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Bauausschuss der Stadt Sinzig tagte

Kosten für das Feuerwehrgerätehaus steigen auf 5,84 Millionen Euro

Hauptgründe sind das allgemein gestiegene Preisniveau und Maßnahmen zum Hochwasserschutz – Gremium gab einstimmige Empfehlung an den Stadtrat zur Durchführung des Bauvorhabens

Kosten für das Feuerwehrgerätehaus
steigen auf 5,84 Millionen Euro

Nicht zuletzt sind die notwendigen Aufschüttungen des Geländes an der Kölner Straße verantwortlich für die Steigerung der geschätzten Baukosten. Foto: ROB

28.01.2020 - 15:48

Sinzig. Der Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses ist der Kommunalpolitik in der Stadt Sinzig lieb und teuer. Und wird auch richtig teuer. Dies wurde bei der jüngsten Sitzung des Bauausschusses im Sitzungssaal des Rathauses deutlich. Denn die Kosten für den Neubau in der Kölner Straße in der Nähe des TÜV werden von 4,4 Millionen (Schätzung 2017) nach den neuesten Berechnungen der Planer auf nun 5,84 Millionen Euro steigen. Trotz der Mehrkosten wurde im Ausschuss die politische Entschlossenheit deutlich, der Feuerwehr nun endlich eine neue Heimstatt zu bauen. Und dies quer durch alle politischen Parteien. „Wir müssen das jetzt schnell und präzise durchziehen, alle Verzögerungen und Veränderungen kosten uns nur noch mehr Geld“, in dieser Kernaussage waren sich etwa Wilfried Eraßmy (Bündnis 90/Die Grünen) und Volker Holy (CDU) in der Sache durchaus einig.

Michael Rösner vom beauftragten Architekturbüro rmk aus Remagen erläuterte das Bauvorhaben und die nun vorliegenden wesentlich konkreteren Kostenberechnungen. Im Jahr 2017 waren die Kosten für das neue Feuerwehrgerätehaus auf rund 4,4 Millionen Euro geschätzt worden. Allein das Anpassen der seinerzeitigen Schätzungen auf das heutige Preisniveau sorgt dafür, dass das rund 1760 Quadratmeter große Feuerwehrhaus in den Kosten auf rund 5,2 Millionen Euro steigt. Die neuen Zahlen sind übrigens auf Ende 2020 hochgerechnet.

Aber auch im Bauvorhaben selbst gab es Kostensteigerungen. Um einen Abfluss des Regenwassers sicherzustellen, muss das gesamte Gelände auf eine Höhe von durchschnittlich 1,00 bis 1,20 Meter komplett aufgeschüttet werden. Und der Regenwasserkanal führt dann nicht direkt in den recht hoch liegenden Kanal in der Kölner Straße, sondern direkt im rückwärtigen Teil des Gebäudes in den Hauptsammler in der Bad Bodendorfer Straße. Kleiner Nebeneffekt: Das gesamte Gelände liegt nun auf einer Höhe von 63 Metern über Normalnull. Die Aufsichtsbehörden hatten bereits eine Höhe von 61,80 Meter als hochwassersicher angesehen. Das Thema Hochwassergefährdung am neuen Standort, das vor allen Dingen vom Grünen-Ratsmitglied Klaus Hahn immer wieder in die Debatte geworfen wurde, hat sich damit wohl nun erledigt. Aber auch der Einbau einer Notstromversorgung, die nach den aktuellen Bauvorschriften für ein neues Feuerwehrgerätehaus zwingend vorgeschrieben ist, wird mit Mehrkosten von 140.000 Euro zu Buche schlagen. Die Aufschüttung des Geländes und der verlängerte Kanal verursachen übrigens eine Kostensteigerung von 240.000 Euro.

Die weiteren Planungen sollen nun in einen entsprechenden Bauantrag münden, der im Spätherbst dieses Jahres gestellt werden soll. Zum Jahreswechsel 2020/2021 hofft Michael Rösner, dass die ersten Aufträge für die Bauarbeiten vergeben werden können.

In der Sinziger Kommunalpolitik ist man wohl bereit, in den sauren Apfel der Mehrkosten beim Bau des Feuerwehrgerätehauses zu beißen. Denn die entsprechende Empfehlung des Bauausschusses an den Stadtrat erfolgte einstimmig – sehr zur Freude der rund 20 Feuerwehrleute, die bei der Sitzung für sehr gut gefüllte Zuschauerränge sorgten.

BL

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Kommentare
juergen mueller:
Ja - das Ordnungsamt ist viel mehr als nur "Knöllchen". Dafür braucht es auf dem Foto keiner mediengeiler politischer Vertreter, die keinen Anlaß auslassen, mit ihrer gestellten Anwesenheit darauf hinzuweisen, dass ohne sie nichts geht - ein Trugschluß, den noch nicht jeder begriffen hat. Man sonnt sich halt bei jeder Gelegenheit in Situationen, die anscheinend ohne künstlich politisch inszenierte Sonneneinstrahlung offensichtlich verblassen würden. Und die Farbe offenbart es dann doch - man bleibt halt "blass".
juergen mueller:
Wenn einem die Felle davon schwimmen, dann greift man halt nach etwas, was man mit seiner (un)sozialen Einstellung Jahrzehnte ganz einfach wissentlich ignoriert hat. Seit wann interessiert die SPD-Fraktion unter dem Fraktionsvorsitz von Lipinski-Naumann MENSCHEN mit niedrigen/mittleren Einkommen? Bisher konnten mit deren unverhohlenen Zustimmung Investoren ohne Rücksicht auf eine "soziale Quote" bauen auf Teufel komm raus. Diese plötzliche vermeintlich soziale Kehrtwende stinkt nur noch. Das einzig sinnvolle Instrument war bisher nur das, dessen Töne in den eigenen Kram passten. Diese Schleimer- u.Anbieterei um Wählerstimmen ist nur noch erbärmlich.
Marcel Iseke:
Die "jetzigen gefährlichen Einfahrten" sind dann nicht mehr gefährlich? Der Radweg muss einfach komplett freigegeben werden, für die Sicherheit unserer Fahrradfahrer, der Reduzierung des PKW Verkehrs, mehr Bewegung im Alltag, CO2 Reduktion und und und. Keine halben Sachen!!
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