Politik | 03.06.2024

Kreis-CDU will mehr interkommunale Zusammenarbeit, um Infrastruktur robuster aufzubauen und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken

Ingenieur Markus Becker fordert Infrastruktur-Verband Ahrtal

Markus Becker (4.v.l.) im Gespräch mit der CDU-Kreistagsfraktion Ahrweiler. Foto: N. Baum

Kreis Ahrweiler. Zu einem Vortrag hatte die CDU-Adenau jetzt den Infrastrukturexperten Markus Becker von der Ingenieurgesellschaft Bertold Becker aus Bad Neuenahr-Ahrweiler nach Dümpelfeld eingeladen. Der Bauingenieur hat die Hochwasserkatastrohe im Ahrtal als selbst betroffener Einwohner und Mitglied des städtischen Krisenstabes hautnah erlebt und war beim Wiederaufbau mit seiner beruflichen Expertise ein gefragter Ratgeber und aktiv eingebunden in Planungen und Aufbaumaßnahmen. Nun referierte er vor interessierten Kommunalpolitikern aus dem Kreis Ahrweiler über seine Erkenntnisse. Anhand konkreter Beispiele stellte er dar, was Bürgermeister, Landräte und Führungskräfte in der Kommunalverwaltung, aber auch private Infrastrukturunternehmen tun können, um eine widerstandsfähige Infrastruktur zu fördern und aufzubauen. Michael Korden, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion: „Die Herausforderungen im Wiederaufbau und Neubau der Infrastruktur sind für die Kommunen immens und werden noch viele Jahre besondere Kraftanstrengungen erfordern. Gleichzeitig herrscht in den Verwaltungen ein extremer Fachkräftemangel. Wir müssen daher alle Optionen prüfen, um jetzt und für die Zukunft belastbare, anpassungsfähige und leistungsstarke kommunale Organisationen zu errichten.“

Markus Becker erläuterte dazu: „Nach der Flutkatastrophe hat sich gezeigt, dass unsere Infrastruktur zwar gut ist, aber nicht robust genug“, so Becker. Es sei erforderlich, Infrastruktur strategischer zu denken und langfristiger zu planen. Dazu zählt er Hoch- und Tiefbau genauso wie die Wasser- und Abwasserstruktur, die Kläranlagen sowie die kommunalen Strom- und Energieversorger und Netzbetreiber. Markus Becker schlägt einen Infrastrukturverband Ahrtal vor, in dem die Aufgaben in den Kommunen vernetzt und gebündelt werden können. Der CDU-Kreisverband begrüßt diesen Vorschlag: „Durch mehr Kooperationen unter den Gebietskörperschaften könne man Synergieeffekte nutzen und durch größere Organisationseinheiten als attraktiverer Arbeitgeber besser Fachkräfte gewinnen, ist sich Korden sicher. Die CDU im Kreis Ahrweiler werde sich im Kreistag Ahrweiler dafür einsetzen.

Pressemitteilung der

CDU Kreis Ahrweiler

Markus Becker (4.v.l.) im Gespräch mit der CDU-Kreistagsfraktion Ahrweiler. Foto: N. Baum

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