Politik | 06.12.2023

Absolute Mehrheit in Umfrage für klassisch modernen Umbau der Kirche St. Maria Magdalena

Kirchenvorstand soll Blockadehaltung aufgeben

Rheinbreitbach. Mitte Oktober 2023 starteten die Ideengeber eines Kirchenumbaus in Rheinbreitbach eine Umfrage, um die Stimmung der Bevölkerung sowie der katholischen Christen zu diesem Projekt einzufangen.

Anfang Dezember endete nun die Umfrage und die Ergebnisse zeigen ein eindeutiges Ergebnis. 67 Prozent der Abstimmenden haben die Idee entweder mit gut (17 Prozent) oder sehr gut (50 Prozent) bewertet. Eine absolute Mehrheit sprach sich auch für den baulich harmonisierenden architektonischen Entwurf von Stadtbild Deutschland aus, der sich an den alten Templerhof aus dem Mittelalter anlehnt.

Besonders hervorzuheben sind die zahlreichen Nutzungsideen, die für das Gebäude als neuer Mittelpunkt des Ortes entwickelt wurden. Hierbei wünschen sich die Menschen vor allem eine Begegnungsstätte, wo konfessionsübergreifend Feste und Feierlichkeiten generationenübergeifend stattfinden. Auf besonderen Anklang stieß auch die Idee, ein Geburtshaus, ein Hospizzimmer sowie ein Restaurant/Eiscafe dort zu etablieren.

Da das geplante Gebäude mehrstöckig ist, können hier sicherlich mit einem guten Nutzungskonzept zahlreiche Ideen umgesetzt werden. Die Mieteinnahmen aus dem Geburtshaus sowie einem offenen Bistro könnten hier den Umbau ebenso finanzieren wie geplante Mietwohnungen. Es wurde auch von vielen darauf hingewiesen, dass sie sich seniorengerechte Wohnungen oder ein Seniorenheim in Rheinbreitbach wünschen würden. Hierzu wird es noch eine konkrete Anregung an die Kirchengemeinde geben.

Die Abstimmungsergebnisse und Ideen sind insofern interessant und relevant für die Kirchengemeinde Rheinbreitbach, als über 50 Prozent der Abstimmenden katholischen Glaubens sind und in Rheinbreitbach ihren Wohnort haben. Wissenschaftlich repräsentativ war die Umfrage für Rheinbreitbach (4500 Einwohner) ab einer Teilnehmerzahl von 188 Personen, die mit 287 weit überschritten ist. Zum Vergleich: Bei der Umfrage zur Errichtung einer Füßgängerbrücke zwischen Erpel und Remagen waren es aus Rheinbreitbach ca. 270.

Ein besonderes Augenmerk sollte auch auf die Antworten der Katholiken gelegt werden. Dort liegt die Zustimmungsqoute für einen Kirchenumbau bei 53 Prozent. Interessant ist hierbei, dass auch viele Katholiken, die häufiger in die Sonntagsmesse gehen, für einen Umbau sind. Konfessionsübergreifend wurde auch betont, dass der betonierte Vorplatz entfernt und mit Bäumen und Sträuchern begrünt werden sollte.

Abschließend kann also festgehalten werden, dass die Idee sowie der Konzeptentwurf von Stadtbild Deutschland auf breite Zustimmung in der Bevölkerung stoßen. Die Ideengeber eines Kirchenumbaus fordern die Verantwortlichen im Kirchenvorstand auf, die Blockadehaltung aufzugeben und sich den Ergebnissen dieser Umfrage sowie dem Projekt endlich sachlich und offen zu widmen.

Aktuelle Zahlen gehen bereits jetzt schon davon aus, dass 2040 (anstatt 2060) nur noch die Hälfte der jetzigen Kirchenmitglieder vorhanden sind. Eine Missachtung dieser Ergebnisse würde nur zu einem schnelleren Exodus an Mitgliedern und Reduktion der Kirchensteuereinnahmen führen. Sie gefährden zudem langfristig die Existenz des Kirchengebäudes als Ganzes. Weitere Informationen sowie die Umfrageergebnisse finden sich auf der Seite der Umbauinitiative openpetition.de.Pressemitteilung

der Initiative

Kirchenumbau Rheinbreitbach

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