Detlef Odenkirchen setzt Zeichen in Richtung Land und Bund und klagt an
Kommunalpolitik wird nicht ernst genommen
CDU-Mann legt Stadtrat und Ortsbeirat nieder
Bad Neuenahr.Politik zu gestalten, sollte im Idealfall Freude bereiten und die Zielsetzung ist es, etwas Gutes für die Allgemeinheit zu bewegen. Das Niederlegen der Mandate im Stadtrat und Ortsbeirat des CDU-Vorsitzenden von Bad Neuenahr, Detlef Odenkirchen, sollte als ein Signal in Richtung Landespolitik verstanden werden. Eine Lanze wollte Odenkirchen mit dieser Geste brechen. „So kann man mit politisch engagierten und ehrenamtlich tätigen Bürger:innen, die in den Räten Verantwortung übernehmen nicht umgehen. Es ist ein Hilferuf an die Landes- und Bundespolitik und deren Behörden. „Man hat uns im Ahrtal im Stich gelassen. Wir können auf kommunaler Ebene durch die katastrophale Flut, nach fast zwei Jahren nicht mit dieser großen Herkulesaufgabe alleine gelassen werden,“ lautet die Botschaft vom bisherigen Mandatsträger, Detlef Odenkirchen. Er möchte mit dieser Geste, der Entbindung von seinen Ämtern im Rat der Stadt, dem Ortsbeirat und den wichtigen Ausschüssen, aufmerksam machen. Das Mandat für den Kreistag behält Odenkirchen. Genauso wie der Vorsitz seiner Partei in Bad Neuenahr. Bis zur Neuwahl im Frühjahr will er dieses Amt noch ausüben. „Sicherlich habe ich eine Verantwortung aller Bürger: innen gegenüber und habe sehr viel Respekt vor den Aufgaben und die Ausübung der Ämter“, fährt er in der Pressemitteilung fort. Es ist kein einfacher Schritt, wenn man seine Stadt liebt, aber genau deshalb war dieser, für mich wichtige Schritt, jetzt notwendig geworden. Es entsteht doch der Eindruck, dass genau dieser Respekt im Land und im Bund verloren gegangen ist. Ortsbürgermeister mit Ihren ehrenamtlichen Gremien und auch die hauptamtlichen Kräfte sowie den wunderbaren Mitarbeitenden in den Verwaltungen, werden mit der Bewältigung dieser fast unüberwindbaren und großen Herausforderung im Regen stehen gelassen. Viele Entscheidungen im Land gehen zu langsam. Hauptamtliche und hoch bezahlte Beamte entpuppen sich oftmals als Bedenkenträger und scheuen die Verantwortung vor den wichtigen Tragweiten und deren Entscheidungen. Die Gesetzeslage ist zu kompliziert und zu träge. „Daran krankt unser System und unser ganzes Land“, ist sich Odenkirchen sicher. „Man kann dann nicht gebremst in den Kommunalparlamenten sitzen und immer sich anhören müssen, was alles nicht geht. Ich danke allen, die in der Gremienarbeit weiterhin ausharren. Davor habe ich enorme Hochachtung und Wertschätzung. Für mich persönlich war dieser Zustand seit Wochen nur noch belastend und nicht mehr erträglich. Meine konsequente Entscheidung ist über Wochen gereift“, so Odenkirchen zur Begründung seiner Entscheidung weiter. „Schließlich opfern alle diese Menschen ihre wertvolle Freizeit und machen sich Gedanken um die Herstellung und die Zukunft dieser Stadt. Der Einzelhandel, die Geschäftswelt und der Tourismus mit seiner brillanten Hotellandschaft, müssen jetzt ganz schnell wieder auf die Beine kommen. Wenn wir zu viel Zeit verlieren, ist der Zug der Zukunft für unser geliebtes Ahrtal abgefahren. Es ist mehr als bedauerlich, dass die Mühlen der Behörden so langsam laufen und die Verantwortlichkeiten hin und her geschoben werden. Ich appelliere nochmals, wie schon so oft: Die Verantwortlichen in Bund und Land, müssen die Gesetze im Baurecht für das Ahrtal temporär aufweichen, damit wir schnell in ein routiniertes Fahrwasser kommen und die Normalität zurückerhalten können“, so Odenkirchen abschließend.
Pressemeldung
CDU OrtsverbandBad Neuenahr
