Politik | 18.07.2018

Ein Schüler der Region sammelt politische Erfahrungen in Berlin

Jugend im Parlament

Marcel Neuhaus aus dem Rhein-Lahn-Kreis wurde von Josef Oster ausgewählt und nahm am Planspiel „Jugend im Parlament“ teil. privat

Berlin. Vier Tage lang übernahmen Jugendliche im Alter von 15 bis 20 Jahren das politische Geschäft in Berlin. Die 355 von Bundestagsabgeordneten nominierten „Nachwuchspolitiker“ debattierten im Rahmen des bundesweit beachteten Planspiels „Jugend und Parlament“ sehr realitätsnah im Plenum, diskutierten in ihren Ausschüssen und Fraktionen. Mit dabei war auch Marcel Neuhaus. Der 16-jährige Gymnasiast aus dem Rhein-Lahn-Kreis wurde vom CDU-Bundestagsabgeordneten Josef Oster für das Planspiel ausgewählt, bei dem Marcel unmittelbar nach Ende des Planspiels noch ein zweiwöchiges Praktikum anschloss. „Das war wirklich unglaublich spannend und interessant“, sagte Marcel Neuhaus nach Ende des Planspiels. „Ich kann wirklich allen politisch interessierten Jugendlichen empfehlen, sich bei Josef Oster zu melden.“ Beim Planspiel ging es schon bald nach der Ankunft in Berlin zur Sache. „Nach einer kurzen Einweisung wurden wir frei erfundenen Parteien zugeteilt. Ich gehörte der Gerechtigkeitspartei an, die mit einem Koalitionspartner die Regierung stellte“, so Marcel Neuhaus. Ohne viel Zeit zu verlieren, legten die Nachwuchspolitiker los. „Unser Ziel war es, parlamentarisch den Weg zu einem militärischen Auslandseinsatz in einem vom Terrorismus erschütterten afrikanischen Land zu ebnen“, erklärt der 16-Jährige. Auf der Fraktionsebene im Reichstagsgebäude wurde diskutiert, mit dem Koalitionspartner wurde nach Kompromissen gesucht. „Da sind auch schon mal heftige Worte gefallen“, berichtet Marcel Neuhaus von den internen politischen Gesprächen. „Im Ausschuss und im Plenum haben wir uns aber als Regierungskoalition geschlossen für die Auslandsmission stark gemacht und letztlich dafür auch im Parlament eine Mehrheit gefunden.“ Besonders aufregend war es für die Jugendlichen, dass ihre Bundestagssitzung im echten Plenarsaal stattfand. Dort, wo sonst die Abgeordneten sitzen, nahmen die „Nachwuchspolitiker“ Platz. Spitzenpolitiker aller im Bundestag vertretenden Parteien haben mit großem Interesse die Arbeit ihrer jungen „Kolleginnen und Kollegen“ verfolgt.

„Ein Höhepunkt für mich war, dass Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble persönlich erschienen ist und zum Ende des Planspiels zu uns gesprochen hat“, sagt Marcel Neuhaus. Zurzeit sammelt er weitere Erfahrungen auf dem politischen Parkett in Berlin im Büro des Koblenzer CDU-Bundestagsabgeordneten Josef Oster. „Das ist sehr beeindruckend für mich hautnah zu erleben, wie intensiv und konzentrier der Abgeordnete und sein Mitarbeiterteam arbeiten“, schildert Marcel Neuhaus seine Eindrücke. „Die Arbeitstage sind schon sehr, sehr lang.“ Marcel Neuhaus unterstützt die Arbeit im Berliner Büro mit großem Engagement. Die Routine, die er als Regierungspolitiker im Planspiel gesammelt hat, kommt ihm dabei sicherlich zugute. Nach den Sommerferien wird Marcel Neuhaus auf dem Bad Emser Goethe-Gymnasium in die Jahrgangsstufe 11 starten. Mathe, Englisch und Deutsch statt Ausschuss- und Fraktionssitzungen und politischer Büroarbeit. „Gut möglich, dass ich mich noch einmal in Berlin um ein Praktikum bewerbe. Aber jetzt werde ich mich um die Schule kümmern und hoffentlich in drei Jahren mein Abi machen“, sagt der toughe 16-Jährige.

Pressemitteilung des

CDU-Bundestagsabgeordneten Josef Oster

Marcel Neuhaus aus dem Rhein-Lahn-Kreis wurde von Josef Oster ausgewählt und nahm am Planspiel „Jugend im Parlament“ teil. Foto: privat

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