Politik | 22.05.2024

Faktencheck im Kreistag:

Korrektur der SPD- Behauptungen zum ÖPNV

Kreis MYK. In einer kürzlich veröffentlichten Pressemitteilung behauptete der verkehrspolitische Sprecher der Kreis-SPD, Maximilian Mumm, dass seine Fraktion als einzige kontinuierlich Anträge zur Modifikation des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) gestellt habe. Diese Behauptung entspricht jedoch nicht der Wahrheit.

„Was Maximilian Mumm da seit Monaten aufführt, kann man als Populismus und Wahlkampfgetöse bezeichnen. Man kann aber auch schlichtweg sagen: Herr Mumm lügt! Und das ohne rot zu werden,“ so Natascha Lentes, Pressesprecherin der Grünen Kreistagsfraktion und fordert zusammen mit der Grünen Fraktion eine sachliche und wahrheitsgemäße Darstellung der Fakten und weist die irreführenden Aussagen von Maximilian Mumm und der SPD Fraktion entschieden zurück.

„Die SPD Fraktion, zu der auch Maximilian Mumm gehört, hat der über einen langen Zeitraum entwickelten neuen ÖPNV Konzeption bei anstehenden Entscheidungen immer zugestimmt. Von der SPD kamen keinerlei Vorschläge. Professor Sterzenbach als Fachmann einzusetzen, war ein Vorschlag der CDU. Maximilian Mumm wollte eigentlich einen Kahlschlag im ÖPNV ohne fachliche Beratung und auch ohne eine vernünftige Auswertung des Liniennetzes und der Auslastung - das ist schlichtweg Aktionismus. Wären wir dem Vorschlag von Mumm gefolgt, hätte das Risiko von gerichtlichen Auseinandersetzungen, hohe Schadensersatzforderungen eines Dienstleisters bedeutet. Im schlimmsten Fall hätte dann eine gesamte Region ganz ohne Busverkehr auskommen müssen. Auch dies war keine gute Idee von Maximilian Mumm,“ so Klaus Meurer, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Kreis.

Zur Klarstellung und zum Hintergrund:

2021 wurde im Landkreis ein neues Linienkonzept eingeführt. Durch neue Linien und neue Ziele, sowie dichtere Taktungen sind die Kommunen nun besser angebunden. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und einer geringen Auslastung, konnten hier bereits nach kurzer Zeit erfolgreiche Optimierungen erfolgen. Im Rahmen der EU-weiten Ausschreibung der ÖPNV Transportleistungen wurden genaue Anforderungen an die Fahrer und die Fahrzeuge definiert. Vor der Ausschreibung wurde hierbei auch untersucht, ob der Einsatz von Elektrofahrzeugen technisch und wirtschaftlich ist. Da dies nicht realisierbar war, stimmten die Kreisgremien für die Anschaffung von Dieselfahrzeuge mit der höchsten Abgasnorm.

Die Laufzeit der ausgeschriebenen Transportleistung wurde auf zehn Jahre festgelegt. Die lange Laufzeit erlaubt es den Anbietern, die geforderte Leistung und die damit verbundenen Investitionen zu kalkulieren.

„Neben den falschen Behauptungen von Herrn Mumm ist es auch für die Sache äußerst kontraproduktiv, den ÖPNV permanent und systematisch derart in ein negatives Licht zu rücken. Unser Ziel ist es nicht, leere Busse abzuschaffen, sondern sie mit Fahrgästen zu füllen. Es ist hierbei wichtig anzumerken, dass die Busse morgens und mittags aufgrund der Schülertransporte oft sogar überfüllt sind. Die Bereitstellung großer Busse für diese Transporte ist unerlässlich. Es ist wirtschaftlich nicht sinnvoll, die großen Busse ungenutzt abzustellen, um dann noch zusätzlich kleinere Busse zu kaufen und als Ersatz für die großen Busse einzusetzen. Daher können die gleichen Busse, die morgens voll besetzt sind, zu anderen Zeiten auch teilweise leer sein, ohne dass man sich darüber aufregen muss“, so Klaus Meurer und erklärt, dass der Kreis mittlerweile den ÖPNV so ausgebaut hat, dass auch auf dem Land der Verzicht auf das eigene Auto oder zumindest den Zweitwagen von immer mehr Bürgern in Erwägung gezogen wird. Sowas brauche allerdings Zeit und die müsse man dem neuen System auch zubilligen.

Pressemitteilung

Bündnis 90/ DIE GRÜNEN

KV Mayen-Koblenz

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Kleinanzeigen
Schulze Klima -Image
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Osterangebot
Rund ums Haus
Angebotsanzeige (April)
Stellenanzeige
Empfohlene Artikel
Petra Schneider. Foto: privat
20

Kreis Ahrweiler. Am 23. April 2026 ist es wieder so weit: Der bundesweite Girls‘ Day/Boys‘ Day bietet jungen Menschen die Gelegenheit, spannende Einblicke in verschiedene Berufsfelder zu erhalten. Auch die CDU-Landtagsfraktion beteiligt sich erneut an diesem Aktionstag und lädt Schülerinnen und Schüler ein, einen Blick hinter die Kulissen der Landespolitik zu werfen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2267

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
132

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Monatliche Anzeige
Rund um´s Haus
Kreishandwerkerschaft
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag Imageanzeige
Alles rund ums Haus
Rund ums Haus
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Doppelseite PR/Anzeigen
Titel
Tag der offenen Tür
fit für`s Alter?
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
Innovatives rund um Andernach
PR-Anzeige
Feierabendmarkt Bad Neuenahr / o.B. Sponsoring
Unterstützeranzeige
Stellenanzeige Kita