Politik | 16.06.2020

SPD fordert Rücksichtnahme bei Neubauten

Interessen der Nachbarn berücksichtigen

Neubauten nahe vorhandener Wohnbebauung

Rheinbach. Mit der Änderung der Landesbauordnung zu Beginn 2019 müssen bei Neubauten deutlich geringere Abstände zu Nachbargrundstücken eingehalten werden als bisher.

Die praktischen Auswirkungen kann man auch in Rheinbach bereits beobachten. Auf einem Grundstück in der Heeg entstehen jetzt nach Grundstücksteilung sechs Einfamilienhäuser als Reihenhäuser, die trotz ihrer tatsächlichen Höhe von geschätzt über 9 Metern nur den Mindestabstand von 3 Metern zu den Nachbarn einhalten müssen. Dadurch ist von seiner Wirkung her ein gewaltiger Klotz auf dem Grundstück entstanden, der vielleicht in eine Großstadt passt, aber nicht in eine Kleinstadt wie Rheinbach.

SPD-Ratsherr Dr. Georg Wilmers ist der Meinung, dass eine Verdichtung bei Neubauten in der Stadt richtig und zur Schaffung dringend benötigten Wohnraums gewollt ist, aber das mit Augenmaß und nicht nach großstädtischen Maßstäben erfolgen muss. „Mittlerweile haben viele Bürgerinnen und Bürger, die seit langem in Rheinbach leben, Sorge, dass in ihrer Nachbarschaft ebenfalls ein leer gewordenes Haus abgerissen und durch einen klotzigen Neubau ersetzt wird, bei dem die Möglichkeiten der geänderten Landesbauordnung komplett ausnutzt werden“, fürchtet Wilmers.

Diese Tendenz sollte der Rat als Vertreter der Rheinbacher Bürgerinnen und Bürger nicht tatenlos hinnehmen.

Pressemitteilung
SPD Rheinbach

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