Politik | 28.01.2014, 09:03 Uhr

Blick vom Rheinland nach Frankreich, Polen und darüber hinaus

Im Zeichen kulturellen und politischen Dialogs

Über 20 Veranstaltungen in Bonn, Rheinbach und in Siegburg

Rhein-Sieg-Kreis. Unter dem Motto „Kulturdreieck – Rheinland, Frankreich, Polen“ wurde in 2013 mit einem umfangreichen Erinnerungs- und Kulturprogramm im Rhein-Sieg-Kreis und der Region eines besonderen Jubiläums gedacht: Vor 50 Jahren, am 22. Januar 1963, unterzeichneten Staatspräsident Charles de Gaulle und Bundeskanzler Konrad Adenauer den Elysée–Vertrag. Damit besiegelten sie die Versöhnung der Gegner von einst, begründeten eine neue Kultur des Miteinanders zwischen Frankreich und Deutschland und legten den Grundstein zur europäischen Verständigung. Den thematischen Auftakt bildeten bereits die Petersberger Perspektiven im September 2012: bei dem Symposium, welches der Rhein-Sieg-Kreis in Kooperation mit der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und der Stiftung Bundeskanzler Adenauer–Haus zu den deutsch-französischen Beziehungen und den europäischen Perspektiven veranstaltete, folgten 500 Gäste dem Vortrag von Erwin Teufel, ehemaliger Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Unter Federführung der Kulturämter der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises wurde – mit Blick auf den Begriff des „Weimarer Dreiecks“, eines 1991 in Leben gerufenen politischen Forums – das Projekt „Kulturdreieck – Rheinland, Frankreich, Polen“ geboren. Bewusst wurde der Blick auf das Jubiläum der deutsch-französischen Freundschaft um den Aspekt der Partnerschaft mit Polen erweitert. In Kooperation mit Kommunen, Museen, Kunstvereinen, Firmen, der Stadt Nancy in Frankreich, dem Kreis Boleslawiec (Bunzlau) in Polen, dem Polnischen Institut, dem Institut Francais sowie dem Landschaftsverband Rheinland als Förderer fanden in 2013 rund 20 Konzerte, Ausstellungen, Vorträge, Performances und Filmvorführungen in Bonn, Rheinbach und in Siegburg statt. So stand unter anderem eine Ausstellung der Stadt Siegburg im Frühjahr vergangenen Jahres ganz im Zeichen der seit 20 Jahren bestehenden Städtepartnerschaft mit Boleslawiec (Bunzlau). Das Glasmuseum Rheinbach zeigte im Oktober die Ausstellung „Drei Sprachen: Glas“. Drei renommierte polnische, französische und deutsche Glaskünstler, Stanislaw Borowski aus Bunzlau, Georg Linden aus Rheinbach und Gérald Vatrin aus Nancy gaben einen umfassenden Eindruck ihres künstlerischen Schaffens. Den Abschluss des interkulturellen Dialoges in der Region bildete im Pumpwerk des Kunstvereins für den Rhein-Sieg-Kreis in Siegburg die Ausstellung „Grenzenlos, Sans Frontières, Bez Granic“. Daran beteiligten sich nach einem Konzept von Clotilde Lafont-König fünf zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler aus Frankreich, Deutschland und Polen.

Pressemitteilung

des Rhein-Sieg-Kreises

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