressemitteilung des

Bürgerbüro von

Matthias Lammert, MdL

Matthias Lammert.Foto: Privat

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