Politik | 16.03.2020, 15:27 Uhr

Kreis Ahrweiler kämpft weiter gegen Motorradlärm

Landrat fordert schnelle Einführung neuer Lärmschutzrichtlinien

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Landrat Dr. Jürgen Pföhler setzt sich weiter für die Verringerung des Motorradlärms im Kreis Ahrweiler ein. In einem Schreiben an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer fordert er die rasche Umsetzung der neuen Richtlinien für den Lärmschutz an Straßen, der sogenannten RLS-19, und eine damit verbundene Anpassung der Emissionsschutzwerte auf den heutigen Stand. Pföhler: „Die Belastung der Bevölkerung in weiten Teilen des Kreises Ahrweiler insbesondere durch Motorradlärm ist zu hoch. Nur wenn die neuen Emissionsansätze gelten, kann eine Verbesserung der Situation für die Betroffenen herbeigeführt werden.“ Der Bundesverkehrsminister hat in seinem Antwortschreiben dargelegt, dass das notwendige Verfahren zur Änderung der Verkehrslärmschutzverordnung (16. BImSchV) als Voraussetzung für die verbindliche Einführung der RLS-19 eingeleitet sei. Zu diesem Zweck seien zunächst die Länder, die Verbände, der Bundestag und der Bundesrat zu beteiligen. In der Verkehrslärmschutzverordnung wird auf den Berechnungsteil der Richtlinien RLS-19 Bezug genommen, der für den Lärmschutz beim Neu- beziehungsweise grundlegenden Ausbau von öffentlichen Straßen gilt. Die überarbeiteten Richtlinien sehen vor, zugunsten der Lärmbetroffenen Motorräder emissionsmäßig wie LKW mit Anhänger einzustufen. Bislang waren sie in den Richtlinien nicht eigenständig erfasst. Die von ihnen ausgehende Lärmemission wurde bei den Berechnungen zum Lärmschutz wie bei einem Pkw bewertet. Landrat und Kreistag setzen sich gemeinsam für gezielte Maßnahmen gegen die Lärmbelastungen durch Motorräder ein. Im vergangenen Jahr trat der Kreis Ahrweiler der bundesweiten Initiative gegen Motorradlärm „Silent Rider“ bei. Die Kampagne richtet sich gegen Fahrer, die durch Manipulationen am Motorrad oder verbotene Fahrweisen für schädliche Lärmbelästigungen verantwortlich sind. Kernforderungen der Initiative sind die Einführung eines Lärmschutzgesetzes mit niedrigeren Grenzwerten, die Erhöhung der Strafen für Manipulationen am Motorrad sowie die Einführung einer Frontkennzeichenpflicht für Motorräder. Dazu hat „Silent Rider“ eine Online-Petition gestartet, die unter www.silent-rider.de/unterstuetzer abrufbar ist. Weitere Infos auf der Startseite der Kreisverwaltung www.kreis-ahrweiler.de und unter www.silent-rider.de .

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Ahrweiler

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