Politik | 06.03.2026, 09:08 Uhr

CDU-Landtagsabgeordneter informiert sich über Fortschritt des Projektes

Jens Münster unterstützt Gedenkstätte in Kaisersesch

Der CDU-Landtagsabgeordnete Jens Münster informierte sich gemeinsam mit Stadtbürgermeister Gerhard Weber und Vertretern der CDU vor Ort über die geplante Grünfläche mit Gedenkstele im alten Ortskern.

Kaisersesch. Der CDU-Landtagsabgeordnete Jens Münster hat sich bei einem Besuch in Kaisersesch über die Planungen für eine neue Gedenkstätte im alten Ortskern informiert und dabei seine Unterstützung für das Vorhaben der Stadt bekräftigt.

Gemeinsam mit Stadtbürgermeister Gerhard Weber sowie Vertretern des CDU-Kreisverbandes besichtigte Münster die Fläche, auf der nach dem Abriss des Hauses Schorreck eine Grünanlage mit Gedenkstele entstehen soll.

Die Stadt Kaisersesch plant, auf dem frei werdenden Grundstück einen kleinen Platz mit Grünfläche, Sitzgelegenheit und einer Stele zu gestalten.

Damit soll an die jüdischen Bürger erinnert werden, die bis zur Zeit des Nationalsozialismus in Kaisersesch lebten und später vertrieben oder ermordet wurden.

Münster betonte bei seinem Besuch die Bedeutung einer solchen Erinnerungsstätte: „Gerade in kleineren Städten ist es wichtig, Orte des Gedenkens sichtbar zu machen. Sie erinnern uns daran, dass die Verbrechen der Nationalsozialisten auch hier vor Ort ihre Spuren hinterlassen haben.“

Der Landtagsabgeordnete begrüßte ausdrücklich das Engagement der Stadt und des Stadtrates. „Ich finde es richtig und wichtig, dass Kaisersesch diesen Platz künftig als Grünfläche mit einer Gedenkstele gestalten möchte. Damit entsteht ein würdiger Ort des Erinnerns mitten im Ort“, sagte Münster. Solche Projekte trügen dazu bei, Geschichte lebendig zu halten und ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen.

Hintergrund der Planungen ist der Abriss des Hauses Schorreck im alten Ortskern. Der Stadtrat hatte sich für den Abriss der baufälligen Immobilie ausgesprochen. Für die künftige Nutzung der Fläche standen anschließend zwei Varianten zur Diskussion: ein Parkplatz oder eine Grünfläche mit Gedenkstelle. Eine Mehrheit des Rates folgte schließlich dem Vorschlag von Stadtbürgermeister Weber, an dieser Stelle einen Ort des Gedenkens zu schaffen.

Die geplante Gedenkstätte soll an die lange jüdische Geschichte in Kaisersesch erinnern. Vermutlich lebten bereits seit dem 14. Jahrhundert jüdische Familien in der Stadt. Die Synagoge wurde während der Novemberpogrom 1938 zerstört, viele jüdische Bürger wurden später deportiert und ermordet.

Für Münster ist das Projekt deshalb ein wichtiges Signal: „Die Erinnerung an die jüdischen Mitbürger, die einst Teil der Stadtgesellschaft waren, darf nicht verloren gehen. Kaisersesch setzt mit dieser Gedenkstätte ein starkes Zeichen für Verantwortung und historisches Bewusstsein.“

Pressemitteilung Büro Jens Münster

Der CDU-Landtagsabgeordnete Jens Münster informierte sich gemeinsam mit Stadtbürgermeister Gerhard Weber und Vertretern der CDU vor Ort über die geplante Grünfläche mit Gedenkstele im alten Ortskern. Foto: Doris Schnorbach

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag 2026
Daueranzeige 2026
Wir helfen im Trauerfall
Wohnträume Kreis AW
Wohnträume AW
Empfohlene Artikel
Kreiswahlleiterin Gabriele Wieland gratulierte Klaus Lütkefedder, der am 11. September zum neuen Landrat des Westerwaldkreises ernannt wird.
86

Westerwaldkreis. Am 30. August traten Klaus Lütkefedder von der CDU und Dr. Tanja Machalet von der SPD in der Stichwahl um das Amt an der Spitze der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises an. Wie der Wahlausschuss in seiner Sitzung feststellte, entfielen 60,6 % der abgegebenen gültigen Stimmen auf Klaus Lütkefedder. Somit haben ihn die Bürgerinnen und Bürger bei einer Wahlbeteiligung von 30,9 % zum neuen Landrat des Westerwaldkreises gewählt.

Weiterlesen

Vor dem „Rodderhof“: Die Mitglieder des Landeskabinetts mit den kommunalpolitisch Verantwortlichen.
388

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Landesregierung hat gewechselt. Doch eine nach der Flut eingeführte Tradition bleibt. Die neue rheinland-pfälzische Landesregierung um Ministerpräsident Gordon Schnieder hat sich im Ahrtal mit der Landrätin des Kreises Ahrweiler, Cornelia Weigand, sowie haupt- und ehrenamtlichen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern getroffen. Nach dem internen Austausch zu den aktuellsten...

Weiterlesen

Weitere Artikel