Politik | 25.04.2024

Erwin Rüddel: „Statt Bürgergeldbezug, schneller in Arbeit kommen!“

Jobcenter setzt auf Job-Turbo

Das Projekt „Job-Turbo“ stand im Mittelpunkt eines Informationsaustauschs beim Jobcenter Neuwied, zwischen (v.li.) Michael Runkel, Erwin Rüddel und Theo Krayer.  Foto: Reinhard Vanderfuhr/Büro Rüddel

Kreis Neuwied. „Arbeit ist mehr als Geldverdienen, sie ist in besonderem Maße auch soziale Teilhabe. Deshalb setzen wir bei der Arbeitsmarktintegration von geflüchteten Menschen seit etwa gut einem halben Jahr auf Job-Turbo. Damit soll erreicht werden, dass mehr Geflüchtete, gemessen an Abgängen in Erwerbstätigkeit, in den Arbeitsmarkt integriert werden und, gemessen an Personen mit beendeten Leistungsbezug, weniger geflüchtete Menschen im Bürgergeldbezug sind. bei uns geht es da um Flüchtlinge aus der Ukraine, sowie Migranten aus acht weiteren Herkunftsländern“, erfuhr der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel anlässlich eines Informationsaustauschs im Neuwieder Jobcenter von Geschäftsführer Theo Krayer und dessen Stellvertreter Michael Runkel.

Gerade auf dem Gebiet der Arbeitsmarktintegration von geflüchteten Menschen sei bedingt durch die hohe Anzahl die Dynamik sehr hoch. „Deutschland hat in den vergangenen 18 Monaten viele schutzsuchende Menschen – vorrangig aus der Ukraine – aufgenommen. Insgesamt sprechen wir von einem Potential von fast 400.000 Menschen, die durch den Job-Turbo schneller in ein Arbeitsverhältnis gebracht werden sollen“, informierte der Geschäftsführer.

Das Vorhaben zur Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten umfasst die Personengruppe der arbeitslosen und arbeitssuchenden Menschen im Bürgergeldbezug und dem damit verbundenen Zugang zum Arbeitsmarkt sowie Geflüchtete aus humanitären Gründen mit anerkannten Status und Arbeitsmarktzugang. „Unser Ziel ist es, die Betroffenen aus der Blase herauszuholen und in Arbeit zu bringen“, ergänzte der stellvertretende Geschäftsführer.

Dabei geht es um die bessere Arbeitsmarktintegration von geflüchteten Menschen durch eine gemeinsame Kraftanstrengung aller beteiligten Akteure im engen Schulterschluss. Dies basiert auf vier Punkten: Vermeidung von Langzeitarbeitslosen mit mehr als zwölf Monaten Arbeitslosigkeit, Arbeits- und Fachkräftesicherung für Unternehmen und die Wirtschaft, Ermöglichung einer selbstbestimmten Zukunft und Teilhabe an der Gesellschaft für geflüchtete Menschen sowie Beitrag zur Sicherung des sozialen Friedens und des gesellschaftlichen Zusammenhalts.

Die verfolgte Strategie: Durch den Job-Turbo werden Geflüchtete entlang eines 3-Phasen-Modells schneller, besser und nachhaltiger in eine stabile Beschäftigung gebracht. So durch Orientierung und grundständigen Deutscherwerb z.B. über Integrationskurse, Arbeiten und Qualifizierung in Beschäftigung und über Beschäftigung stabilisieren und ausbauen.

Die Umsetzung dieser Vorhaben, so die beiden Jobcenter-Geschäftsführer, bilde sich im Landkreis Neuwied durchweg positiv ab. Als Punkte wurden u.a. genannt: Gute Ausgangsbasis bei Integrationen und Kontaktdichte, per Intervallen der Einladungen ins Jobcenter, durch ein spezialisiertes Team Flucht/Asyl, das mit den Geflüchteten aus der Ukraine sowie den Migranten acht weiterer Herkunftsländer betraut ist. „Unsere Integrationsquote für das NR-Land beträgt 27,7 Prozent und liegt damit über der bundesweiten Integrationsquote von 23,3 Prozent“, betonte Theo Krayer.

Hervorzuheben seien die eigenen Sprachermittler, durch die eine bessere Verständigung umgesetzt wird. Ganz wichtig auch die enge Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeberservice, der sehr gut ausgeprägt sei und unter Einbindung von HWK, IHK, Caritas und Diakonie Begegnungsformate herstellt und die schließlich entscheiden müssten. Dazu gehören ebenso u.a. der Integrationspoint – Netzwerkarbeit, die Projekte „Fachkräftevereinbarung Kita“, Amazon mit begleitendem Berufssprachkurs, Job-Sprachkurs im Sozialkaufhaus, die Einrichtung von Coachingangeboten durch das Jobcenter und ein enger Kontakt mit dem BAMF auch hinsichtlich der Angebotsprüfung Job-Berufssprachkurs.

Dass gerade das Erlernen und daraus folgend das Beherrschen der deutschen Sprache für eine erfolgreiche Integration und Arbeitsausübung unverzichtbar ist, betonte Erwin Rüddel erneut. Es stelle sich aber auch die Frage, ob die Geflüchteten eher einen Job oder doch in ihr Heimatland zurückwollten. „Dass sie, aufgrund des Krieges nicht zurückkönnen, ist, hinblickend der Ukrainer derzeitig Fakt“, antwortete der Geschäftsführer des Jobcenter Neuwied.

Dessen stellvertretender Geschäftsführer wies dazu auf die Massenzustrom-Richtlinie der EU hin. Die regelt Mindestnormen für die Gewährung vorübergehenden Schutzes im Fall eines Massenzustroms und Maßnahmen zur Förderung einer ausgewogenen Verteilung der Belastungen, die mit der Aufnahme dieser Personen und den Folgen dieser Aufnahme verbunden sind.

„Die vom Jobcenter Neuwied geleistete Arbeit verdient höchste Anerkennung und Respekt. Das Ziel vom Job-Turbo muss konsequent verfolgt werden, zumal wir in Deutschland unter einem erheblichen Arbeitskräftemangel leiden. Zudem hat dieses Treffen wieder einmal gezeigt, wie wichtig solche Austausche sind. Dafür gilt mein besonderer Dank“, bekräftigte Erwin Rüddel.

Pressemitteilung des

Büro von Erwin Rüddel

Das Projekt „Job-Turbo“ stand im Mittelpunkt eines Informationsaustauschs beim Jobcenter Neuwied, zwischen (v.li.) Michael Runkel, Erwin Rüddel und Theo Krayer. Foto: Reinhard Vanderfuhr/Büro Rüddel

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