Politik | 04.12.2017

Online-Plattform informiert über aktuelle lokalpolitische Arbeit

Jetzt gibt‘s „Politik im Original“

Bürgerinformationssystem startet am 15. Dezember

Am 15. Dezember wird das Bürgerinformationssystem der VG Montabaur freigeschaltet. Es entstand in der Zusammenarbeit von (v.l.) Projektleiter Martin Wörsdörfer, dem externen Projektcoach Dr. Thomas Ortseifen, Bürgermeister Edmund Schaaf, Geschäftsführer Thomas Franz von More! sowie Büroleiter Reiner Nebgen. VG Montabaur

Montabaur. Politik im Original. Das verspricht das neue Bürgerinformationssystem, das die Verbandsgemeinde Montabaur am 15. Dezember freischalten wird. Über die Online-Plattform können Interessierte sämtliche öffentlichen Dokumente rund um die Arbeit der Ortsgemeinderäte, des Stadtrats und des Verbandsgemeinderats im Original einsehen. Damit werden alle Vorgänge und Entscheidungen transparent und nachvollziehbar.

Das neue Bürgerinformationssystem (BIS) ist ab dem 15. Dezember 2017 über die Homepage der Verbandsgemeinde (VG) Montabaur „vg-montabaur.de“ zu erreichen. Ohne Registrierung können sich die Bürger dort über die Arbeit der lokalen Parlamente und ihrer Ausschüsse informieren. Im System sind für jedes Gremium die Tagesordnung, die Sitzungsvorlagen, die dazugehörigen Anlagen wie Pläne, Gutachten, Schriftverkehr, Konzept-Entwürfe usw. hinterlegt. Ein paar Tage nach der jeweiligen Sitzung kann man dann die Beschlussauszüge zu den einzelnen Punkten nachlesen und außerdem sehen, wer an der Sitzung teilgenommen hat. Einzige Ausnahme sind Themen, die in nicht-öffentlicher Sitzung behandelt werden; diese tauchen nur in der Tagesordnung auf und es gibt im Anschluss eine kurze Zusammenfassung des Ergebnisses im Wochenblatt. Die Entscheidung darüber, welches Thema in öffentlicher oder nichtöffentlicher Sitzung behandelt wird, liegt letztlich beim jeweiligen Ortsbürgermeister, der Stadtbürgermeisterin oder dem Bürgermeister der VG. Allerdings sind dabei die Vorgaben der Gemeindeordnung (GemO) § 34 35 zu beachten: „In der Regel werden in den nicht-öffentlichen Sitzungen nur solche Themen behandelt, die aus Gründen des Gemeinwohls vertraulich behandelt werden müssen oder bei denen es um schutzwürdige Interessen Einzelner (Privatpersonen oder Firmen) geht. Das betrifft zumeist Vergabebeschlüsse oder sonstige Verträge, wenn die Vertragsdetails der Vertraulichkeit unterliegen und deshalb nicht in die Öffentlichkeit gehören. Ebenso Personalangelegenheiten“, erläutert VG-Büroleiter Reiner Nebgen die Grenzen zwischen öffentlicher und nichtöffentlicher Sitzung. Die weitaus größte Anzahl der Themen wird allerdings öffentlich behandelt und kann daher auch jederzeit im Bürgerinformationssystem nachgelesen werden. Das System erlaubt es dem Nutzer, über die Recherchefunktionen ausgewählte Themen abzurufen und damit die Entwicklung nachzuvollziehen. „Da wir erst seit dem 1. Januar 2017 die Sitzungen über das Programm „more! Rubin“ abwickeln, ist dies der frühste mögliche Zeitpunkt, ab dem die verschiedenen Dokumente im System bereitstehen. Der Aufwand, auch ältere Vorgänge in das System einzupflegen, ist enorm und steht in keiner wirtschaftlichen Relation zum Nutzen“, schränkt der Büroleiter ein.

Rund drei Jahre Vorarbeit hat es in der Verwaltung gebraucht, bis das Bürgerinformationssystem (BIS) bzw. Ratsinformationssystem (RIS) für die Mandatsträger an den Start gehen konnte. „Wir mussten erst die für uns wichtigen Anforderungen an ein solches System ermitteln“, berichtet Projektleiter Martin Wörsdörfer von der VG-Verwaltung, der während des gesamten Projekts eng mit dem externen Projektcoach Dr. Thomas Ortseifen zusammengearbeitet hat. Die Anforderungen erfüllte am besten das Programm „more! Rubin“ des Softwarehauses More! aus Selters. „more! Rubin“ wird bereits seit einigen Jahren erfolgreich in den Verbandsgemeinden Selters, Höhr-Grenzhausen und Wirges angewendet, wie der Geschäftsführer Thomas Franz dem Verbandsgemeinderat berichtete. Bevor das System in der Verwaltung zum Januar 2017 an den Start gehen konnte, mussten Mitarbeiter geschult, sämtliche Mandatsträger erfasst und das System den Strukturen der VG Montabaur und deren Verwaltung angepasst werden. „Das war der Hauptteil unserer Projektarbeit“, so Wörsdörfer. Die Testphase für das Ratsinformationssystem verlief über den Sommer mit freiwilligen Ratsmitgliedern. Die rund 600 Mandatsträger aus den 24 Ortsgemeinden, der Stadt Montabaur und der Verbandsgemeinde erhalten derzeit persönliche Zugangsdaten und werden im Umgang mit dem Programm geschult. Sie können nun nicht nur die Unterlagen zu den öffentlichen, sondern auch die zu den nicht-öffentlichen Sitzungen einsehen – jeweils für den Rat oder den Ausschuss, dem sie angehören. Außerdem können die Ratsmitglieder über das System miteinander kommunizieren. Dazu steht ihnen neben der Programm-Version für den PC auch die App „DiPolis“ für Tablets zur Verfügung. „Wir müssen mit der Zeit gehen. Ein solches System ist heutzutage fast selbstverständlich in der Kommunalpolitik. Es macht unsere Arbeit transparent und Entscheidungen nachvollziehbar“, sagte Bürgermeister Edmund Schaaf in der öffentlichen Sitzung des Verbandsgemeinderates zur Einführung von RIS und BIS. Er bedankte sich bei allen Beteiligten in der Verwaltung und in den Räten, die an der Entwicklung mitgearbeitet haben „Ein echtes Gemeinschaftsprojekt.“

Pressemitteilung der

Verbandsgemeinde Montabaur

Am 15. Dezember wird das Bürgerinformationssystem der VG Montabaur freigeschaltet. Es entstand in der Zusammenarbeit von (v.l.) Projektleiter Martin Wörsdörfer, dem externen Projektcoach Dr. Thomas Ortseifen, Bürgermeister Edmund Schaaf, Geschäftsführer Thomas Franz von More! sowie Büroleiter Reiner Nebgen. Foto: VG Montabaur

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Walter Knieps: Warum erst jetzt ?!?!
  • K. Schmidt: Das "Sicherheitskonzept" überzeugt. Ein Polizeieinsatz, "geringe Anzahl" Rettungsdienst, keine Feuerwehr nötig. Im Haushaltsplan 2025 hatte Boppard 10.000 Euro für ein Sicherheitskonzept vorgesehen, in...
  • W. Harkort: Danke für diesen Kommentar. Gab es auch Einwendungen wegen seltener Ameisen? Irgendwann in naher Zukunft werden diese Leute ihre Entscheidung bereuen. Dann ist es aber zu spät.
Titelanzeige
Kleinanzeigen
Familienfest freiwillige Feuerwehr Ringen-Bölingen am 01.05.26
Gesundheit im Blick
Gesundheit im Blick
SB Wahlen
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Maifest in Dedenbach
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Empfohlene Artikel
Blick auf die Grundschule Weststraße in Bad Neuenahr mit den Klassencontainern, in denen während der Bauzeit der neuen Grundschule unterrichtet wird. Foto: GS
24

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Der Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler hat beschlossen, die Elternbeiträge für die Betreuende Grundschule an den drei städtischen Grundschulen für das Schuljahr 2026/2027 von bislang jährlich 450 Euro auf 500 Euro je fünf Betreuungsstunden pro Woche und Kind festzulegen. Die Erhöhung wurde von allen Fraktionen als „moderat“ bezeichnet, Kritik gab es indes daran, dass „das...

Weiterlesen

Die Atemschutzwerkstatt der Feuerwehr Ahrweiler ist seit der Flut in Containern am Bad Neuenahrer Feuerwehrhaus untergebracht.  Fotos: GS
144

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Kreisstadt investiert in ihre Feuerwehr. Während an der Ramersbacher Straße in Ahrweiler die Arbeiten für das neue Feuerwehrhaus begonnen haben, standen zwei weitere Maßnahmen auf der Tagesordnung der letzten Stadtratssitzung unter Leitung von Bürgermeister Guido Orthen. Orthen wurde am 22. März als Direktkandidat der CDU in den neuen Landtag von Rheinland-Pfalz gewählt, der sich am 18. Mai konstituiert.

Weiterlesen

22

„Saubere Flüsse bieten Schutz vor Hochwasser“ lautete die Überschrift eines Berichts in der Ausgabe 14/2026 des BLICK aktuell. Darin hieß es u.a.: „Während die Verbandsgemeinde Bad Breisig die öffentlich-rechtliche Verpflichtung zur Gewässerunterhaltung wahrnimmt, obliegt den Grundstückeigentümern die zivilrechtliche Verkehrssicherungspflicht für Uferbereiche und Bewuchs.“

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.
78

Astrologische Vorschau für die KW 19: Gesundheit, Liebe und Erfolg im Fokus bei den Sternzeichen

Sterne im Blick: Horoskop für die Woche 4. bis 10. Mai 2026

Die zweite Maiwoche bringt spürbar mehr Licht, mildere Abende und eine zunehmende Dynamik im Alltag. Mit dem Übergang in die wärmere Jahreszeit verschieben sich Prioritäten: Außenaktivitäten gewinnen an Bedeutung, Beziehungen werden intensiver beleuchtet und berufliche Entwicklungen nehmen Fahrt auf. Gleichzeitig zeigen sich bei einigen Sternzeichen auch Spannungen zwischen Aufbruchsstimmung und innerer Unruhe.

Weiterlesen

Symbolbild.
346

Diez. Die Feuerwehren aus Diez, Altendiez und Heistenbach löschten den Brand zügig. Entgegen der ersten Meldungen kam es nicht zu einem Vollbrand des Mehrfamilienhauses oder einer einzelnen Wohnung. Das Feuer brach auf einem Balkon im Erdgeschoss aus, griff jedoch nicht direkt auf die Wohnung über.

Weiterlesen

125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Familienfest freiwillige Feuerwehr Ringen-Bölingen am 01.05.26
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Industriemechaniker
Erzieher
Minijob
Angebotsanzeige (April)
Innovatives rund um Andernach
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Anzeigenschaltung zur Praxisschließung
Bestellung Nr. 4300003040 - W100 - 606  // AZ Commodity Rheinschiene KW 17
Veranstaltung
100 Jahre Eifelverein Dernau
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr