Politik | 20.04.2016

UWG-Fraktion Rheinbach

Kostenlose Internetzugänge für Flüchtlinge

Antrag fand im Haupt- und Finanzausschuss breite Unterstützung

Rheinbach. Mancher wird sich gewundert haben über die jungen Männer an der Hauptstraße oder in der Nähe der Eiscafés, die in ihren heimatlichen Sprachen per Smartphone mit ihren Angehörigen und Freunden kommunizierten oder im Internet nach den Neuigkeiten in ihren Ländern stöberten.

Dass dies möglich ist, liegt an der Initiative einiger Geschäfts- und Privatleute, die vor allem in der Hauptstraße über die Freifunker allen Interessierten kostenloses Internet anbieten. Gerade für die ausländischen Mitbürger ist die Kommunikation mit ihren Angehörigen fast nur über das Smartphone im Internet möglich.

Bereits zehn Router für den Freifunk vorhanden

Für viele ist dies das einzige Band zur Familie und zu ihrem Heimatland. Deshalb hat die UWG-Fraktion Rheinbach bereits im Jahr 2015 mit einer Spendenaktion zehn Router für die Nutzung des Freifunks in Rheinbach finanziert. Im November 2015 stellte die UWG-Fraktion den Antrag, die Flüchtlingsunterkünfte mit kostenfreiem WLAN auszustatten.

Hintergrund war eine Mitteilung der Deutschen Telekom, in Flüchtlingsunterkünften die Kommunen bei der Ausrüstung mit Internetanschlüssen zu unterstützen. Der Internetanschluss ist Voraussetzung für die Nutzung des Freifunks, also des gebührenfreien Zugangs zum Internet für alle Interessierten.

Die Verwaltung der Stadt Rheinbach hatte daraufhin mit der Deutschen Telekom Kontakt aufgenommen, um Finanzierungsmöglichkeiten zu prüfen. Leider betraf die Zusage für finanzielle Unterstützung nur Kommunen mit Erstaufnahmeeinrichtungen.

Städtische Unterkünfte sollen Internetanschluss erhalten

Gleichwohl hat der Haupt- und Finanzausschuss das berechtigte Anliegen der UWG-Fraktion am 11. April zum Anlass genommen, die städtischen Gebäude, in denen Flüchtlinge untergebracht sind, mit einem Internetanschluss zu versorgen. Diese Internetanschlüsse sollen dann der Freifunkinitiative Rheinbach als Basis für deren Router zur Verfügung gestellt werden und damit den kostenlosen Internetzugang ermöglichen.

Die jährlichen Kosten für die erforderlichen Internetanschlüsse in Höhe von etwa 3.300 Euro werden bereitgestellt.

Finanzielle Unterstützer gesucht

Die UWG-Fraktion begrüßt ausdrücklich die Bereitschaft der Stadt, den Flüchtlingen in den Unterkünften den Zugriff auf das Internet zu ermöglichen. Einen darüber hinausgehenden kostenfreien Zugang ohne Provideranmeldung und Gebühren könnte alternativ von der Freifunkinitiative Rheinbach bei entsprechender finanzieller Unterstützung realisiert werden.

Dazu bedarf es auch der Unterstützung von Bürgerinnen und Bürgern in der Nähe der Unterkünfte, die ihren vorhandenen Router mit den Routern der Freifunkinitiative teilen. Ein Ausbau des Freifunknetzes in Rheinbach würde die Attraktivität der Stadt fördern und sicherlich zusätzliche Gäste anlocken. Allerdings ist die Freifunkinitiative zur Wartung des Netzes und erforderlicher Serviceleistungen auf Spenden angewiesen.

Wer diese sinnvolle Initiative mit Spenden unterstützen will, wende sich bitte an Dieter Krakor, Tel. (0 22 26) 91 89 28 oder Michael Firmenich, Tel. (0 22 26) 49 41.

Pressemitteilung der UWG-

Fraktion Rheinbach

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