Politik | 01.03.2019

Engagement für Energiewende und Umweltschutz

Klimaschutzpaten nehmen ihre Arbeit auf

Drei engagierte Bürger wollen sich künftig in ihren Gemeinden aktiv für den Klimaschutz und Energiewende mit Unterstützung der Energieagentur Rheinland Pfalz aktiv einsetzen

von links: Zeljko Brkic, Projektmanager der Energieagentur Rheinland-Pfalz, Ursula Reuter (Niederzissen), Jutta Dietz (Niederdürenbach) und Armin Rau (Wehr).Foto: VGV Brohltal

VG Brohltal. Im Rahmen der letzten Bürgermeisterdienstbesprechung der Verbandgemeinde Brohltal im vergangenen Jahr stellte Projektmanager Zeljko Brkic das Projekt „Klimaschutz für kleine Kommunen durch ehrenamtliche Klimaschutzpaten (KlikK aktiv)“ der Energieagentur Rheinland-Pfalz vor. Nicht lange hat es gedauert, bis sich die ersten interessierten Bürger gemeldet und ihr Interesse geäußert haben, jeweils in ihren Gemeinden, ehrenamtliche Klimaschutzpaten zu werden. Beim ersten Treffen in der Verbandsgemeinde brachten sie schon ihre ersten Ideen mit und hoffen, dass diese auch bald umgesetzt werden können. Der von der Verbandsgemeinde zuständige Mitarbeiter für Wirtschaftsförderung und Öffentlichkeitsarbeit, Peter Engels, unterstützt begleitend das Projekt.

Ursula Reuter will intakte Umwelt weitergeben

Ursula Reuter ist von Beruf Erzieherin. „Eine intakte Umwelt, die wir an die nachfolgenden Generationen weitergeben werden, liegt mir besonders stark am Herzen und deshalb möchte ich mich aktiv für den Klima- und Umweltschutz engagieren“, sagt sie. Einige ihrer Projektideen sind der Ausbau des Radwegenetzes in der Verbandsgemeinde Brohltal mit zukünftiger Anbindung an die Nachbarkommunen, sowie die Aufstellung einer Pedelec-Ladestation in Niederzissen, vorzugswiese in der Nähe von Bahnhof. Zudem sollte die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf einigen großen Dächern geprüft werden. Ebenfalls möchte sie Projekte an Kindergärten und Schulen initiieren.

Jutta Dietz möchte Bienen- und Insektensterben stoppen

Jutta Dietz engagiert sich persönlich schon längst für die Energiewende. Die Maschinenbau-Ingenieurin und begeisterte E-Bike-Fahrerin lebt zusammen mit ihrem Mann in einem Passivhaus in Niederdürenbach, in dem es selbst im Winter ohne fossile Heizenergie angenehm warm ist. Sie regt an, anhand des bestehenden Solarkatasters die Eignung öffentlicher Gebäude für Solarnutzung zu überprüfen und auch Privatpersonen auf die Chancen der Photovoltaik aufmerksam zu machen. „Als Mitglied des Fördervereins Burg Olbrück möchte ich außerdem prüfen, auf welchen Grundstücken im Umfeld der Burg das Projekt des Landkreises Ahrweiler ‚Artenreiche Wiese - Lebensraum für Biene, Schmetterling & Co.‘ umsetzbar ist“, betont sie. Das Projekt leiste einen Beitrag gegen das Bienen- und Insektensterben und zeige, dass jeder im Kreis Ahrweiler mit geringem Aufwand etwas für die Artenvielfalt tun kann. Darüber hinaus möchte sie – ebenso wie Ursula Reuter – die Installation von E-Bike-Ladestationen an Sehenswürdigkeiten und Gastronomie-Standorten in der VG Brohltal vorantreiben.

Armin Rau regt die Nutzung erneuerbarer Energien an

Ratsmitglied der Verbandsgemeinde Brohltal Armin Rau ist einer der Pioniere der Energiewende. Bereits in den 90er Jahren baute er auf dem Dach seines Hauses eine Photovoltaikanlage: „Die öffentlichen Gebäude der Ortsgemeinden und der Verbandsgemeinde sollen mit erneuerbaren Energien bestückt und energetisch saniert werden“, sagt Rau. Als mögliche Beispiele nennt er die Mehrzweckhalle in der Gemeinde Wehr und das neu gebaute Feuerwehrgebäude in der Gemeinde Glees. „Auch die Heizungsanlagen der Gebäude sollen von fossilen Brennstoffen auf geothermische Wärmequelle bzw. nachwachsende Rohstoffe umgestellt werden“, meint er und fügt hinzu: „In jeder Gemeinde ist mindestens eine zentrale E-Ladestation für Elektroautos und E-Bikes aufzubauen z.B. an Mehrzweck- bzw. Sporthallen und Schulen, zweckmäßig in Verbindung mit installierten Photovoltaiksystemen.“

Die Energieagentur Rheinland-Pfalz unterstützt die ehrenamtlichen „Kümmerer“ dabei, Projekte vor Ort zu identifizieren, umzusetzen und dazu auch Fördergelder zu beantragen. Ehrenamtliche Klimaschutzpaten werden regelmäßig informiert, geschult und miteinander vernetzt. Dabei kann es sich sowohl um investive Maßnahme, beispielsweise eine Fassadenerneuerung, Heizungsoptimierung oder einen Beleuchtungsumtausch, handeln, aber auch um Sensibilisierungsmaßnahmen wie Aktionstage und Kampagnen an Schulen und Kindergärten sowie Infoveranstaltungen für Bürger. Es ist nicht unbedingt erforderlich, dass ehrenamtliche Klimaschutzpaten tiefe technische Vorkenntnisse mitbringen.

Das KlikK aktiv-Team der Energieagentur Rheinland-Pfalz freut sich darauf, weitere interessierte und engagierte Kommunen und Einzelpersonen im Rahmen des Projektes aktiv unterstützen zu können. Ansprechpartner ist Zeljko Brkic, Tel. (06 51) 46 04 78 81, E-Mail: zeljko.brkic@energieagentur.rlp.de.

Weitere Informationen zum Projekt unter www.earlp.de/klikk, Informationen über die Energieagentur Rheinland-Pfalz im Internet: www.energieagentur.rlp.de; www.energieagentur.rlp.de/newsletter; www.twitter.com/energie_rlp; www.facebook.com/energie.rlp.

Pressemitteilung der

Energieagentur Fheinland-Pfalz

von links: Zeljko Brkic, Projektmanager der Energieagentur Rheinland-Pfalz, Ursula Reuter (Niederzissen), Jutta Dietz (Niederdürenbach) und Armin Rau (Wehr).Foto: VGV Brohltal

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  • Gitta Meyer: Ehrlich,die ganze Idee Buga im Mittelrhein ist falsch. Die Gemeinden sind verschuldet. Schauen sie sich Lahnstein an. Hier ist nichts los. Die Brücke wird bestimmt toll,aber sonst.....
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