Politik | 29.09.2016

Inflationsrate steigt im September auf 0,7 Prozent

Inflationsrate erreicht Höchstwert

Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz

Bad Ems. Die Inflationsrate ist auf ihren bislang höchsten Wert im Jahr 2016 gestiegen. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, lag der Verbraucherpreisindex im September 2016 um 0,7 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats.

Die Energiepreise wirkten weiterhin dämpfend auf die Inflationsrate, auch wenn sich der Effekt langsam abschwächt. Energie war im September um 3,4 Prozent billiger als ein Jahr zuvor. Dazu trug zum einen die Preisentwicklung bei den Mineralölprodukten bei (minus 5,7 Prozent). So verbilligte sich Heizöl um 13,5 Prozent, während die Kraftstoffpreise um 3,7 Prozent niedriger waren als im Vorjahresmonat. Zum anderen waren auch die Umlage für Zentralheizung und Fernwärme sowie die Gaspreise im Vorjahresvergleich rückläufig (minus 7,9 bzw. 1,3 Prozent). Strom war hingegen um 1,1 Prozent teurer als im September 2015.

Die Preise für Nahrungsmittel bremsten ebenfalls die Preisentwicklung. Sie lagen im September nur um 0,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Den kräftigsten Preisanstieg gab es bei Speisefetten und Speiseölen (plus 8,2 Prozent). Zum Beispiel kostete Butter 13,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Fische und Fischwaren verteuerten sich ebenfalls spürbar (plus 4,1 Prozent). Auf der anderen Seite waren bei Molkereiprodukten und Eiern deutliche Preisrückgänge zu verzeichnen (minus 3,8 Prozent). Gemüse wurde ebenfalls billiger (minus 1,6 Prozent).

Die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die oftmals auch als Kerninflationsrate bezeichnet wird, lag im September bei 1,1 Prozent.

Unter den zwölf Hauptgruppen gab es bei Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen gegenüber dem Vorjahresmonat die größten Preissteigerungen (plus 2,2 Prozent). Die Preise für Waren und Dienstleistungen aus dem Bereich Gesundheitspflege legten um zwei Prozent zu, während sich alkoholische Getränke und Tabakwaren um 1,5 Prozent verteuerten. Preisrückgänge gab es in den Bereichen Nachrichtenübermittlung (minus 0,9 Prozent) sowie Bekleidung und Schuhe (minus 0,8 Prozent).

Veränderungen gegenüber August 2016

Im Vergleich zum Vormonat ist der Verbraucherpreisindex im September um 0,1 Prozent gestiegen. Bekleidung und Schuhe waren saisonbedingt deutlich teurer als im August (plus 4,4 Prozent). Neun weitere Hauptgruppen verzeichneten leichte Preissteigerungen zwischen 0,2 und 0,5 Prozent. Im Bereich Nachrichtenübermittlung blieben die Preise gegenüber dem Vormonat unverändert. In der Hauptgruppe Freizeit, Unterhaltung und Kultur lagen die Preise hingegen deutlich unter dem Niveau des Vormonats (minus 3,2 Prozent). Hierzu trugen vor allem die Pauschalreisen bei, deren Preise mit dem Ende der Ferienzeit um zwölf Prozent sanken.

Pressemitteilung Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz

Inflationsrate erreicht Höchstwert

Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz

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