Politik | 16.12.2015

Rhein-Sieg-Kreis informiert

Keine Tiere unter den Weihnachtsbaum!

Das Veterinäramt appelliert an alle Schenkenden

Rhein-Sieg-Kreis. Der kleine Hase, das drollige Meerschweinchen oder der süße Hundewelpe – Tiere laden mit ihrem ganz besonderen Charme geradezu dazu ein, als Weihnachtspräsent für die Liebsten ausgewählt zu werden. Auch wenn die Versuchung noch so groß sein mag, rät das Veterinäramt des Rhein-Sieg-Kreises dringend davon ab, zu Weihnachten Tiere zu verschenken.

„Tiere sind keine Geschenkartikel!“, appelliert Dr. Klaus Mann, Leiter der Abteilung Tiergesundheit des Kreisveterinäramtes. „Für sie bedeutet alleine ein Umgebungswechsel schon Stress. Fällt dieser dann auch noch in die von Familientrubel geprägte Weihnachtszeit, unmittelbar gefolgt vom Jahreswechsel mit Silvesterknallerei, ist das kein guter Start in ein neues Zuhause.“

Die Anschaffung eines Tieres sollte sehr gut durchdacht sein. Nur wer die Ansprüche an Haltung und Pflege seines neuen Mitbewohners kennt, wer über ausreichend Zeit für die Beschäftigung mit dem Tier sowie über Geld für Futter und Tierarzt verfügt, sollte die Anschaffung eines „tierischen Mitbewohners“ ernsthaft in Erwägung ziehen. Auch die Versorgung des Tieres im Falle von Urlaub & Co. muss sichergestellt sein.

Nicht selten werden aber die Beschenkten vom neuen „Familienmitglied“ regelrecht überrascht und müssen nach kurzer Zeit resigniert feststellen, dass sie nicht ausreichend auf die Haltung des Tieres vorbereitet sind. So ist es sicher kein Zufall, dass gerade kurz nach Weihnachten besonders viele Tiere in den Tierheimen abgegeben werden.

Insbesondere Kindern wird mit einem geschenkten Tier unter Umständen eine hohe Verantwortung zugemutet, der sie kaum gerecht werden können. Durch falschen Umgang - beispielsweise beim Spielen - können Kinder ihren Tieren ungewollt erhebliche Leiden oder Schäden zufügen. „Die Betreuung und Pflege eines angeschafften Tieres muss deshalb immer in der Verantwortung eines in der Tierhaltung erfahrenen Erwachsenen liegen“, so Dr. Klaus Mann. Genug Gründe also, die Anschaffung eines Tieres ausführlich mit allen Betroffenen abzuwägen, und die Ankunft des neuen „Bewohners“ gut und gründlich vorzubereiten.

Pressemitteilung des

Rhein-Sieg-Kreises

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