Politik | 11.02.2026

FWM Altbergbau darf nicht zur Dauerlast der Kommunen werden – Sicherheit „Am Layerhof“ hat Vorrang!

Kein Geld mehr für andere Straßen – Altbergbau-Sicherung belastet Mayens Haushalt massiv

Bei einer Vor-Ort-Besichtigung zu gefährdeten Hohlräumen im Basaltabbaugebiet „Am Layerhof“ konnten sich die Fraktionen 2025 einen Überblick über die Gefährdungssituation verschaffen.

Mayen. In der Sitzung (05.02.2026) des Bau- und Vergabeausschusses befasste sich die Beschlussvorlage 8069/2026 und die Stadtratsfraktion der Freien Wähler hat der Sofortmaßnahme zur Hohlraumsicherung im Bereich der Straße „Am Layerhof“ zugestimmt.

Die Entscheidung dient der akuten Gefahrenabwehr und ist aus Gründen der Verkehrssicherheit alternativlos. Gleichzeitig macht der Fall erneut deutlich, wie stark Kommunen wie Mayen finanziell unter Entscheidungen von Land und Bund leiden. Unter dem Straßenbereich „Am Layerhof“ befinden sich zahlreiche Hohlräume aus dem historischen Basaltabbau. Bereits in den vergangenen Jahren wurden dort umfangreiche Sicherungsmaßnahmen durchgeführt. Inzwischen summieren sich die Kosten mit der heutigen Maßnahme für Hohlraumsicherungen in diesem Bereich auf nahezu zwei Millionen Euro. Diese Belastung kommt zusätzlich zu weiteren Vorgaben des Landes, die den kommunalen Haushalt erheblich einschränken. Mit dem Abschluss der Arbeiten in den Hohlräumen H0301, H0302 und H0401 sind die aktuellen Erkundungs- und Teilsicherungsmaßnahmen unter Tage zwar beendet, ein endgültiger Abschluss ist damit jedoch noch nicht erreicht.

Erst mit dem Vollausbau der Straße „Am Layerhof“ einschließlich einer Geogittersicherung im Straßenunterbau kann langfristig erst sichergestellt werden, dass keine Tagesbrüche auftreten. Bis dahin bleiben verkehrliche Auflagen (Monitoring Maßnahmen und gutachterliche Begehungen) notwendig. Die Fraktion kritisiert insbesondere, dass das Land Rheinland-Pfalz den Kommunen nicht nur die Kosten für die Altbergbauproblematik überlässt, sondern ihnen gleichzeitig weitere finanzielle Lasten aufbürdet. So wurde den Grundstückseigentümern – und damit mittelbar auch den Städten – der Wiederkehrende Beitrag (WKB) für den Straßenbau auferlegt, ohne für einen ausreichenden finanziellen Ausgleich zu sorgen.

Der Fraktionsvorsitzende, Hans-Georg Schönberg erklärt dazu im Bau- und Vergabeausschuss: „Wenn das Land den Kommunen den Straßenbau über den WKB aufbürdet und gleichzeitig Millionenbeträge für Altbergbausicherungen wie hier in Mayen anfallen, dann darf sich niemand wundern, dass am Ende kein Geld mehr für die Unterhaltung der übrigen Straßen im Stadtgebiet da ist und die WKB-Beitragsbescheide für Straßenbau in Zukunft durch die Decke fliegen.“ Aktuelle Gutachten zeigen, dass im Bereich „Am Layerhof“ weiterhin eine akute Tagesbruchgefahr nicht ausgeschlossen werden kann.

Die Straße wird regelmäßig von schweren Lkw befahren. Fachgutachter sowie das Landesamt für Geologie und Bergbau haben daher bestätigt, dass die nun beschlossene Sofortmaßnahme zwingend erforderlich ist. Die Position ist für unsere Fraktion ganz klar: 1.) Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger hat oberste Priorität. 2.) Die Stadt handelt verantwortungsvoll und auf fachlicher Grundlage. 3.) Gleichzeitig erwarten wir, dass Land und Bund sich künftig finanziell an den Folgen des historischen Bergbaus beteiligen. Die Zustimmung zu dieser Maßnahme ist daher kein Freibrief für immer neue Belastungen, sondern ein deutliches Signal: Kommunen brauchen Unterstützung statt immer neuer Aufgaben ohne ausreichende Gegenfinanzierung.

Pressemitteilung FWM

Bei einer Vor-Ort-Besichtigung zu gefährdeten Hohlräumen im Basaltabbaugebiet „Am Layerhof“ konnten sich die Fraktionen 2025 einen Überblick über die Gefährdungssituation verschaffen. Foto: Hans-Georg Schönberg

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