Politik | 27.11.2018

Schüler des Rheingymnasiums stellen im Sinziger Rathaus aus

Künstlerische Beschäftigung mit der Reichspogromnacht

Schüler des Rhein Gymnasiums Sinzig präsentieren Bürgermeister Geron eigene Kunstwerke mit dem Thema „Ausgrenzung“ und jüdischem Leben in Sinzig auseinandersetzen.RASCH

Sinzig. Eine außergewöhnliche Ausstellung gibt es zur Zeit im Sinziger Rathaus zu sehen. Denn Schüler des Rhein Gymnasiums Sinzig haben diese Ausstellung konzipiert, die sich unter dem Thema „Ausgrenzung“ mit dem 9. November 1938 und jüdischen Leben in Sinzig auseinandersetzt. Dem Thema gemäß kommt die Kunst der Schüler nicht fröhlich und bunt daher, sondern eher etwas bedrückend und mahnend. In einigen Kunstwerken sind viele Glassplitter verarbeitet und dies in Anlehnung an den Begriff Reichskristallnacht. Diesen Ausdruck haben die Schülerinnen und Schüler aber ganz klar als Begriff der Nazipropaganda identifiziert und am Rheingymnasium wird der so auch nicht gebraucht, sondern es wird stets von Reichspogromnacht gesprochen.

Die Ausstellung im Rathaus wird noch den ganzen November über während der offiziellen Öffnungszeiten zu sehen sein.

„Die Schülerinnen und Schüler des Rhein-Gymnasiums haben eine sehr beeindruckende Ausstellung zusammengestellt. Ich freue mich, den Exponaten und Schautafeln im Rathaus einen würdigen Platz zur Verfügung stellen zu können. Ausgrenzung, Populismus und Fremdenfeindlichkeit sind Themen, die leider auch in unseren Zeiten aktuell sind“, so Bürgermeister Andreas Geron bei einem Rathaus besuchte Schülerinnen und Schüler am vergangenen Montag. „Ich danke insbesondere Schulleiter Dr. Jens Braner und Kunstlehrerin Ilse Kösling für die unkomplizierte Zusammenarbeit.“

Vielfältiges Gedenken

Für die Rhein-Gymnasiasten gab es übrigens auch noch eine Einladung zur ersten Stadtratssitzung im kommenden Jahr. Denn an die Reichspogromnacht gab es in Sinzig vielfältiges Gedenken. So nahmen am Stolpergang des Bürgerforums rund 150 Sinziger Teil. Für Andreas Geron Anlass genug bei der ersten Sitzung im neuen Jahr das Thema Stolpersteine in Sinzig auf die Tagesordnung zu setzen. Und wie so etwas dann in der kommunalen direkten Demokratie abläuft, sollen Schüler im Sitzungssaal des Rathauses sozusagen live miterleben. BL

Schüler des Rhein Gymnasiums Sinzig präsentieren Bürgermeister Geron eigene Kunstwerke mit dem Thema „Ausgrenzung“ und jüdischem Leben in Sinzig auseinandersetzen.Foto: RASCH Foto: Fotograf Ralf Schuhmann

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