Flüchtlingssituation in Swisttal und Frauen im Islam
Informationen aus erster Hand
Gut besuchte Informationsveranstaltung der CDU Frauenunion
Swisttal/Odendorf. Vor Kurzem führte die Frauenunion Swisttal im Restaurant „Zum Büb“ in Odendorf eine gut besuchte Informationsveranstaltung zu den Themen „Frauen im Islam“ und die Flüchtlingssituation in Swisttal durch. Die Vorsitzende Martina Unger zeigte sich glücklich, zwei wirklich tief in den Themen stehende und äußerst kompetente Vortragende für die zwei Themenblöcke gewonnen zu haben. Almut von Wietersheim referierte über den Themenbereich „Frauen im Islam“. Wegen ihrem großen persönliche Erfahrungsschatzes, den sie durch das Leben im Iran (73-77) und durch viele Reisen in den islamisch geprägten Ländern angereichert hat, konnte sie überzeugend und facettenreich über die Religion und dem Alltag in diesen Ländern berichten. So ist sie erst vor wenigen Wochen von einer mehrwöchigen Reise aus Usbekistan zurückgekehrt. Die Verbindung von Information und persönlichen Erlebnissen wurde von den Zuhörern gerne angenommen. So berichtete sie, wie schwer den Frauen fiel, die Freiheit, ohne Kopftuch oder Schador gehen zu dürfen, anzunehmen. Da in islamischen Ländern kein Unterschied zwischen Religion und Politik ist, bestimmt auch zwangsläufig die Politik, was Frauen machen dürfen und was nicht. Die Brücke zu der aktuellen Thematik Flüchtlingsproblematik stellte die Tatsache dar, dass verschiedene islamische Gruppierungen sich untereinander, teilweise seit Jahrhunderten, bekämpfen. So kann es ein größeres Problem sein, Schiiten zusammen mit Sunniten unterzubringen als mit Christen. Zum Themengebiet Flüchtlinge in Swisttal stellte sich die zukünftige Bürgermeisterin von Swisttal, Petra Kalkbrenner, nach einer sehr tief gehenden Analyse der Situation vor Ort in Swisttal der Diskussion. „Das Thema bewegt zur Zeit viele Menschen und vor allem, da nun auch kleine Gemeinden, wie Swisttal, zunehmend mehr Flüchtlinge aufnehmen müssen“, so Petra Kalkbrenner. Sie berichtete von ständig nach oben korrigierten Aufnahmezahlen und davon, wie die Gemeindemitarbeiter unter hohen persönlichen Einsatz versuchen, die Unterbringung zu organisieren. Sie machte auch keinen Hehl daraus, dass, wenn weitere Steigerungen stattfinden, auch in Swisttal über Turnhallen und Dorfhäuser als Unterkunft nachgedacht werden muss. Das hohe ehrenamtliche Engagement ist auch in Swisttal vorbildlich, stellte Petra Kalkbrenner fest. "Wenn ich nun gefragt werden würde, wo wir noch Unterstützung brauchen könnten, so bleibt die Sprachausbildung der Flüchtlinge vorrangig. Hier wäre es schön wenn sich weitere ehrenamtliche Bürger für die Sprachschulung finden würden." Weiterhin stellte Frau Kalkbrenner fest, dass Sachspenden nach wie vor sehr willkommen sind. Besonders gefragt sind Haushaltsgeräte, Bettwäsche, Turnschuhe und auch Kleidung. Diese können bei der Kleiderstube in Odendorf abgegeben werden. Zusammenfassend stellte Frau Kalkbrenner fest wie wichtig Informationsveranstaltungen in allen Ortsteilen zu diesem Themengebiet sind um dazu beizutragen, dass gegebenenfalls vorhandene Vorurteile abgebaut werden .
Pressemitteilung
Frauenunion Swisttal
