Politik | 15.02.2021

Marc Ruland und Hans-Peter Ammel besuchen Kita Zauberwald in Mendig

Konstruktiver Austausch zwischen Kita-Leitung und politischen Vertretern

Ursula Frank, Marc Ruland und Hans-Peter Ammel (v.l.) treffen sich zum gemeinsamen Austausch.Quelle: Büro von Marc Ruland

Mendig. Die Leiterin Ursula Frank und ihre Stellvertreterin Heike Langenhahn freuten sich über prominenten Besuch in der städtischen Kita Zauberwald. Wo sonst die Kleinen turnen, klettern und spielen begrüßten sie – selbstverständlich mit Maske und dem nötigen Abstand –Stadtbürgermeister Hans-Peter Ammel und den Landtagsabgeordneten Marc Ruland. In ihrer Gesprächsrunde ging es neben den Herausforderungen, die die aktuelle Corona-Pandemie an die frühkindliche Bildung im Kita-Alltag stellt, auch um Zukünftiges wie den geplanten Kita-Neubau in Mendig.

Der seit Mitte Dezember praktizierte eingeschränkte Regelbetrieb bei dringendem Bedarf werde von den Eltern sehr besonnen genutzt und nur in Anspruch genommen, wenn Alternativen fehlten, berichtete Frank. Derzeit besuchten zwischen 20 und 25 von normalerweise insgesamt 100 Kindern die Kita und dies zum Teil auch nur tageweise, so die Leiterin.

Da die gängigen Hygiene-Regeln wie Abstand halten und Maske tragen im pädagogischen Alltag mit kleinen Kindern kaum umsetzbar noch zielführend sei, werde das Corona-Test-Angebot für die Erzieherinnen und Erzieher rege genutzt. Gerade vor dem Hintergrund, dass das Risiko für das Kita-Personal, sich mit dem SARS-CoV-2-Virus zu infizieren, laut einer AOK-Studie um das 2,2-fache erhöht ist, bietet die Testmöglichkeit zumindest eine relative Sicherheit. Denn bei kleinen Kindern verläuft die Erkrankung oft symptomfrei und bleibt mangels Testung damit unentdeckt. Einzige Hürde sei dabei die mit den Arbeitszeiten schwer zu vereinbarenden Öffnungszeiten der Fieberambulanz und der anderen regionalen Anbieter der Corona-Tests. Hier gestattete Ammel ausdrücklich auch Testbesuche während der Arbeitszeit, sollte keine andere Möglichkeit bestehen. „In solchen Fällen müssen wir flexibel entscheiden und pragmatische Lösungen finden“, zeigte sich der Bürgermeister in seiner Arbeitgeber-Funktion großzügig.

Die ErzieherInnen halten eine vorgezogene SARS-CovV2-Impfung der Beschäftigten für dringend notwendig. Die würde dem Infektionsrisiko entgegenwirken und einen verlässlichen Gesundheitsschutz in der Pandemie bewirken.

Auch konnte Ammel mit einer positiven Nachricht aufwarten: Aufgrund der anhaltenden Engpässe an Betreuungsplätzen für Zweijährige in den drei Mendiger Einrichtungen – für Einjährige gibt es aktuell stadtweit noch gar kein Angebot – wird derzeit geprüft, eine weitere Kita mit vier Gruppen zu bauen. Die vorhandenen Plätze aufzustocken, stelle lediglich eine Übergangslösung dar. Ruland kündigte an, das Vorhaben von Landesseite bestmöglich unterstützen zu wollen. „Damit schaffen wir gerade für Einrichtungen, die unter räumlich beengten Verhältnissen leiden, eine spürbare Erleichterung“, ist er sich sicher.

Im Gespräch mit den Leiterinnen wurde auch deutlich, dass die größte Herausforderung neben Corona die Suche nach geeigneten Fachkräften ist. Eine Problematik, die der Landtagsabgeordnete nachvollziehen konnte und zusagte, den Sachverhalt hinsichtlich der Rahmenbedingungen der Erzieher-Ausbildung, einer angemessenen Bezahlung und der generellen gesellschaftlichen Anerkennung in Mainz thematisieren zu wollen. Aktuell unterstützt Rheinland-Pfalz seine Einrichtungen beim Thema Fachkräftemangel während der Corona-Pandemie dahingehend, dass vorübergehend die Möglichkeit besteht, auch Nicht-Fachkräfte einstellen zu können.

„Als politische Vertreter ist es uns wichtig, uns regelmäßig über die Arbeit in den Kitas vor Ort zu informieren, uns persönlich ein Bild zu machen und mit den Erzieherinnen in einen ergebnisoffenen Austausch zu treten. Wir hatten ein sehr gutes Gespräch, geprägt von gegenseitiger Wertschätzung“, unterstreicht Ruland. Bei dieser Gelegenheit wies Bürgermeister Ammel auf die besondere Bedeutung des Berufsfeldes für die gesamte Gesellschaft hin: „Gute Bildung fängt bereits bei den Kleinsten an, damit allen Kindern die bestmöglichen Startchancen ins Leben ermöglicht werden. Frühkindliche Bildung und Betreuung sind der Schlüssel für eine gute Entwicklung der Kinder. Dafür verdienen die MitarbeiterInnen unsere volle Unterstützung“. Die beiden Politiker versicherten, dass sie sich weiterhin für die Belange der Kinder, ihrer Eltern und der Mitarbeitenden in der Kommunal- und Landespolitik einsetzen werden.

Pressemitteilung des

Büro von Marc Ruland

Ursula Frank, Marc Ruland und Hans-Peter Ammel (v.l.) treffen sich zum gemeinsamen Austausch.Quelle: Büro von Marc Ruland

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