Im MakerSpace wurde intensiv über Lösungen diskutiert
Immobilien im Klimawandel
Bendorf. Auf Einladung der Bendorfer Grünen hatten sich zahlreiche interessierte Bürger im Bendorfer Makerspace eingefunden, um gemeinsam mit Experten und erfahrenen Bürgern nach Wegen zu suchen, wie man seine Immobilie fit für die Zukunft machen kann.
Den Anfang machte Fabian Ehmann (MdL), der die laufenden Kommunalen Wärmeplanungen und die aktuelle Förderlandschaft beim sogenannten Heizungsgesetz erläuterte. Neben der Notwendigkeit, gerade im Wohnungsbereich CO2 einzusparen und auf alternative Energien umzurüsten zeigte er anhand zahlreicher Daten auf, dass eine Wärmepumpe im Betrieb deutlich günstiger ist als eine Öl- oder Gasheizung. Die Anschaffung ist zwar teurer, hier greift aber die derzeit noch gültige Förderung, die bis zu 70% der Ausgaben abdeckt. Da die Regierung angekündigt hat, das sogenannte Heizungsgesetz abzuschaffen, empfiehlt sich für Umrüstungs-Willige eine schnelle Beantragung der Förderung.
Die NEBeG, eine Bürgerengergie-Genossenschaft die seinerzeit in Bendorf gegründet wurde inzwischen aber regional agiert, wurde vom Vorstandsmitglied Uli Zimmer vorgestellt. Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Stephan Balk ergänzte noch einige hilfreiche Hinweise zu Wärmedämmung und Effizienzsteigerung von Heizkörpern.
Abgerundet wurde der Vortragsteil der Veranstaltung mit einem Praxisbeispiel: Jan Geisen aus Mendig stellte die sehr kostengünstige Sanierung seines elterlichen Zwei-Familien-Hauses vor.
An die Vorträge schloss sich ein äußerst lebhafter und informativer Austausch zwischen Bürgern und Experten an, der viele interessante und hilfreiche Details zum Vorschein brachte. Zusammengefasst lässt sich feststellen, dass die hauptsächlichen deutschen Hersteller von Wärmepumpen in den letzten Jahren ihre Produkte enorm verbessert haben und die Heizungsbauer die Technologie inzwischen in der Regel gut kennen. Jedes Haus, jede Wohnung sollte sehr individuell betrachtet werden und mit kleinen Details und genauen Einstellungen kann die Effizienz einer Heizung deutlich gesteigert werden. Wer technikaffin ist, selbst mit anpackt und bereit ist, auf die preisgünstigeren asiatischen Hersteller zurück zu greifen kann auch ordentlich Geld sparen. „Auch wenn ich nicht jedes technische Detail verstanden habe bin ich jetzt aber gut gerüstet, um meinem Heizungsbauer die richtigen Fragen zu stellen und dafür zu sorgen, dass ich eine Wärmepumpe bekomme, die zu mir und meinem Haus passt,“ so eine zufriedene Teilnehmerin. Auch der grüne Wahlkreiskandidat Thomas Heinemann-Hildner zeigte sich sehr zufrieden mit den Ergebnissen der Veranstaltung: „Und damit alle diese guten Ansätze und Ideen nicht an den politischen Rahmenbedingungen scheitern sondern in der Breite umgesetzt werden können braucht es eine starke grüne Fraktion im nächsten Landtag. Dafür werde ich bis zum 22. März alles geben!“
Pressemitteilung
Bendorfer Grünen
