Klimaschutz: Martin Diedenhofen im Austausch mit Parents for Future
Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit müssen Hand in Hand gehen
Unkel. Zu einem Austausch über den Klimaschutz traf sich der Bundestagsabgeordnete Martin Diedenhofen mit Julie Gretenkord und Dana Krämer von der Bewegung Parents for Future Neuwied. Während ihrer Unterhaltung unterstrich Diedenhofen, dass Klimaschutz wichtiger sei denn je. „Die Folgen des Klimawandels sind bereits heute deutlich spürbar. Die Eismassen schmelzen, der Meeresspiegel steigt und Unwetter sowie Dürren nehmen zu. Umso wichtiger ist es, den Ausstoß an klimaschädlichen Treibhausgasen zu reduzieren“, sagte der Abgeordnete. Ihm war es wichtig zu betonen, dass bei der Umsetzung der Klimaziele die soziale Komponente nicht vergessen werden dürfe. Die Menschen müssten mitgenommen werden. Gerade vor dem Hintergrund explodierender Energiepreise infolge Russlands Krieg in der Ukraine müssten Menschen mit kleineren und mittleren Einkommen entlastet werden. Gretenkord, Krämer und Diedenhofen waren sich einig, dass Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit gemeinsam umgesetzt werden können und müssen.
Zum Gespräch hatten die Vertreterinnen der Parents for Future Neuwied den Kompass Klimazukunft mitgebracht, der drei zentrale Positionen beinhaltet, um das Pariser Klimaabkommen und das 1,5 Grad-Ziel einzuhalten: Erstens sollen sich bundespolitische Entscheidungen wie Staatsausgaben und Gesetze am Maßstab des verbleibenden Emissionsbudgets orientieren. Zweitens soll ein höherer und gleichzeitig sozial gerechter CO2-Preis die realen Kosten je Tonne Kohlendioxid abbilden und dadurch eine bessere Lenkungswirkung erzielen. Drittens schreiben die Initiatoren, dass Steuerprivilegien für fossile Energieträger Fehlanreize setzen und bis 2025 spätestens beendet werden müssten.
Während des Gesprächs wurde schnell deutlich, dass die Positionen im Kompass Klimaschutz mit denen des Koalitionsvertrags der Bundesregierung nah beieinanderliegen. So bekennt sich die Ampelregierung beispielsweise dazu, dass zusätzliche Haushaltspielräume beim Klimaschutz dadurch gewonnen werden sollen, indem im Haushalt überflüssige, unwirksame sowie umwelt- und klimaschädliche Subventionen und Ausgaben abgebaut werden. Diedenhofen erklärte seine grundsätzliche Unterstützung von Klimaschutzmaßnahmen und hat vor, den Aufruf zu unterzeichnen. Die Kompass-Positionen werden durch eine stetig steigende Zahl unterzeichnender Abgeordneter der Regierungsfraktionen im Deutschen Bundestag getragen und von 87.000 Bürgerinnen und Bürgern unterstützt, die für diese 1,5-Grad-Maßnahmen gestimmt haben.
Parents for Future ist eine Initiative von Erwachsenen, die die Anliegen der Fridays for Future Bewegung in die eigene Altersgruppe trägt und sich an den Protesten der der Bewegung beteiligt. Ziel ist es nach eigenen Angaben eine gesunde und lebenswerte Zukunft für alle zu schaffen.
Pressemitteilung
Martin Diedenhofen (SPD), MdB
