Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Sinzig tagte

Kommune steht vor Millioneninvestitionen

Geplante Projekte werden wesentlich teurer – Finanzlage ist angespannt

Kommune steht vor Millioneninvestitionen

Die Sanierung des Bad Bodendorfer Nostalgiebades steht schon seit längerer Zeit auf der Agenda der Stadt. Durch die erhebliche Kostensteigerung für die geplanten Edelstahlbecken könnte nun die Realisierung ins Stocken geraten. Foto: Archiv/ROB

28.01.2020 - 16:25

Sinzig. Zahlreiche Großprojekte mit Millioneninvestitionen stehen in nächster Zeit im Bereich der Stadt Sinzig an. Ein neues Feuerwehrgerätehaus muss her, zwei neue Kindertagesstätten sollen errichtet werden, das Bad Bodendorfer Nostalgiebad braucht neue Edelstahlwannen, und im Bereich der Ahrmündung ist ein neues Leuchtturmprojekt in Sachen Tourismus geplant. Insgesamt will die Stadt in den nächsten beiden Jahren weit über 10 Millionen Euro investieren. Und dies bei angespannter Haushaltslage. Denn der Etat 2020 sieht nur auf den ersten Blick sehr gesund aus. Die gute Haushaltslage hat die Stadt eigentlich nur einer unerwarteten Schlüsselzuweisung A des Landes in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro zu verdanken. Nicht unerhebliche Kostensteigerungen scheinen nun für die Sinziger Kommunalpolitik zu einem sehr großen Problem zu werden. Bei der jüngsten Sitzung des Bauausschusses bissen die Kommunalpolitiker noch in den sauren Apfel der Kostensteigerung beim Feuerwehrgerätehaus von 4,4 Millionen Euro auf 5,8 Millionen Euro.


Verdoppelung der Kosten


Bei der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Mittwoch vergangener Woche sah dies dann schon wieder etwas anders aus. Ganz konkret ging es zunächst um die neuen Edelstahlbecken für das Bodendorfer Nostalgiebad. Ganz zu Beginn war man in Sinzig von Kosten von rund einer Million Euro ausgegangen. Die stiegen dann nach den ersten Planungen aber schnell auf 1,4 Millionen Euro. 700.000 Euro stehen zur Finanzierung im Haushalt 2020, ein Jahr später noch einmal 700.000 Euro als Verpflichtungsermächtigung. Doch auch beim Thermalbad steckt der Teufel in der Kostenentwicklung. Nach jüngsten Planungen sollen die Edelstahlbecken nun 2,08 Millionen Euro kosten. Ewald Emmerich vom Planungsbüro PEC Greimerath und Sebastian Neuhaus vom Koblenzer Architekturbüro Krieger stellten in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses das Konzept vor. Nach dem Schock beim Feuerwehrgerätehaus reagierte die Kommunalpolitik sensibel. „Wir sind für die Sanierung des Bades, aber wir entfernen uns von den finanziellen Grundlagen“, so Friedhelm Münch von der FWG. Der sah ebenso wie sein SPD-Kollege Hartmut Tann die finanzielle Manövrierfähigkeit der Stadt mehr und mehr gefährdet. Karl-Heinz Arzdorf von der CDU hoffte bei der Schwimmbadsanierung auf Fördergelder vom Land oder vom Kreis. „Die Überschreitungen und Mehrausgaben im Haushalt sind insgesamt so gravierend, dass wir uns in einer gesonderten Sitzung noch einmal zusammensetzen sollten, um die Gesamtinvestitionen auf den Prüfstand zu stellen“, so schätzte Hardy Rehmann (Bündnis 90/Die Grünen) die Lage ein.


Sondersitzung geplant


Für diese Sondersitzung „Investitionen“ steht ein Termin übrigens noch nicht abschließend fest. Neben den sehr ärgerlichen Fliesenschäden am großen Becken gibt es im Bad aber auch technische Probleme mit dem Chlorgehalt. Ob letzten Endes etwa Landeszuschüsse für die Edelstahlwannen fließen, ist nach Aussagen der Planer grundsätzlich noch ungewiss. Bei ihren Investitionen steckt die städtische Kommunalpolitik in der Zwickmühle. Denn ebenso wie beim Feuerwehrgerätehaus gilt auch fürs Schwimmbad: einfach abwarten und verschieben geht nicht. Teuerungsraten von bis zu 10 Prozent pro Jahr, die von den Planern in den Ring geworfen wurden, sprechen da eine deutliche Sprache. Eine Entscheidung in Sachen Thermalbad gab es bei der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses noch nicht. In der Kommunalpolitik braucht man wohl Zeit zum Nachdenken. Von der Tagesordnung genommen wurde auch ein weiteres Leuchtturmprojekt in Sachen Tourismus. Dieses Projekt läuft unter dem Titel „Barrierefreier Naturerkundungspfad Ahrmündung“. Der Haupt- und Finanzausschuss wird bei einer seiner nächsten Sitzung eine Prioritätenliste für die zahlreichen anstehenden Investitionen aufstellen und klären, wie diese überhaupt mit den in Sinzig zu Verfügung stehenden Finanzmitteln angepackt werden können. Durch die Kostensteigerungen werden sehr viel Mühe und Arbeit sowohl auf die Verwaltung als auch die Kommunalpolitiker zukommen. Gab es nach der Bauausschusssitzung am Montag noch eine grimmige Entschlossenheit, die Mehrkosten beim Feuerwehrgerätehaus zu stemmen, so sorgten die Mehrkosten beim Bad Bodendorfer Nostalgiebad schon für eine gewisse Unsicherheit und Unruhe in den Reihen aller Fraktionen. BL

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
Weitere Berichte

Heimatverein Niederbachem

Museums-Café

Niederbachem. Der Heimatverein Niederbachem präsentiert „Die Natur gestaltet bei mir mit“, eine Ausstellung mit Werken des Niederbachemer Bildhauers Dr. Heinz Schlesinger. Der Verein lädt zu einem interessanten Vormittagsgespräch bei einer Tasse Kaffee mit Dr. Heinz Schlesinger ein am Sonntag, 1. März um 10.30 Uhr im Kleinen Museum ,,Alte Schule“, Niederbachem, Mehlemer Straße 3. Die Natur steckt voller Materialien, die zur Gestaltung von Skulpturen anregen. mehr...

AWO Rheinbach

Bingo und Reparaturcafé

Rheinbach. Am Freitag, 6. März um 15 Uhr findet in den Räumen des „Georgsring e.V.“ Rheinbach, Koblenzer Str. 6 das Reparaturcafé für AWO-Mitglieder und deren Freunde statt. Jeder kann kleine Reparaturen im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten durchführen lassen, zum Beispiel eine defekte Bügeleisenschnur oder ein Wackelkontakt an einer Leuchte. Die Betreiber des Cafés versuchen, zu helfen. Ersatzteile, soweit benötigt, müssen bezahlt werden. mehr...

Weitere Berichte
Coronavirus: Infos für besorgte Bürger

Infektionen in Deutschland

Coronavirus: Infos für besorgte Bürger

Region. Informationen über das Coronavirus sind über die Hotline des Bundesministeriums für Gesundheit, Tel.: 030 / 346 465 100, erhältlich. Weitere Informationen gibt es auch beim Robert Koch-Institut (www.rki.de) und bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (www.bzga.de). mehr...

Felix sucht
ein liebevolles Zuhause

Tierheim Andernach: Tier der Woche

Felix sucht ein liebevolles Zuhause

Andernach. Felix wurde im Tierheim aufgenommen. Sein ehemaliges Herrchen erkrankte und muss nun Pflege bekommen. Eine Haltung war nicht mehr möglich. mehr...

Politik
Lebensraum für Honig-
und Wildbienen schaffen

Barbara Hartmann zu Gast bei Bündnis 90/Die Grünen

Lebensraum für Honig- und Wildbienen schaffen

Kreis Ahrweiler. „Was können wir unternehmen, um das Überleben dieser wertvollen Tiere zu sichern?“ Diese Frage stellte die Expertin vom Kreisimkerverband in den Mittelpunkt. mehr...

CDU-Ortsverband Bell lädt ein

Versammlung

Bell. Die nächste Versammlung des CDU-Ortsverbandes Bell findet statt am Montag, 2. März, um 19.30 Uhr im Sitzungszimmer des Gemeindehauses. mehr...

Sport
Engagement
über Generationen hinweg

Enkelin und Oma sind Trainerinnen beim VfL Waldbreitbach

Engagement über Generationen hinweg

Waldbreitbach. Wenn Spaziergänger freitags um 16 Uhr die Sporthalle in Waldbreitbach blicken würden, sähen sie Jung und Alt in Bewegung und noch dazu zwei Trainierinnen, die Oma und Enkelin sind. mehr...

Grenzau dominiert
Tabellenletzten Jülich

„Jugend forscht“-Trio mit drittem Sieg in Folge

Grenzau dominiert Tabellenletzten Jülich

Höhr-Grenzhausen. Der TTC Zugbrücke Grenzau kann die desolate Hinserie vergessen machen und feierte am Sonntag bereits den dritten Sieg in Serie. Die Gäste des TTC indeland Jülich blieben dabei weitestgehend Statisten. mehr...

Erfolgreicher Start
in die Turniersaison

Turner-Bund 1867 e.V. Andernach – Abteilung Karate

Erfolgreicher Start in die Turniersaison

Andernach. Vor Kurzem fanden in Schwäbisch Gmünd (Baden-Württemberg) die „International German Open“ statt. An diesem Turnier nahmen etwa 500 Starter aus zehn Nationen, unter anderem auch aus Malaysia, teil. mehr...

Wirtschaft
Aktienhandel – für Anfänger und Profis

Aktienhandel – für Anfänger und Profis

„In Aktien zu machen“ – das ist gar nicht so einfach, wie der Satz vielleicht klingen mag. Experten raten Anfängern im Aktienumfeld dazu, sich zunächst im Umfeld der DAX-30-Werte zu orientieren und hier... mehr...

Karnevalsorden und Bützchen

-Anzeige-Jecker Besuch bei VITO Irmen

Karnevalsorden und Bützchen

Kripp. Gleich mehrere närrische Regenten konnte Geschäftsführer Dr. Michael Büchner am Firmensitz in Kripp begrüßen. Mit großem Gefolge und bester Stimmung im Gepäck erschienen das Prinzenpaar des SV... mehr...

Kommen! Hören! Gewinnen

- Anzeige -BECKER Hörakustik lädt zum Hör-Erlebnistag ein

Kommen! Hören! Gewinnen

Mayen. Nie wieder Batterien wechseln? Gibt es tatsächlich die Muckibude fürs Gehör? Gibt es Möglichkeiten, das Hören und Verstehen in geräuschvoller Umgebung zu optimieren? Antworten auf diese Fragen,... mehr...

 
Lesen Sie Jetzt:
Umfrage

Was halten Sie von einem generellen Rauchverbot in der Öffentlichkeit?

Ich bin dafür.
Nein, sowas geht zu weit.
Mir egal.
655 abgegebene Stimmen
aktuelle Beilagen
 
Kommentare
Jochen Seifert:
Müntefering hat Recht: „Macht die Kommunen stark“ Franz Müntefering hat beim Jahresempfang der SPD in Sinzig etwas Wahres gesagt: „Macht die Kommunen stark!“ und dazu dann die Aufforderung die Angebote zu verbessern, unter anderem auch die Versorgung der älteren Mitbürger. Eine Antwort seitens der Kreis-SPD darauf gibt es nicht. Genauso verhält sie sich im Rahmen der Kreis - Haushaltsberatungen, wenn es darum geht, Landeszuschüsse anzufordern, die das Land den Kommunen nicht weiterleitet bzw. vorenthält. Das „Starkmachen“ der Kommunen wird bei dieser Landesregierung nicht funktionieren. Das hat selbst der Landesrechnungshof unterschwellig eingesehen. Vielleicht prüft er ja zukünftig auch die Haushaltswirtschaft der Landesregierung, so die Deutung einer Aussage in einem Schreiben an die FWG. Auch die Neueinstellung eines Direktors/Direktorin beim Landesrechnungshof, mit der Aufgabe zur Prüfung der Haushalts- und Wirtschaftsführung des Landes, könnte ein Zeichen sein. Noch besser wäre es jedoch, wenn die Kreis-SPD mal eigenständig in Mainz vorspricht und Verbesserungen anmahnt. Sie hat ja jetzt einen Anlass. Jochen Seifert, Fraktionssprecher der FWG im Kreistag Ahrweiler

Vortrags- und Diskussionsabend

Stefan Knoll:
Ganz schlimm, was Demos e.V. auf Facebook über die Machenschaften der AfD im Westerwald aufdeckt. Bei der AfD im Westerwald findet man Rassismus und Antisemitismus. Ganz übel.
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben:
Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant.
Karsten Kocher:
Und heute berichtet DEMOS e.V. auf Facebook über einen weiteren schlimmen Vorfall bei der AfD Westerwald. Der Rechtsextremismus feiert fröhliche Urständ bei der AfD Westerwald.
B. Roß:
Hoffentlich werden dann auch wenigstens die Bäume abrasiert. Die sind sowieso den Radfahrern nur im Weg und wenn man sich die mal genau anschaut, sind die sicher auch krank. Derartige Bäume sind nämlich immer krank - das weiss man.
Marcel Iseke:
Die "jetzigen gefährlichen Einfahrten" sind dann nicht mehr gefährlich? Der Radweg muss einfach komplett freigegeben werden, für die Sicherheit unserer Fahrradfahrer, der Reduzierung des PKW Verkehrs, mehr Bewegung im Alltag, CO2 Reduktion und und und. Keine halben Sachen!!
Service
LESETIPPS
GelesenEmpfohlen
Anzeige Online bestellen

Geben Sie Ihre Anzeige in wenigen Schritten einfach selbst auf - Rund um die Uhr auf unserer Online-Anzeigenaufgabe! Wählen Sie hier einfach die passende Rubrik aus.