Erste mitgliederoffene Vorstandssitzung der SPD Cochem-Zell
Kreisverband kämpft für Schulstandorte
Zell. Am Montag traf sich der Vorstand des SPD-Verbands Cochem-Zell. Zum ersten Mal waren dazu auch alle interessierten Mitglieder eingeladen. Viele folgten dem Aufruf zum gemeinsamen Austausch und meldeten dem Kreisvorsitzenden Benedikt Oster in reger Diskussion ihre Anliegen. Vielen Anwesenden lag besonders die geplante Überprüfung von kleinen Grundschulen im Kreis auf dem Herzen. Mit den mitgliederoffenen Vorstandssitzungen möchte Benedikt Oster jedem die Möglichkeit bieten, aktiv an der Kreispolitik teilzunehmen.
Oster: „Wir informieren aus der Landes- und Kreispolitik und planen gemeinsam das kommende Jahr.“ Viele Mitglieder freut es, dass wieder vermehrt gesellige Veranstaltungen angeboten werden sollen. „Die offenen Sitzungen sind ein erster Schritt. Mit unserer Mitgliederbefragung werden wir ein ehrliches Feedback erreichen, um dann besser auf die Wünsche unserer Mitglieder eingehen zu können.“
Bei einer offenen Diskussion am Ende der Sitzung brannte den Genossen vor allem ein Thema unter den Nägeln: die Überprüfung von kleinen Grundschulen. Die Landesregierung plant auf Druck des Landesrechnungshofs, 41 kleine Grundschulen in Rheinland-Pfalz zu überprüfen. Im Kreis Cochem-Zell sind von dieser Überprüfung allein fünf Grundschulen betroffen. Es wird befürchtet, dass einige Schulen schließen müssen. Die SPD-Mitglieder zeigten dafür wenig Verständnis.
Auch der Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Benedikt Oster ist skeptisch: „Ich bleibe bei meiner Meinung, dass eine Überprüfung grundsätzlich richtig ist. Dass aber gleich fünf Standorte in unserem Kreis auf dem Prüfstand stehen, halte ich für problematisch. Es gibt Standorte, die mit Sicherheit eine Zukunft haben. Der Landesrechnungshof sollte bei seinen Forderungen besser darauf achten, nicht nur Einsparungen im ländlichen Raum einzufordern. Die Cochem-Zeller SPD wird für ihre Schulstandorte kämpfen.“ Oster ergänzte, dass die Schulleitungen, die Elternvertretungen und die Gemeinden in Zusammenarbeit mit Amts- und Mandatsträgern jetzt gute Argumente für den Erhalt ihrer Schulen zusammentragen müssen. Die Überprüfung könne dann auch zu dem Ergebnis kommen, dass Schulen erhalten bleiben.
Das Bildungsministerium unter Ministerin Stefanie Hubig signalisiert Gesprächsbereitschaft. Der Cochem-Zeller SPD und der Kreistagsfraktion wurde auf Initiative des Kreisvorsitzenden ein Gespräch im Ministerium angeboten. Die Genossen sind sich einig, dass die Pläne der Landesregierung so nicht hinnehmbar sind.
Pressemitteilung des
SPD-Kreisverbands Cochem-Zell
