Politik | 03.02.2022

AfD Koblenz

Landesregierung Rheinland-Pfalz räumt ein

Keinerlei Personen aus der rechtsextremistischen Szene bei Koblenzer Spaziergängen festzustellen

Joachim Paul.  Foto: AfD -Alternative für Deutschland

Koblenz. In den vergangenen Wochen hatten sich vermehrt Menschen in der Stadt Koblenz zu Protestzügen gegen die Corona-Maßnahmenpolitik der Bundesregierung versammelt. Immer wieder wurden diesbezüglich vonseiten der Altparteien und Medien Vorwürfe laut, es würden angeblich Menschen aus der rechtsextremistischen Szene an diesen Spaziergängen teilnehmen oder sie beeinflussen. Derartige Anschuldigungen ließ unter anderem auch der städtische Polizeipräsident Karlheinz Maron verlauten, welcher in einem Beitrag der SWR-Sendung „Zur Sache“ am 13. Januar erklärte, es müsse konstatiert werden, dass sich zumindest eine geringe Anzahl von Rechtsextremisten an den Spaziergängen beteiligt habe. Angaben zur genauen Anzahl der angeblich extremistischen Teilnehmer, oder dazu, auf welcher Grundlage seine Aussagen beruhen, machte Maron jedoch nicht.

Der Landtagsabgeordnete Joachim Paul stellte zur Thematik mehrere Kleine Anfragen an die Landesregierung. Laut den auf Mitteilungen des einsatzführenden Polizeipräsidiums Koblenz beruhenden Antworten, konnten keine Personen identifiziert werden, die der rechtsextremistischen Szene zuzuordnen waren. Insgesamt ergibt sich ein sehr positives Fazit: die Polizei zählte im erfragten Zeitraum von Ende Dezember bis Anfang Januar 11.400 Spaziergänger. Die Verstöße gegen Gesetze und Verordnungen fallen im Verhältnis zu diesen Zahlen kaum oder nur geringfügig ins Gewicht und belegen den umfassend friedlichen und gesetzestreuen Charakter der Koblenzer Spaziergänger - auch unsere Polizei stellt einen in der Gesamtschau friedlichen Verlauf fest.

Joachim Paul, Fraktionsvorsitzender der AfD-Ratsfraktion Koblenz, erklärt dazu: „Angesichts der nüchternen und fundierten Antworten kann die Behauptung, es hätten sich Extremisten unter die Spaziergänger gemischt, als offenkundig parteipolitisch motivierte Legende entlarvt werden. Vielmehr fällt auf, dass die von der Polizei gezählten fast 12.000 Bürger, die in Koblenz gegen die Corona-Maßnahmen demonstrierten, friedliche und gesetzestreue Bürger und Nachbarn sind. Vielmehr fallen die acht Blockade- und Störversuche ins Auge, die von dem als gewaltbereiten ‚Antifa-Milieu‘ ausgingen. Insbesondere in der Karmeliterstraße kam es am 8. Januar zu Handgemengen zwischen der Polizei und den aggressiv auftretenden Linksextremisten, die schließlich weggetragen werden mussten. Ich rufe die Koblenzer Parteien und Fraktionen auf, die politische Mär von angeblichen Extremisten unter den Spaziergängern nicht mehr weiter zu tragen und zur Vernunft und Objektivität zurückzufinden. Das wäre auch im Interesse des Klimas in unserer Stadt.“

Pressemitteilung der

AfD Koblenz

Joachim Paul. Foto: AfD - Alternative für Deutschland Foto: AfD - Alternative für Deutschlan

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
03.02.202217:13 Uhr
juergen mueller

@S.Schmidt/ Die Antwort der Landesregierung zeigt auf, dass es nicht möglich war/ist, Personen zu identifizieren, die der rechtsextremistischen Szene zugeordnet werden konnten/können. Mehr nicht.
Der Kommentar offenbart nur die Hilflosigkeit des Verfassers bezgl. der Antwort der Landesregierung, dieser die richtige Bedeutung zukommen zu lassen.
Empfänglich für solche Schlussfolgerungen sind nur die, die sich selbst an den Protesten beteiligen.

03.02.202216:50 Uhr
Gabriele Friedrich

Uih !
[ Zitat ] Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat Programm, Personal und und Wortmeldungen der AfD analysiert - als Handreichung für den Umgang mit der Partei.Die AfD ist nicht nur in Teilen rechtsextrem und rassistisch: Die Partei steht insgesamt nicht auf dem Boden des Grundgesetzes und elementarer demokratischer Grundsätze. Zu diesem Schluss kommt eine Analyse des Deutschen Instituts für Menschenrechte (Dimr) [ Zitat Ende ]
Quelle: Tagesspiegel Berlin, 7.6.2021
Viel Spass beim lesen @ S.Schmidt/ Was die Spaziergänger angeht, so kann die Polizei auch nicht hinter die Stirn sehen, respektive in die Mitlgiederliste der AfD.
Die Einstellung, die Gesinnung ist es- die eine Partei ausmacht und mit Höcke, Gauland, Weidel, Storch etc.pp ist das ja klar, welch Geistes Kinder das sind.
Wieso besteht die AfD also auf eine Art Persilschein, wenn die Realität eine andere ist ?

03.02.202216:48 Uhr
juergen mueller

Herr Paul.
Die Szene hat sich gewandelt u. die Zeiten von schwarzer Kleidung, Springerstiefel u. Glatze sind vorbei. Stattdessen mischen sich jetzt rechtsgerichtete Gruppierungen, nach aussen nicht als solche mehr erkennbar, unter die Protestler, um dort durch Gespräche gezielt ihre Verunsicherungspolitik loszuwerden. Das sind ja keine Schweigemärsche. Man hat dazu gelernt indem man heute wortgewandt wohlgewählte Worte einsetzt, um seine braune Ideologie an Mann u. Frau zu bringen. Und was eine Zuordnung betrifft. Soweit ich mich erinnere, haben Sie sich (und nicht alleine) doch selbst an solchen Protestzügen beteiligt u. die Gelegenheit zur Indoktrination genutzt. So ist es keine parteipolitisch motivierte Legende, die AfD der rechtsextremistischen Szene zuzuordnen, auch wenn man dafür bisher den endgültigen Beweis schuldig geblieben ist, was die Gefährlichkeit dieser Partei noch hervorhebt. Worte sind immer noch die gefährlichste Waffe in Händen derer, die sie zu nutzen wissen.

03.02.202214:55 Uhr
S. Schmidt

Die Antwort der Landesregierung zeigt, dank der kleinen Anfrage der AfD, dass der Staat hilflos reagiert und versucht, die Proteste zu delegitimieren.

Neueste Artikel-Kommentare
  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
  • Andi-RLP: Hallo Herr oder Frau Bastian, Sie haben Recht, die Kommentarantwort von mir war falsch ausgedrückt. Das Wort "vertrauensvoll" steht natürlich im Bericht. Jedoch habe nicht ich den vertrauensvollen Abstimmungsprozess...
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Elke Zeise: Nur Schade das man als Nachbarin keine Information bekommt ob der Täter noch in U Haft ist oder wieder auf freiem Fuß ist. Habe Angst die Wohnung zu verlassen
Dauerauftrag 2025
Image Anzeige
Werbeplan 2026
Maifest in Dedenbach
Handwerker im Außendienst
Tank leer?
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Empfohlene Artikel
Der marode Zustand der L 83 ist in Kempenich Dauerthema.  Foto: Jochen Seifert
358

Der Artikel zeigt deutlich das Dilemma mit der Sanierung von Landes- und Kreisstraßen im Kreis Ahrweiler. Dem LBM ist der Zustand der L 83 von der K 18 bis nach Kempenich bekannt – das freut mich. Offensichtlich nicht bekannt ist der miserable und verkehrsgefährdende tatsächliche Zustand, denn dann hätte man die Straßen längst saniert. Der benannte Abschnitt der L 83 stand schon im Investitionsplan Landesstraßen der Landesregierung von 2019 – 2023 mit insgesamt 1,934 Millionen Euro.

Weiterlesen

Die CDU Rheinbreitbach freut sich auf viele Gäste beim Burgfest am 26. April.  Foto: Heinz-Werner Lamberz
36

Rheinbreitbach. Der CDU-Ortsverband Rheinbreitbach lädt ein zum Burgfest am Sonntag, 26.04.2026 ab 15:00 Uhr in und um die Obere Burg, Schulstraße 7a in Rheinbreitbach. Angeboten werden leckere, von Mitgliedern gebackene Kuchen, selbstverständlich auch Kaffee, Tee sowie andere alkoholische und alkoholfreie Getränke. Natürlich besteht Gelegenheit zu Gesprächen untereinander sowie mit Abgeordneten und Kommunalpolitikern.

Weiterlesen

Flutschäden im Juli 2021.  Foto: ROB
1173

Als Bürger dieses Landkreises fühle ich mich nicht gut beraten und auch nicht sonderlich beschützt, wenn man beim lesen des Artikels, in dem der Leiter der Stabsstelle Brand- und Katastrophenschutz im Kreis Ahrweiler Stellung bezieht. Man könnte den Eindruck erhalten, dass die PR-Maßnahme der Verwaltung auf jeden Fall eines bewirken soll – und zwar zu Beschwichtigen. In dem Artikel war besonders und in erstaunlicher Weise zu erfahren, was alles nicht geht oder länger dauern wird.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Nadine Kreuser.  Foto: privat
6

In Ahrweiler gehört es fest dazu: das Maibaumstellen. Gemeinsam werden die großen geschmückten Bäume aufgerichtet – mit viel Vorbereitung, Muskelkraft und Gemeinschaftssinn. Gleichzeitig sieht man in diesen Tagen vor vielen Häusern kleinere Maibäume stehen. Sie werden meist ganz persönlich aufgestellt: als Zeichen der Zuneigung, der Verbundenheit oder einfach, um einem Menschen zu zeigen: Ich denke an dich.

Weiterlesen

Symbolbild.
23

Pkw touchiert Kind an einer Bushaltestelle

21.04.:Kind bei Unfall in Marienfels verletzt

Marienfels. Am Dienstag, dem 21. April 2026, kam es gegen 16:30 Uhr in der Römerstraße in Marienfels zu einem Verkehrsunfall an einer Bushaltestelle. Ein Kind wurde von einem vorbeifahrenden PKW leicht touchiert und erlitt dabei leichte Verletzungen.

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Rund ums Haus "Baustellen / Wertstoffhöfe"
Schulhausmeister
Blumen Meyer Neueröffnung
Kooperationsgeschäft
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Maifest in Gönnersdorf
Maifest in Gönnersdorf
Maifest Gönnersdorf
Titel-Eckfeld - Bestellung Nr. 4300003863
Gesundheit im Blick
Save the Dates
Maifest Gönnersdorf
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Innovatives rund um Andernach
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr