Politik | 13.04.2016

Pressemitteilung des Bundesverbands Rehabilitation e. V.

Jobmotor Pflege

BDH fordert Aufwertung der Pflegeberufe

Bonn. Nach Ansicht des BDH Bundesverband Rehabilitation e.V. steht Deutschlands Arbeitsmarkt vor einem demografisch befeuerten Jobboom. Würden heute die richtigen Weichenstellungen gewählt, könne das Land das Gute mit dem Nützlichen verbinden und über eine qualitative Aufwertung der Pflegeberufe auf der einen Seite den wachsenden Pflegebedarf abbilden und auf der anderen Seite für Dynamik auf dem Arbeitsmarkt sorgen, so die Vorsitzende des Sozialverbands, Ilse Müller: „Wir erleben in Deutschland derzeit die Ruhe vor dem Sturm auf dem Arbeitsmarkt. Die Digitalisierung unserer Wirtschaft wird Jobs vernichten. Wir müssen uns fragen, wo künftig noch arbeitsintensive Wertschöpfung entstehen kann. Gelingt es uns als Gesellschaft, auf den unter Volldampf fahrenden Zug der Pflege- und Gesundheitswirtschaft aufzuspringen, werden hier zukunftsfeste Jobs entstehen, die die Gesellschaft generationenfester machen. Qualitative Verbesserungen in der Pflege bedeuten einen überproportionalen Beschäftigungsaufbau. Bei einer Verdopplung der Pflegebedürftigen in der Altenpflege auf 4,4 Millionen bis 2050 wird die Zahl der Beschäftigten stärker steigen als in jeder anderen Branche. Zumindest dann, wenn es gelingt, den bereits heute um sich greifenden Fachkräftemangel in der Pflege zu bekämpfen.“ Es sei vor allem eine Frage des politischen Willens, die Pflegeberufe monetär aufzuwerten. Allerdings seien sowohl Vergütungs- als auch Arbeitszeitmodelle vielfach Barrieren, die junge Menschen die Arbeit im Pflegeberuf wenig schmackhaft machen, so Müller: „Die Versuche der Ausbildungsvereinheitlichung weisen in die völlig falsche Richtung. Die Pflege kranker oder alter Menschen erfordert ein wesentlich differenziertes Spektrum an Kompetenzen.“ Eine grundsätzliche Aufwertung der Pflegebranche durch differenzierte Ausbildungsberufe, Förderung des Investitionsumfelds und Anhebung der Personalschlüssel sorge zudem auf lange Sicht für ein professionelles Umfeld, in dem auch pflegenahe Dienstleistungen, Heilberufe, Gesundheitszentren sowie der gesamte Healthcare-Sektor profitieren würden. Wenn die Politik die wachsenden Versorgungsbedürfnisse Pflegebedürftiger anerkenne, wäre ein erster Schritt getan, die Gesellschaft als Ganzes zu überzeugen und auch die Wirtschaft noch stärker einzubinden.

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