Informationsveranstaltung des Seniorenbeirates zur Bundestagswahl
Kandidatinnen und Kandidaten stellen ihre Programme vor
Leubsdorf. Zur anstehenden Bundestagswahl hatte der Seniorenbeirat der Verbandsgemeinde Linz die Kandidatinnen und Kandidaten des Wahlkreises Neuwied eingeladen, um über die Standpunkte der Parteien zu den Themen Alterssicherung, Gesundheit und Pflege, sowie Mobilität und Digitalisierung zu informieren.
Wolfgang Walter, der stellvertretende Vorsitzende des Seniorenbeirates, begrüßte die Teilnehmer der gut besuchten Veranstaltung und verwies darauf, dass Erwin Rüddel (CDU), Sandra Weeser (FDP) und Andreas Bleck (AfD) als Mitglieder des Bundestages wegen der gleichzeitig stattfindenden Sondersitzung in Berlin verhindert seien. Dafür nahmen Ellen Demuth (CDU) und Dr. Tobias Kador (FDP) an der Podiumsdiskussion teil. Außerdem waren die Direktkandidaten Martin Diedenhofen (SPD), Kevin Lenz (Grüne) und Jochen Bülow (Linke) nach Leubsdorf gekommen.
Die Moderation der Gesprächsrunde hatte das Mitglied des Seniorenbeirates Stefan Wester übernommen. Er wies darauf hin, dass als Grundlage für die Gesprächsrunde die in den Wahlprüfsteinen genannten Themenbereiche dienen. So stellte er zum Thema Alterssicherung die Frage: „Welche Maßnahmen wird Ihre Partei ergreifen, um Altersarmut zu bekämpfen?“ Dies vor dem Hintergrund, dass unterbrochene Erwerbsbiografien, Teilzeitarbeit, häufig bedingt durch unbezahlte Sorgearbeit, Tätigkeiten auf Minijob-Basis sowie niedrige Löhne zu niedrigen Renten führten. Besonders davon betroffen sind Frauen, deren durchschnittliche Rente 60 Prozent weniger als die eines Mannes beträgt.
Um das Rentensystem auch für die Zukunft zu sichern sei es erforderlich, dass möglichst alle Erwerbstätigen in die Rentenkasse einzahlen, darin waren sich die meisten Kandidaten einig. Weiter angesprochen wurden die Themen Grundeinkommen bzw. höherer Mindestlohn und Renteneintrittsalter.
Einen breiten Raum nahm bei der Diskussionsrunde das Thema Gesundheit und Pflege ein. Voraussetzung für gesundes Älterwerden ist das Vorhandensein von flächendeckenden und wohnortnahen gesundheitsförderlichen Angeboten. Auch dabei herrschte Einigkeit bei den Podiumsteilnehmern. Gerade in ländlichen Gebieten seien medizinische, pflegerische und palliative Versorgungsstrukturen wichtig. In der Region Linz sei die Situation verhältnismäßig gut, aber das medizinische Angebot müsse auch für die Zukunft gesichert werden. Wichtig sei in diesem Zusammenhang ein entsprechendes Mobilitätsangebot und die Nutzung digitaler Möglichkeiten.
Zum Abschluss der sachlich geführten Diskussion stellte Stefan Wester mit Dank an die Kandidatinnen und Kandidaten fest, dass trotz der unterschiedlichen Parteiprogramme doch viele Gemeinsamkeiten bei den angesprochenen Themen zu erkennen seien.
Pressemitteilung
Seniorenbeirat der VG Linz
