Klimademo auch in Bad Neuenahr!
Kein Grad weiter
Klimastreik am Freitag, 16. Juli
Bad Neuenahr. In Bad Neuenahr soll am kommenden Freitag, 16. Juli, die erste Demonstration im Rahmen der Fridays for Future Bewegung stattfinden. Bereits am vergangenen Freitag fand in Adenau eine Infoveranstaltung auf dem Marktplatz statt. Die Organisator*innen betonen, wie entscheidend die nächste Zeit für den Klimaschutz ist: „Für die Einhaltung der 1,5°C-Grenze in Deutschland müssen die Emissionen in den nächsten sechs Jahren halbiert werden. Dafür braucht es Ambitionen auf allen Ebenen!“
Die Aktivist*innen verweisen daher auf die Bedeutung der nächsten Bundestagswahl und die Verantwortung der nächsten Regierung. Aber die Kommunalpolitik habe ebenso große Bedeutung: „Der Kreis hinkt seinem selbstgesteckten Ziel von 100 Prozent regenerativen Energien bis 2030 massiv hinterher. Zudem liest man im Klimaschutzberichts fast nichts von der notwendigen Wärme- noch der Verkehrswende. Wo sind zum Beispiel die Konzepte, um rechtzeitig Ölheizungen durch klimaneutrale Alternativen zu ersetzen oder den ÖPNV bezahlbar zu machen?“ erklärt Organisator Jonas Wischnewski.
Für die Aktivist*innen mehr als genug Gründe, die Forderung nach Klimagerechtigkeit auch im Kreis Ahrweiler wieder auf die Straße zu tragen. Schnell war der Klimastreik AW als neue Klimaschutzgruppe vor Ort gegründet, um möglichst dauerhaft auch vor Ort für ambitionierten Klimaschutz zu kämpfen. In Adenau haben die Aktivst*innen am Freitag bereits gute Erfahrungen gemacht und eine aufgeschlossene Bevölkerung erlebt. Jetzt soll die Demonstration deutlich die Förderung durch die Kreisstadt tragen. Dazu wird der Demonstrationszug vom TWIN aus am Kurgarten vorbei durch die Telegrafenstraße und von dort aus über die Hauptstraße, Sebastianstraße und Wilhelmstraße zum Bahnhof Ahrweiler ziehen.
„Wir wollen ein starkes Zeichen setzen, dass Klimaschutz uns alle betrifft, auch hier im Kreis Ahrweiler. Auch unsere Wälder leiden unter der Trockenheit, auch wir werden von vermehrten Katastrophen wie Starkregenereignissen betroffen sein. Klimakrise ist Realität. Hier und überall“ betont Aktivist*in Celine Daun.
Pressemitteilung
die „Aktivist*innen“

Erfreulich zu hören, dass die Fridays of Future-Bewegung noch am Leben ist.
Jahrelang hat diese Klimabewegung für mehr Klimaschutz gekämpft u. das mit Erfolg. Das Bundesverfassungsgericht hat die Regierung dazu gebracht, die Klimaziele nach oben zu schrauben. Was bleibt davon übrig? Auf jeden Fall viel zu wenig. Das Kalkül von Union u. SPD ist klar. Sie tun so, als sei beim Klima fast alles gelöst, auch, um das Thema aus dem Wahkampf herauszuhalten, drücken sich davor, ihre vermeintlichen Klimaziele mit konkreten Maßnahmen zu unterfüttern. Deshalb sind deren propagierten Ziele wertlos u. zwar solange, wie klare Maßnahmen fehlen. Klimapolitik muss im Wahlkampf eine entscheidende Rolle spielen, tut es aber nicht. Sich mit den besten Klima-Vorschlägen zu überbieten ist nichts anderes als nutzloses Geschwätz u. Augenwischerei, solange wie es an einer kurzfristigen Umsetzung fehlt. Solange Politiker behaupten, es kommt auf die Wirtschaft an u. nicht auf Klimaschutz ändert sich nichts.