Hedi Thelen äußert sich zum Statement der grünen Staatssekretärin Rohleder
Kinderehen sind nicht tolerierbar!
Region. In einem Interview mit der Rhein-Zeitung hat die rheinland-pfälzische Staatsekretärin im Familienministerium Dr. Christiane Rohleder in der vergangenen Woche die Aussage getätigt, man könne Kinderehen nicht pauschal verurteilen. Die Landtagsabgeordnete Hedi Thelen aus Plaidt äußert sich hierzu:
„Man kann nicht oft genug betonen, dass Kinderehen, egal wie sie geschlossen werden, in unserem Land nicht akzeptiert und anerkannt werden dürfen. Es ist egal, ob es sich bei diesen Kinderehen um Bündnisse handelt, wo beide „Ehepartner“ noch Kinder sind, oder, wie leider sehr häufig zu sehen, junge Mädchen an deutlich ältere Männer verheiratet werden.
Das Argument der Freiwilligkeit ins Feld zu führen, ist in meinen Augen vollkommen unangebracht, weil es sich hier nicht nur um Kinder handelt, die die Tragweite und Konsequenzen ihrer Handlungen nur schwer absehen können – es besteht in der Regel auch ein erheblicher emotionaler und sozialer Druck auf die Kinder.
Entziehen können sie sich kaum und Hilfsangebote dringen selten zu ihnen durch. Sie selbst sind häufig nicht in der Lage, aus ihrem Umfeld heraus um Hilfe zu bitten. Dass ausgerechnet die Staatsekretärin, deren Aufgabe der Schutz von Familien und Kindern ist, um Verständnis für Kinderehen wirbt, kann ich nicht nachvollziehen. Es ist zynisch, nach Umständen zu suchen, unter denen Kinderehen als akzeptabel anzusehen sind.
Sie sind es nicht, unter keinen Umständen. Die CDU hat sich klar gegen Kinderehen positioniert. Wir haben die Zeiten des Mittelalters, wo die Praxis, Kinder zu verehelichen, auch bei uns Usus war, längst hinter uns gelassen und dürfen die Erkenntnis, dass wir unsere Kinder schützen und bewahren müssen, nicht über Bord werfen.
Die CDU hat sich gegen die Kinderehe ausgesprochen und wird sich vehement dafür einsetzen, dass kein weibliches oder männliches Kind mehr Opfer dieser mittelalterlichen Vorgehensweise wird. Kinder haben ein Recht auf Kindheit, auf Unbeschwertheit und Spiel, bevor der „Ernst des Lebens“ für sie beginnt. Sie haben ein Recht auf Bildung und freie Entwicklung. Und ganz bestimmt haben sie ein Recht darauf, von uns vor jeglichem Angriff auf diese Rechte geschützt zu werden. Dafür werden wir als CDU einstehen.“
Pressemitteilung Wahlkreisbüro
Hedi Thelen MdL, CDU
