Ortsverband Grüne Dierdorf
Kahlschlag in Dierdorf gibt Rätsel auf
Dierdorf. Das Abholzen der Bäume und Sträucher in der „Alten Hohl“ (Brauereistraße) hat die Anwohner fassungslos gemacht. Viele Dierdorfer, die diesen Weg regelmäßig benutzen, sind erstaunt und entsetzt über den optischen Eindruck, den der Kahlschlag hinterlässt. Mitglieder des neu gegründeten Dierdorfer Ortsverbandes Bündnis 90/Die Grünen wurden informiert und trafen sich gemeinsam mit Anwohnern. Eine Landschaftsarchitektin, die auch Mitglied im Grünen Ortsverband ist, befürwortete grundsätzlich diese Maßnahme. Es sei wichtig, Gehölzpflanzungen in mehrjährigen Abständen radikal runter zu schneiden. Dadurch werden die Pflanzungen verjüngt, die Ausschlagfähigkeit gefördert und die ökologische Wertigkeit gesteigert. Während der Begehung kam Harald Schmidt, Revierförster von Dierdorf, hinzu und nahm zu der Maßnahme Stellung. Gemeinsam wurde besprochen, dass einzelne Bäume zu erhalten sind und eine Nachpflanzung mit einheimischen Sträuchern und kleineren Bäumen erfolgen soll. Der Unmut der Dierdorfer hätte sich leicht vermeiden lassen, wenn die Stadtverwaltung es nicht versäumt hätte, im Vorfeld über die Fällaktion zu informieren. Es ist eine Chance vertan worden, die Bürger bei der Gestaltung ihres unmittelbaren Lebensumfeldes mit einzubeziehen.
In Zukunft sollte man vorausschauend planen und solche großen Rodungsmaßnahmen in kleineren Schritten durchführen, damit der Tierwelt ausreichend Rückzugsmöglichkeiten erhalten bleiben.
Pressemitteilung
Ortsverband Grüne Dierdorf
