„Jeder sollte kehren!“
Leserbrief zu Verunreinigungen in der Remagener Marktstraße
Wann ist es Zeit, dass die Menschen anfangen, Eigenverantwortung zu übernehmen, zu handeln und die daraus resultierenden Konsequenzen in Kauf zu nehmen? Wenn man bei Geschäftseröffnung durch die Marktstraße geht, dreht sich einem der Magen um.
Viele stellen ihre ausgestellte Ware mitten in den Dreck vom Vortag. Man sitzt auf dem Allerwertesten gemütlich im Blumenkübel und zerquetscht dabei die Bepflanzung oder pult in einem Meer von Schalen in aller Seelenruhe Körner. Die von mir angesprochene Person reagierte keinesfalls einsichtig, im Gegenteil, sie fühlte sich im Recht. Es gibt ja genug Sklaven, sprich Kehrmännchen, die dafür da sind. Aber Leute, wenn jeder so denken würde, stiegen wir demnächst über meterhohen Unrat. In einer spanischen Stadt wurde vor Geschäftsbeginn gefegt und geschrubbt, ehe die Kunden die Einkaufsstraße betraten, aber dazu müsste die Stadt natürlich Maßnahmen und andere Regelungen treffen. Aber der Dreck scheint allen egal zu sein.
Übrigens bemühen sich Müllabfuhr und Kehrmaschine außerordentlich um Sauberkeit, aber der Mensch und einige Spezies scheinen sich im Dreck wohlzufühlen.
Ruth Schmidt,
Remagen
