Politik | 06.11.2020, 11:26 Uhr

Ehrenamtliches Engagement ist im „Lock Down light“ besonders gefragt

Landrat Achim Hallerbach: Sozialer Einsatz ist auch diesmal wichtige Säule unseres Miteinanders

Jetzt ist wieder Initiative gefragt: Menschen helfen Menschen, die im „Lock Down light“ besonders gefährdet sind.
29

Neuwied. Seit Anfang November befindet sich Deutschland im „Lock Down light“. Das öffentliche und private Leben wird zum zweiten Mal in diesem Jahr deutlich eingeschränkt. Besonders betroffen sind u.a. Gastronomie, der Freizeitsport und die Kulturszene. Ziel der Maßnahmen ist es, „die zweite Welle“ zu brechen und die Ausbreitung des Corona-Virus zu bremsen.

Doch wie sieht es aus mit der Fürsorge für Angehörige der sog. „vulnerablen Gruppen“, also Menschen, die jetzt ganz besonders geschützt werden müssen? Dazu zählen u. a. Ältere und Risikopatient*innen.

„Im Frühjahr hatte sich in beeindruckender Geschwindigkeit ein engmaschiges Netz, gesponnen aus vielen verschiedenen ehrenamtlich organisierten Hilfs- und Unterstützungsangeboten über den gesamten Kreis gespannt. Ehrenamtlich engagierte Personen und Gruppen vor Ort haben Einkäufe und notwendige Besorgungen übernommen, Menschen angerufen und so wichtige Hilfestellungen geleistet“, erinnert sich Landrat Achim Hallerbach an die erste Zeit der Pandemie.

„Ich danke allen, die sich hierfür stark gemacht haben: Den Ortsgemeinden, Vereinen, Kirchengemeinden und vielen anderen freiwilligen Helferinnen und Helfern. Dieses besondere ehrenamtliche Engagement ist es, was unsere ländliche Heimat ausmacht; es zeigt, wie stark unser Zusammenhalt gerade in schwierigen Zeiten ist“, so Hallerbach.

„Deshalb bin ich überzeugt, dass das, was im Frühjahr und Sommer so hervorragend geklappt hat, auch jetzt funktionieren wird. Teils bis heute sorgen viele Freiwillige mit Ihrem persönlichen Einsatz dafür, dass ältere Menschen und Angehörige der Risikogruppen ihr häusliches Umfeld nicht für Einkäufe und Erledigungen verlassen müssen,“ weiß der Landrat. „Genau das brauchen wir jetzt wieder: Der wirksamste Schutz vor einer Ansteckung mit dem Corona Virus besteht immer noch im „Zuhause bleiben“ und darin, auch keinen Besuch zu empfangen. Das fällt gerade in der bevorstehenden dunklen Jahreszeit schwer“, baut der Landrat – wieder einmal – auf ehrenamtliches Engagement und Nachbarschaftshilfe. „Zum Teil sind die Gruppen, Vereine und Initiativen immer noch aktiv. Ich bin überzeugt, dass die vorhandenen Strukturen so schnell wie möglich wieder reaktiviert werden,“ beschreibt Landrat Achim Hallerbach die derzeitige Situation. Willkommen sind natürlich auch Angebote, die jetzt erstmalig entstehen.

Alle ehrenamtlichen Hilfs- und Unterstützungsangebote wird die Kreisverwaltung auch weiterhin auf ihrer Homepage des Kreises auflisten und vermitteln. www.kreis-neuwied.de/kv_neuwied/Ehrenamt/Aktuelles/Hilfe%20und%20Unterst%C3%BCtzungsangebote%20im%20Landkreis%20Neuwied/.

Neue Angebote können telefonisch unter 02631/ 803-129 oder per E-Mail an: kerstin.schwanbeck@kreis-neuwied.de gemeldet werden. Dorthin können sich auch Menschen wenden, die auf der Suche nach einer passenden Hilfestellung sind.

Jetzt ist wieder Initiative gefragt: Menschen helfen Menschen, die im „Lock Down light“ besonders gefährdet sind.

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Die Ahrtal-Werke legten dem Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler für 2025 eine Jahresbilanz von 85,4 Millionen Euro vor.  Foto: GS
60

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Ahrtal-Werke um die Geschäftsführung mit Dominik Neswadba und Thomas Hoppenz sind weiter auf gutem Kurs. Daher folgte der Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler am Montagabend dem Aufsichtsrat des kommunalen Energieversorgers und stimmte dem vorgelegten Jahresabschluss 2025 einstimmig zu. Das Gremium beauftragte Bürgermeister Pascal Rowald, in der Gesellschafterversammlung dem Jahresabschluss der Ahrtal-Werke für das 2025 zuzustimmen und den Aufsichtsrat zu entlasten.

Weiterlesen

Die Einrichtung einer IGS an der Regionalen Schule Brohltal wurde bereits im März vom Kreistag abgelehnt. Jetzt scheiterte auch ein FWG-Antrag auf eine neue neutrale Untersuchung der Schülerzahlen im Kreis Ahrweiler.  Foto: GS
81

Kreis Ahrweiler. Im März hat der Kreistag von Ahrweiler den Antrag der Freien Wähler auf Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) an der Regionalen Schule Brohltal in Niederzissen abgelehnt. Dies unter anderem mit der Begründung des beratenden „biRegio“-Planungsbüros in schulpolitischen Entscheidungen, dass „eine „IGS Niederzissen die IGS Remagen empfindlich tangieren würde“.

Weiterlesen

Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Vorabrechnung, Nr. AF2026.000438.0, Oktober 2026
Bratapfelsonntag
Bratapfelsonntag
Anzeige zu Video "Betrugsmaschen: So erkennst und schützt du dich!"
Martinsmarkt der regionalen Genüsse
Weitere Artikel
Symbolbild
6161

A61 ab November mit Einschränkungen

Ab dem 09.11.: Einspurige A61 - Fahrzeit einplanen

Sinzig. Die Niederlassung West der Autobahn GmbH des Bundes plant umfangreiche Gehölzpflegearbeiten auf der A61 zwischen dem Autobahndreieck Sinzig und der Anschlussstelle Niederzissen in Richtung Koblenz/Ludwigshafen.

Weiterlesen