Arbeitskreis Heimat und Tourismus Engers

LEADER-Förderung jetzt auch für Stadtteile

17.09.2020 - 10:32

Engers. Während in fast ganz Rheinland-Pfalz das EU-LEADER-Programm den Kommunen gute Finanzierungsmöglichkeiten für ihre Projekte im ländlichen Raum schafft, blieb Neuwied davon bisher ausgeschlossen. Grund hierfür war, dass die Einwohnerzahl von Neuwied über der 60.000-Grenze liegt. Davon betroffen waren dann, nach Ansicht der Stadtverwaltung, auch die Neuwieder Stadtteile.

Mit diesem Zustand aber wollte sich der Vorsitzende des Engerser Arbeitskreises Heimat + Tourismus, Josef Kretzer, nicht zufrieden geben. Denn dieses Programm war von der EU geschaffen, um auch den ländlichen Raum zu stärken und für alle teilnehmenden Kommunen war es oft eine letzte Möglichkeit, örtliche Vorhaben umzusetzen. Und es stellte sich die Frage, welchen Unterschied gibt es zwischen Linz und Leutesdorf, die der LEADER-Region angehören und Engers und Heimbach-Weis, die, zusammen mit allen übrigen Stadtteilen von Neuwied, davon ausgeschlossen sind?

Er wandte sich aus diesem Grunde an das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium in Mainz und erhielt von dort die überraschende Antwort, dass es wohl zutreffe, dass die Stadt Neuwied wegen der Überschreitung der vorgesehenen Einwohnerzahl von 60.000 nicht an der Förderung teilhaben könne, jedoch die Neuwieder Stadtteile, die vor der Eingemeindung nach Neuwied über eine eigene Kommunalverwaltung, wie z. B. eine Bürgermeisterei verfügt haben, sehr wohl Anspruch hätten, dem Programm beizutreten. Diese Mitteilung schlug in Engers wie eine Bombe ein und entfachte im Arbeitskreis hektische Aktivität.

Im Kreis Neuwied existieren zwei solcher LEADER-Regionen: die Region Rhein-Wied und die Raiffeisenregion. Josef Kretzer setzte sich sofort mit der Regionalmanagement von Rhein-Wied in Verbindung und erhielt von dort auch die gleiche Aussage. Der nächste Weg war ein Gespräch in Linz mit dem derzeitigen Vorsitzenden der Region, Verbandsgemeindebürgermeister Hans Günter Fischer in Linz, das ebenfalls positiv endete. Dem schloss sich ein weiteres Gespräch im Wirtschaftsministerium in Mainz an, welches dann auch die Wege aufzeigte, die der Arbeitskreis gehen muss, um Aufnahme in der LEADER-Region Rhein-Wied zu finden.

Pressemitteilung

Arbeitskreis Heimat

und Tourismus Engers

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18.09.2020 14:07 Uhr
Helmut Gelhardt

Es ist schon mehr als erstaunlich was ein 83-jähriger Rentner mit viel Herzblut, Engagement und wachem, klarem Verstand für seine Heimat Engers alles fertigbringt. Vielleicht sollte man in der Stadtverwaltung Neuwied 10 Rentner dieses Kalibers reaktivieren?! Gratulation an Josef Kretzer!



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Kommentare
Gabriele Friedrich:
Mit Panikmache und Drohungen kommt niemand weiter. Diese Berichte sind weder sinnvoll, noch bringen sie etwas.
Jean Seligmann:
Eine Expertengruppe von enommierten Medizinern und Gesundheits-Fachleuten warnt Bund und Länder davor die Bevölkerung mit immer neuen Drohungen darunter einen Lockdown zur Disziplin zwingen zu wollen. Sie fordern einen Kurswechsel. Es überwiege der Eindruck, „dass die Verantwortlichen auf den immergleichen Vorgehensweisen beharren und Maßnahmen sogar noch verstärken, an deren Wirksamkeit und Akzeptanz es aus wissenschaftlicher Sicht größte Zweifel geben muss“. Das führe zur „Abwendung und Flucht in falsche Heilslehren, aber nicht zu einer Verbesserung der Wirksamkeit der vorgeschlagenen bzw. angeordneten Maßnahmen“.
Karsten Kocher:
Eine hochnotpeinliche Pressemitteilung der AfD.
Stefan Knoll:
Wieder eine dieser lächerlichen Pressemitteilungen von Jan Bollinger. Wieviele Schulklassen gibt es in der Stadt Neuwied und wieviele Schulklassen im Landkreis Neuwied? Und wieviele Kino- und Theatersääle gibt es in Neuwied und Ungebung?
S. Schmidt:
Ihr "Superhelden", gegen die demokratische USA könnt ihr demonstrieren, aber wo ist eure Stimme für die vielen, Frauen und Männer, die im Namen der Religion im Iran hingerichtet werden? Wo eure Stimme für die, zumeist männlichen, Uiguren, die in chinesischen Lagern (Konzentrationslager) ihr Dasein fristen müssen? Wo für all die Hingerichteten, angeblichen Kollaborateure, im Gazastreifen oder "sonstigen" palästinensischen Gebieten?
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