Politik | 08.05.2024

Koblenzer Seniorenbeirat setzte landesweit Zeichen

Auf dem letzten Plenum blickte der Vorsitzende Prof. Dr. Heinz-Günther Borck auf fünf erfolgreiche Jahre zurück

Koblenz. Die Wahlperiode 2019-2024 war anfangs von coronabedingten Einschränkungen geprägt; dennoch hat der Seniorenbeirat seine zwei Aufgabenfelder, nämlich örtliche und überörtliche Seniorenangelegenheiten, unerschrocken bearbeitet.

Verbesserung des ÖPNV, besonders durch alternative Verkehrsbedienung, Fußgängerfreundlichkeit bei Ampelschaltungen, Verkehrsentwicklungsplan, Erweiterung der Grünanlagen, kommunikationsfreundliche Sitzgruppenprojekte, administrative Begleitung für ältere Menschen bei neuen digitalen Verwaltungsangeboten, aber auch wachsende Probleme der Pflegeeinrichtungen, Wohnungsmangel und Altersarmut waren Gegenstand der Plenarversammlungen und einzelner Veranstaltungen, auch in Zusammenarbeit mit Klimaschutzkommission und Bewohnerbeiräten der Senioreneinrichtungen. Manche Anregung findet sich in aktuellen Kommunalwahlprogrammen wieder.

Besonders erfolgreich waren die zahlreichen, unverändert auch von der Landesseniorenvertretung Rheinland-Pfalz übernommenen Entschließungen in Grundsatzfragen.

Die 2018 vom Stadtrat einstimmig angenommene Entschließung gegen Altersdiskriminierung wurde mit Beschlüssen gegen Benachteiligung älterer Menschen bei Rehabilitationsmaßnahmen und gegen altersdiskriminierende Bestimmungen in Satzungen gemeinnütziger Vereine fortgesetzt; auch gegen unsoziale und anachronistische Straßenausbaubeiträge, gegen etwaigen Missbrauch der Grundsteuerreform zur Einnahmeerhöhung und gegen den ersten Entwurf des Gebäudeenergiegesetzes mit seinen die Nutzung von Bestandsbauten und damit auch Alterssicherung und billigen Wohnraum gefährdenden Bestimmungen hat der Seniorenbeirat sich gewandt und dafür die einmütige Unterstützung der Landesseniorenvertretung gefunden. Der Beirat hat nicht nur frühzeitig die Gefährdung der Grundrechte älterer Menschen durch die Wegsperrmaßnahmen der Coronazeit beanstandet, sondern auch - hierin vom Sozialministerium unterstützt - den Einsatz moderner Kommunikationsmittel in Senioreneinrichtungen gefordert. Im Expertengremium der Landesseniorenvertretung zur Reform der Gemeindeordnung (Stärkung der Seniorenbeiräte) hat Prof. Borck maßgeblich mitgewirkt. Mit seinen Internetseiten, deren Besuchszahlen sich im Berichtszeitraum auf fast eine Million vervierfachten, trug der Seniorenbeirat dazu bei, Seniorenprobleme in der Öffentlichkeit bewusst zu machen.

Besonders großer Beliebtheit mit Hunderten von Besuchern erfreuten sich die mehrfach veranstalteten Generationen- und Seniorenfeste, zuletzt in der Konzertmuschel gemeinsam mit Koblenzer Bündnis für Familie, Förderverein Rheinanlagen und Music Live e.V.. An ihnen wirkten auch Kindergarten- und Grundschulkinder mit und trugen so zu einer Begegnung der Generationen bei. Prof. Borck dankte der Schirmherrin, Bürgermeisterin Ulrike Mohrs, für ihre Unterstützung, hob die auch sonst gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung hervor und dankte abschließend den Vorstands- und allen Beiratsmitgliedern, aber auch den Mitgliedern der Arbeitskreise für ihren jahrelangen ehrenamtlichen Einsatz für die Rechte älterer Menschen – eine Aufgabe, die auch der kommende Seniorenbeirat wird weiterführen müssen.

Pressemitteilung des

Koblenzer Seniorenbeirates

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