Politik | 20.04.2016, 10:49 Uhr

Fachtagung des Rhein-Sieg-Kreises „Flucht und Trauma“

Konkrete Hilfen für Flüchtlingskinder in der Schule

(v.l.) Franziska Föhmer (Schulleiterin Verbundschule Bornheim), Antje Dinstühler (Leiterin KI), Birgitt Kreitz-Henn (Schulamtsdirektorin), Maria Buchholz-Engels (Leiterin des Amtes für Psychologische Beratungsdienste des Rhein-Sieg-Kreises), Dr. Angela Seewald (Leiterin der Regionalen Schulberatungsstelle der Stadt Leverkusen).
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Rhein-Sieg-Kreis. Die große Zahl von Flüchtlingen, die in unserem Land Schutz suchen, konfrontiert inzwischen nahezu alle Schulen mit der Herausforderung, Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrungen in den Schulalltag zu integrieren. Nicht alle diese Kinder und Jugendlichen sind traumatisiert. Aber fast alle haben Schreckliches gesehen und erlebt und müssen sich nun in einer für sie völlig neuen Wirklichkeit zurechtfinden. Schule ist für sie oft der erste und wichtigste Ort, der ihnen Sicherheit, Stabilität, Struktur und verlässliche Beziehungen bieten kann. Bei der Bewältigung dieser herausfordernden Aufgabe benötigen Schulen und Lehrkräfte vielfältige Unterstützung.

Mit dem Ziel, konkrete Hilfen für den Umgang mit traumatisierten Flüchtlingskindern und jugendlichen Flüchtlingen in der Schule zu vermitteln, luden die Schulaufsicht im Rhein-Sieg-Kreis, das Kommunale Integrationszentrum (KI) und der Schulpsychologische Dienst des Rhein-Sieg-Kreises gemeinsam zu einer Fachtagung „Flucht und Trauma „ ein. An den zwei Veranstaltungen in Hennef, und in Bornheim nahmen insgesamt 140 Lehrkräfte teil. In ihrem einleitenden Vortrag informierte die Diplompsychologin Angela Seewald über die Auswirkungen von Entwurzelung und traumatischen Erfahrungen auf das Erleben und Verhalten von Kindern und Jugendlichen. Sie zeigte pädagogische Unterstützungsmöglichkeiten in Schule und Unterricht auf. In den anschließenden Gruppengesprächen konnten die Lehrkräfte im Austausch mit den Fachkräften des Schulpsychologischen Dienstes, des Kommunalen Integrationszentrums und der Schulaufsicht die vorgestellten Ansätze anhand von Praxisbeispielen aus dem eigenen Schulalltag vertiefen. Sowohl die Impulse aus dem Vortrag als auch der kollegiale Erfahrungsaustausch wurden von allen Teilnehmenden als außerordentlich hilfreich bewertet.

„Die enge Kooperation von Schulaufsicht, KI und Schulpsychologischem Dienst soll weiter dazu genutzt werden, den Schulen im Rhein-Sieg-Kreis eine passgenaue und kompetente Unterstützung für ihre wichtige Integrationsaufgabe zu bieten“, darin sind sich Birgitt Kreitz-Henn, Schulaufsicht im Rhein-Sieg-Kreis, Antje Dinstühler, Leiterin des KI des Rhein-Sieg-Kreises, und Maria Buchholz-Engels, Amtsleiterin des Schulpsychologischen Dienstes des Rhein-Sieg-Kreises, einig.

Pressemitteilung

Rhein-Sieg-Kreis

(v.l.) Franziska Föhmer (Schulleiterin Verbundschule Bornheim), Antje Dinstühler (Leiterin KI), Birgitt Kreitz-Henn (Schulamtsdirektorin), Maria Buchholz-Engels (Leiterin des Amtes für Psychologische Beratungsdienste des Rhein-Sieg-Kreises), Dr. Angela Seewald (Leiterin der Regionalen Schulberatungsstelle der Stadt Leverkusen).

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