Kreisverwaltung Ahrweiler
Kreis Ahrweiler mit der höchsten Einbürgerungsquote in Rheinland-Pfalz
Neuen Staatsbürgern wurden im feierlichem Rahmen die Einbürgerungsurkunden überreicht
Kreis Ahrweiler. Seit Mittwoch letzter Woche gibt es im Kreis Ahrweiler 16 neue Bundesbürgerinnen und Bundesbürger, die im Rahmen einer Feierstunde in der Kreisverwaltung ihre Einbürgerungsurkunden erhalten haben. Landrat Dr. Jürgen Pföhler begrüßte im Beisein der Fraktionsvorsitzenden des Kreistages und anderen Kommunalpolitikern die neuen Staatsbürger mit einer Ansprache, die zum Ausdruck brachte, was es heißt, sich eine neue Heimat zu schaffen, sich zu Hause fühlen und integriert zu sein. Er wandte sich an die Neubürgerinnen und Neubürger, für die Deutschland schon lange Heimat geworden ist: „Mir Ihrer Entscheidung, sich einbürgern zu lassen, zeigen Sie, dass Sie sich hier wohlfühlen und auf Dauer hier leben möchten.
Sie mögen dieses Land, sie vertrauen dieser Republik.“ Einbürgerung ist ein klares Zeichen für gelungene Integration. Die kann aber nicht allein durch Vorgaben der Politik und der Verwaltung entstehen. Wirklichkeit wird sie vielmehr dort, wo Menschen zusammenkommen und auf einander zugehen. Integration ist keine Einbahnstraße, sie erfordert den guten Willen auf beiden Seiten.
Dr. Pföhler appellierte deshalb nachdrücklich an die Neubürger, sich in sozialen und kulturellen Einrichtungen und Vereinen zu engagieren. „Ich kann Sie nur ermuntern: Seien Sie Vorbild und positive Impulsgeber für andere Zugewanderte in Ihrem privaten und beruflichen Umfeld. Mit Ihrem Entschluss, die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen, sagen Sie ganz bewusst ‚ja‘ zu dieser Gesellschaft, zu diesem Deutschland. Und unser Land sagt ‚ja“ zu Ihnen.“ Aus dem letzten Satz kann man durchaus auch einen unausgesprochenen Appell an die deutsche Seite heraushören, das ihre zur Integration beizutragen. Dr. Pföhler wies im Anschluss darauf hin, dass der Kreis Ahrweiler von allen kreisfreien Städten und Kreisen in Rheinland-Pfalz seit Jahren die höchste Einbürgerungsquote vorweisen kann. Seit der letzten Einbürgerungsfeier im vergangenen Jahr haben 278 Personen aus 56 Herkunftsländern die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten. Dabei setzt sich auch in diesem Jahr der Trend fort, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger aus Großbritannien einbürgern lassen. Allein in den letzten zwölf Monaten waren es 34 britische Staatsangehörige. Darin kann ein Bekenntnis zu Deutschland und insbesondere auch zu einem vereinten Europa gesehen werden. Dann bat Dr. Pföhler die 16 Neubürger zu sich nach vorne, um gemeinsam die „Feierliche Erklärung“ abzugeben. Damit verpflichtet man sich, das Grundgesetz und die Gesetze der Bundesrepublik zu achten und alles zu unterlassen, was ihr schaden könnte. Schließlich kam der entscheidende Augenblick. Die offiziellen Einbürgerungsurkunden wurden übergeben. Alle Gäste erhoben sich im Anschluss, um zusammen mit den soeben zu Bundesbürgern gewordenen Menschen die Nationalhymne zu singen. Unter den Gästen der Feier befanden sich Viele, die bereits seit längerem deutsche Staatsbürger sind und die die Gelegenheit nutzten, den Neubürgern ihre Glückwünsche auszusprechen. Damit war der offizielle Teil der Einbürgerungsfeier beendet. Nun hatten alle Gäste bei Imbiss, Ahrwein und anderen Getränken Gelegenheit zum Kennenlernen und zum Erfahrungsaustausch.
Die neuen Bundesbürger geben die feierliche Erklärung ab.
