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Landfrauen im Kreis Ahrweiler weiter auf Erfolgskurs

Landfrauentag beschäftigte sich mit dem Thema „Gelassenheit“

Ingrid Strohe konnte rund 350 Mitglieder sowie zahlreiche Ehrengäste begrüßen

14.03.2017 - 15:30

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Rund 350 Mitglieder sowie zahlreiche Ehrengäste konnte die Vorsitzende der Landfrauen im Kreis Ahrweiler, Ingrid Strohe, am vergangenen Samstag im Barocksaal des Kurhauses begrüßen. Ein besonders herzlicher Willkommensgruß galt dabei der Präsidentin des Landesverbandes der Landfrauen, Rita Lanius Heck. Ebenso galt der besondere Gruß neben zahlreichen Vertretern aus der Wirtschaft und der Politik Landrat Dr. Jürgen Pföhler. Der Kreis Ahrweiler hat den Landfrauen nicht nur die Ehrenmedaille des Kreises verliehen, auch ist der Kreis Ahrweiler als Institution selber Mitglied des Verbandes.

Vor der Veranstaltung spottete ein Spaziergänger über die Landfrauen, wo denn die ganzen Traktoren seien, mit denen diese angereist wären. Mag dieses Bild bei dem einen oder anderen klischeehaft im Kopf herumwabern, mit der Realität hat es nichts zu tun. Ingrid Strohe machte dies in ihrer gewohnt klaren Art und Weise auch sehr deutlich, denn der Landfrauenverband macht nicht nur Lobbyarbeit, sondern vor allem auch Bildungsarbeit im ländlichen Raum. Im vergangenen Jahr hat man im Kreis Ahrweiler rund 90 Bildungsveranstaltungen mit insgesamt 2458 Personen durchgeführt und erreicht damit auch die kleinsten Dörfer des Kreises. Hierbei wurden Exkursionen, Lehrfahrten und vielerlei Veranstaltungsformen praktiziert. Vor allem aber engagiert man sich als Bindeglied zur Landwirtschaft und sieht sich auch in der Aufklärungspflicht für die Verbraucher.


Plakataktion stieß auf wenig Gegenliebe


Auf wenig Gegenliebe stieß daher auch die jüngste Plakataktion der Bundesumweltministerin gegen die konventionelle Nahrungsmittelproduktion, welche nur nach heftigem Gegenwind der Verbände, auch der Landfrauen, gestoppt werden konnte. Sehr besorgt zeigte sich Ingrid Strohe über die jüngsten Pläne der Landesregierung in Mainz zur Schließung von kleinen Grundschulen. Ein solches Vorhaben treffe die ländlichen Regionen bis ins Mark. Man halte es gerade in Zeiten des demografischen Wandels für unabdingbar, die bewährten Standorte zu erhalten, damit die jungen Familien in den Dörfern blieben. Im Kreis Ahrweiler stehen derzeit drei Schulen auf dem Prüfstand, in ganz Rheinland-Pfalz 100. Um dem Protest Nachdruck zu verleihen, wurden Unterschriften gegen die Schließung gesammelt.


Neuerdings können auch Männer beitreten


Auch in den Grundschulen engagieren sich die Landfrauen zum Thema Ernährungsbildung, und ältere Menschen können am Pilotprojekt „Trittsicher“ teilnehmen. Die persönliche Kompetenz wird gerade für die jüngeren Mitglieder durch verschiedene Angebote gestärkt. Da bleibt es nicht aus, dass trotz natürlicher Mitgliederabgänge die Landfrauen im Kreis Ahrweiler nach wie vor immer mehr werden. Man sieht sich als Verband im Dialog auf dem Lande mit Politik, Gesellschaft und Wirtschaft. Und auch die Gleichberechtigung hat in den Verband Einzug gehalten. Neuerdings können auch Männer Mitglied im Landfrauenverband werden.

Statt der üblichen Grußworte hatte man sich in diesem Jahr für eine neue Form des Dialoges entschieden. In einem Tischgespräch diskutierten Landrat Dr. Jürgen Pföhler, die Präsidentin des Landfrauenverbandes Rheinland-Nassau Rita Lanius-Heck, Beigeordneter Peter Krämer aus Bad Neuenahr-Ahrweiler sowie Franz-Josef Schäfer als Vorsitzender des Bauernverbandes über aktuelle Fragestellungen der Landfrauen.


Kreis Ahrweiler ist „sichere Bank“


Dabei lobte vor allem Rita Lanius-Heck die Arbeit der Landfrauen im Kreis Ahrweiler, darauf könne man sich halt auch im Landesverband stets verlassen, der Kreis Ahrweiler sei da eine sichere Bank. Dies führte sie darauf zurück, dass sich der Verband nicht nur für die Interessen der Frauen, sondern generell für den ländlichen Raum starkmache.

Und sie fügte aus eigener Erfahrung hinzu, dass es sehr wichtig sei, wenn Männer und Frauen einen gleichen Tatbestand auch einmal unterschiedlich beurteilen würden. Auch die übrigen Mitglieder des Podiums gingen in diese Richtung, wobei Kreisbauernchef Franz-Josef Schäfer betonte, dass ohne die Mitarbeit der Frauen auf den Höhen nichts funktionieren würde und es ohne die Frauen nicht ginge.

Die Fragen nach dem Lebensglück, nach Liebe und dem Sinn des Lebens sind das Metier des Philosophen Dr. Wilhelm Schmid.

Mit großer Überzeugungskraft und wissenschaftlicher Expertise plädiert der Bestseller-Autor für den bewusst gewählten und selbstbestimmten Weg zu einem erfüllten Leben. In seinen zehn Schritten zur Gelassenheit nahm er die Teilnehmer mit auf die Reise in seinen Kosmos und zeigte das eine oder andere Verhaltensmuster auf, welches sich mit wenig Aufwand auch ändern lässt.


Marlene Birk-Schmitz geehrt


Für ihre mehr als 30-jährige Mitarbeit im Landfrauenverein wurde anschließend Marlene Birk-Schmitz aus Antweiler geehrt. Ihre umfangreichen Verdienste, die weit über Antweiler hinaus gehen, wurden vom Vorstand mit einer Urkunde, von den anwesenden Landfrauen aber mit viel Applaus honoriert.

Umrahmt wurde die gesamte Veranstaltung musikalisch vom Violinentrio der Musikschule Ahrweiler sowie vom Chor CHORios und einer umfangreichen Ausstellung im Foyer, wo verschiedene Themen der Arbeit der Landfrauen dargestellt wurden.

STF

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Kommentare
Armin Linden:
Fest steht, das der Kreis AW. mittlerweile bereits das grösste Altersheim im nördlichen RP. darstellt. In der Hoch-Eifel bereitsganze Gebiete "€ntvölkert". Das war vor 3O J. noch anders. Junge Leute - speziell Deutsche - gut ausgebildet, wandern aus. Die Gründe für Insider teils klar. Eine Migration enorm im Zulauf im AW.-Kreis. die Ökonomie des €. bestimmt dort die Einstellung & Gesinnung ! Industrie in MY-KO. auch weit grösser. Ich fürchte, die nächsten 2O J. wird sich vieles ändern. Besonders die völlige Unterschätzung u. das Ausbluten der "Eigenen Systeme" in der Migration. Für "eigene Landsleute u. Studenten" gab es keine Bürgen mit Winke.Winke.Syndrom. Das dürfe u. müsste auch dem BlickAktuell bekannt sein. Soviel Charakter sollte sein. Auch in der Veröffentlichung. A.L.
Armin Linden:
Das Thema, ist + wird in der Zukunft NICHT vom Tische sein. Auch selbst in der CDU gibt es - ausserhalb RP.- genügend Fachleute, die noch in der Realität zu Hause sind. Die Demographie im Kr. AW. ist dermaßen hoch, die Ausdünnung in der Besiedlung (Land) gravierend. In der Eifel, teils "Leer-Raum". In BNA - kaum Kinder u. Jugendliche mehr ! Außer Migration.- Gründe wohl Ökonomischer Natur. Das Kulturprogramm (Rollator-Krankenstühle) ausgerichtet. Der Vorteil Mayen-Koblenz allerdings, wesentlich mehr Industrie & Junge Leute ! Es sind rd. 4 Millionen gut ausgebildete JUNGE Deutsche Mädchen u. Jungs, nach der UNI bereits ausgewandert. Österreich - CH - Alle Nordländer - USA. Man lebt besser. Verdient mehr. Rente Faktor 3-5 ! Medizin (Privat). Nein, für vieles ist es leider zu spät. Der AW-Kreis wird zu den abgehängten einmal zählen. Auch die SPD.FDP wusste es. Sorgte aber für den Aufschwung West.Nord Africa - Maroco -Syrien.Lybien. Damit ist in England jetzt Schluss !
Uwe Klasen:
So sollten Schüler und Studenten für die Zukunft sorgen, mit Erfindungen und guten Ideen das Land und die Menschheit voran bringen und nicht sich instrumentalisieren lassen zum sogenannten "Friday for Future"!
juergen mueller:
Es geht hier nicht um Verteufelung, sondern einzig und alleine darum, dieser Veranstaltung etwas positives abzugewinnen, was ich nicht tue. Anstatt auf die Strasse zu gehen und Transparente hochzuhalten oder Sprüche (wie die von Anne) vom Stapel zu lassen, gibt es in vielfältiger Weise Dinge, etwas für EURE Zukunft zu tun, ohne laut zu werden. Laut ist unsere heutige Jugend eh schon bis zur Unerträglichkeit und zwar ohne positive Ergebnisse. Dass meine Generation eure Zukunft klaut ist ganz einfach nur das Ergebnis von Faulheit beim Denken. Ihr macht es euch zu einfach, wenn ihr denkt, wenn ihr auf die Strasse geht, dass sich dadurch etwas ändert. Steht ihr irgendwann einmal im Berufsleben (oder auch nicht), dann ist für viele von euch nur noch eines wichtig - dass es euch persönlich gut geht ... hierbei an andere zu denken, das ist dann nebensächlich u.egal ... das nennt man fortschreitende negative Entwicklung unserer Gesellschaft im ICH-Denken.
Anne:
Also an alle die schreiben das wir schwänzen. Nein das tun wir nicht! Wir haben unsere Lehrer und Direktoren gefragt und die haben dies ausdrücklich unterstützt und beführwortet. Uns liegt etwas an unserer Zukunft. Wir waren da, Wir waren laut, Weil Ihr unsere Zukunft klaut!
Lara :
Schade, dass die Aktion anscheinend so verteufelt wird. Es geht nicht um Lernverweigerung, sondern darum ein Zeichen zu setzten! Ich finde, dass vier Stunden Unterricht nicht mit dem Einsatz für unsere (!) Zukunft in Relation zu setzten ist. Waren zum allergrößten Teil engagierte Jugendliche, die ein ernstes Interesse haben :-)
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