Leserbrief zum Artikel „Winterwanderung ins Dreeser Land“
„Infrastrukturelle Mängel sind die Realität“
Niederdrees ist ein Ort mit sehr netten Menschen und einer tollen Dorfgemeinschaft. Wenn die Kernstädter in der SPD Rheinbach im Rahmen einer Winterwanderung aber den Eindruck bekamen, Niederdrees hätte sich in der Vergangenheit infrastrukturell gut entwickelt, dann entbehrt dies wohl jeder Tatsache.
In 2012 wurde mit dem Verkauf einer städtischen Immobilie, die bis dahin als Gaststätte den Bürgerinnen und Bürgern aus dem Ort und der Umgebung als Treffpunkt diente, eine wichtige Infrastruktureinrichtung in Niederdrees abgebaut. Einen Bäcker, Metzger oder Lebensmittelladen gibt es in Niederdrees schon lange nicht mehr. Bei einer durch den demografischen Wandel zunehmend älteren Bevölkerung schon alleine sicher kein Indiz für eine gute Entwicklung.
Aber auch für die jüngere Bevölkerung gibt es einiges in Sachen Infrastruktur zu richten. Busverbindungen von und nach Niederdrees sind so, dass Schülerinnen und Schüler am Nachmittag und am Wochenende keine adäquate Möglichkeit haben, sich mit Ihresgleichen treffen zu können. Auch in Sachen Internetzugang hat sich Niederdrees alles andere als entwickelt. In weiten Teilen gibt es Internetzugänge nur mit Anschlussleistungen von deutlich weniger als 2000 kBit/s, einem Wert, der alleine schon aus gesellschaftspolitischer Sicht absolut nicht hinnehmbar ist.
Dietmar Danz, dem Kanzlerkandidaten der SPD, sei also dringend angeraten, sich künftig mehr mit den Realitäten dörflicher Infrastruktur zu beschäftigen, als mit dem Verfassen blumiger Pressemeldungen.
Familie Dr. Guido
und Elke Bartsch,
Rheinbach-Niederdrees
