Politik | 06.08.2018

Thema Dorferneuerung: Der Erste Kreisbeigeordnete Michael Mahlert zog eine positive Bilanz für das vergangene Jahr 2017

Innenentwicklung hat zentrale Bedeutung für den Erhalt attraktiver Ortskerne

Die Werkstatt für Landmaschinentechnik in der ehemaligen Scheune (von links): die Bauherren Dennis und Nina Puderbach, Michael Mahlert (Erster Kreisbeigeordneter), Ortsbürgermeister Achim Braasch und Margit Rödder-Rasbach, Dorferneuerungsbeauftragte des Landkreises.Kreisverwaltung

Neuwied. Die Schwerpunktförderung im Dorferneuerungsprogramm des Landes ist auf eine zukunftsorientierte Dorfentwicklung zur Förderung der Innenentwicklung ausgerichtet. Die stellt ein zentrales Anliegen der Dorferneuerung dar. Der Erste Kreisbeigeordnete Michael Mahlert zieht für das vergangene Jahr 2017 eine positive Bilanz für die Förderung zahlreicher privater Baumaßnahmen im Landkreis Neuwied. 2017 hatte das Innenministerium (MDI) für den Landkreis Neuwied für knapp 80 Fördermaßnahmen privater Antragsteller aus dem Dorferneuerungsprogramm Fördergelder von rund 460.000 Euro zur Verfügung gestellt.

„Wir lagen im Landkreis Neuwied im Jahr 2017 mit unserem Fördervolumen für private Maßnahmen wie in den vorangegangenen Jahren wieder auf hohem Niveau. Auch im Jahr 2018 wird diese Entwicklung fortgesetzt, da uns bislang Landesmittel von 420.000 Euro für die Förderung privater Baumaßnahmen zugeteilt wurden. „Wir hoffen, dass bis zum Jahresende die Mittel noch weiter aufgestockt werden. Denn gerade diese Förderung stellt eine wichtige Säule für viele Bauherren bei der Finanzierung dar, die ein älteres Gebäude sanieren und umbauen wollen“, betonte Planungsdezernent Mahlert.

Zentraler Förderschwerpunkt des Förderprogramms sind Maßnahmen zur Innenentwicklung und zur Erhaltung der Infrastruktur in den Ortskernen. Dazu zählen in erster Linie Wohnraumschaffung durch die Umnutzung und Sanierung leer stehender, ortsbildprägender Bausubstanz als auch strukturwirksame Maßnahmen, die der Arbeitsplatzschaffung und -sicherung dienen. Darüber hinaus kann auch ein Abriss oder Teilabriss mit anschließendem Wiederaufbau oder Neubau unter bestimmten Voraussetzungen gefördert werden. Vom Dorferneuerungsprogramm des Landes können Bürger profitieren, die ein älteres Gebäude, Baujahr 1960 und älter, sanieren möchten. Voraussetzung ist allerdings, dass es sich um eine anerkannte Dorferneuerungsgemeinde handelt, die über ein Konzept verfügt.

„Es wichtig, dass sich Bauherren frühzeitig über Fördermöglichkeiten bei den Mitarbeiterinnen unseres Dorferneuerungsreferats in der Kreisverwaltung informieren und sich fachlich beraten lassen. Im Landkreis Neuwied werden jedes Jahr viele gute Projekte mithilfe der finanziellen Unterstützung des Dorferneuerungsprogramms umgesetzt“, so Mahlert.

Eine besonders gelungene Maßnahme stellt der Umbau des ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesens im alten Dorfkern von Oberraden dar. „Was sich aus dem leer stehenden Gehöft mit Wohnhaus bislang entwickelt hat, kann sich sehen lassen“, betont Mahlert, der sich selbst ein Bild vor Ort machte. Bei dem ehemaligen Bauernhof, der aus einem Wohnhaus, Stallungen, Scheunen und Nebengebäuden bestand, war die landwirtschaftliche Nutzung längst aufgegeben worden. Viele Gebäude standen schon lange leer und hatten einen großen Sanierungsstau. Einige Gebäudeteile waren auch nicht mehr zu erhalten.

Dann hat das ganze Areal mit der Familie Puderbach einen neuen Eigentümer gefunden. In den vergangenen Jahren haben die Bauherren in unzähligen Stunden Eigenleistung das Anwesen renoviert. Durch den Teilabriss eines Nebengebäudes sind ein großer Bauerngarten und zusätzliche Grünflächen und Stellplätze entstanden. In einem Teil der ehemaligen Scheune hat der Bauherr darüber hinaus seinen Betrieb für Landmaschinentechnik, bestehend aus einer Werkstatt und Büroräumen, eröffnet. So entstand im Dorfkern von Oberraden ein Familienbetrieb, in dem Wohnen und Arbeiten in idealer Weise verknüpft wurden.

Mahlert sieht sich anhand der ungebrochenen großen Nachfrage nach dem Förderprogramm bestätigt: „Die aktuelle Schwerpunktförderung des Dorferneuerungsprogramms stellt ein sehr effektives Instrument zum Erhalt attraktiver Dörfer dar. Die Umnutzung von leer stehenden Gebäuden für Wohnzwecke oder für Handwerksbetriebe trägt zum Erhalt der typischen Dorfstruktur in den ländlichen Räumen bei. Von ihr gehen wichtige Impulse für eine nachhaltige Strukturentwicklung aus, die auch die heimische Wirtschaft in den ländlichen Räumen stärkt.“

Nähere Informationen zur Fördermöglichkeiten erhalten Interessierte im Dorferneuerungsreferat der Kreisverwaltung Neuwied: bei Margit Rödder-Rasbach, Telefon (0 26 31) 80 32 35, bei Carina Baugut-Seyfried, Telefon (0 26 31) 80 34 02, sowie auf der Homepage der Kreisverwaltung im Bereich Bürgerservice unter der Rubrik Dorferneuerung (www.kreis-neuwied.de).

Das Wohnhaus mit ehemaligen Stallungen.

Das Wohnhaus mit ehemaligen Stallungen.

Die Werkstatt für Landmaschinentechnik in der ehemaligen Scheune (von links): die Bauherren Dennis und Nina Puderbach, Michael Mahlert (Erster Kreisbeigeordneter), Ortsbürgermeister Achim Braasch und Margit Rödder-Rasbach, Dorferneuerungsbeauftragte des Landkreises.Fotos: Kreisverwaltung

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