FDP-Landtagsfraktion auf Sommertour
„Landwirtschaft im Blick behalten“
Besuch des Betriebs von Marco und Udo Weber in der Vulkaneifel
Lissendorf. Im Rahmen ihrer Sommertour besuchte die FDP-Landtagsfraktion den landwirtschaftlichen Betrieb von Marco und Udo Weber in der Vulkaneifel. Die Brüder bewirtschaften einen Ackerbaubetrieb mit Schweinezucht und Schweinemast in der vierten Generation.
Die Vorstände des Bauern- und Winzerverbandes und des Maschinenrings sowie Kommunalpolitiker nutzten die Gelegenheit zum Austausch mit Wirtschaftsminister Volker Wissing (FDP) und Justizminister Herbert Mertin (FDP) und den Abgeordneten der FDP-Landtagsfraktion. Begleitet wurde die Landtagsfraktion an diesem Tag von der FDP-Bundestagskandidatin Carina Konrad (Bickenbach) und dem Cochem-Zeller FDP-Kreisvorsitzenden Jürgen Hoffmann (Sosberg).
Novellierte Düngeverordnung im Fokus
Marco Weber (FDP) fokussierte sich beim Hofrundgang angesichts der seltenen Gelegenheit und des engen Zeitfensters auf aktuelle gesetzliche Entwicklungen. Die novellierte Düngeverordnung, die seit 1. Juli in Kraft getreten ist, löse große Investitionen bei den Tierhaltern aus. Der Landwirt und Kreisvorsitzende des Bauern- und Winzerverbandes erklärte anhand seines Betriebes exemplarisch die Folgen dieses Gesetzes. „Wir werden im sechsstelligen Bereich investieren, um die neuen gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen.“
Politikern müsse klar sein, vor welchen Herausforderungen die Betriebe aufgrund neuer Auflagen stehen. Wenn solche Investitionen bei schlechter Marktlage wie in den letzten beiden Jahren getätigt werden müssten, stelle sich die Frage nach wachsen oder weichen automatisch, stellte Weber klar. Investitionen in der Höhe, um Marktzugang zu gewährleisten, ohne Gegenfinanzierung durch Mehrerlöse, seien für viele Betriebe wirtschaftlich nicht darstellbar.
Von der Dimension der Technik konnten sich die Besucher vor Ort ein Bild machen. Mit dem großen Fass wird Gülle auf 15 Meter Breite direkt auf dem Boden platziert. „Dadurch stinkt es weniger“, weiß die neunjährige Paula Weber zu berichten. Die Anschaffung dieser Technik werde vom Land Rheinland-Pfalz gefördert. Für Marco Weber ist das der richtige Weg, um die Landwirte angesichts der enormen Herausforderungen zu unterstützen. „Wir müssen die Entwicklung mit Argusaugen beobachten“ so Weber.
Unternehmerische und zukunftsfähige Landwirtschaft
Wirtschaftsminister Wissing machte deutlich, dass er an der Seite der Landwirte steht. „Ich will, dass die Landwirte ihre Arbeit machen können und mit ihrer Arbeit Geld verdienen.“ Das sei schwierig genug angesichts der Herausforderungen und Anforderungen, die fortlaufend an die Betriebe gestellt würden. Dies habe Marco Weber am Beispiel der Düngeverordnung treffend beschrieben. Das sei nicht die einzige Herausforderung, vor der die Tierhalter stünden. „Sie können sicher sein, dass ich im Bundesrat meine Stimme immer für eine zukunftsfähige Landwirtschaft erhebe.“
In Rheinland-Pfalz wolle man den Landwirten mit den zur Verfügung stehenden Mitteln die maximale Unterstützung zukommen lassen. Deshalb stehe er mit Marco Weber, dessen praktische Erfahrungen von hohem Wert für die politische Arbeit seien, in engem Austausch. „Auf mich können sich die Landwirte verlassen“, so Wissing. Er wolle eine unternehmerische und zukunftsfähige Landwirtschaft in Rheinland-Pfalz. Daher arbeite sein Ministerium täglich an praktikablen Rahmenbedingungen für die Landwirte.
Ein Bild von der Schweinehaltung gemacht
Beim Hofrundgang konnten sich die Politiker und Gäste ein Bild von Schweinehaltung machen. Die tragenden Zuchtsauen werden bei Familie Weber in einem Strohstall gehalten und fühlen sich dort „sauwohl“. Gefüttert werden die Tiere mit Getreide aus eigenem Anbau. „Wir machen täglich vier unterschiedliche Futtermischungen, die auf die Bedürfnisse der Tiere angepasst sind“, erklärten die Brüder. So haben tragende Sauen andere Ansprüche an die Futterzusammensetzung als Mastschweine.
Einen Teil der Ferkel mästen die Brüder selbst. Vermarktet werden die Schweine überwiegend regional. Der Fraktionsvorsitzende Thomas Roth (FDP), der zum ersten Mal einen größeren landwirtschaftlichen Betrieb besichtigte, stellte beeindruckt fest: „So einen Hof zu bewirtschaften ist eine große Leistung. Das müssen wir bei unserer politischen Arbeit im Blick behalten.“
Eine eigene Kapelle
„Moderne Bauernhofromantik in der Eifel ist eine Mischung aus Tradition und dem Blick für die Zukunft“, so Weber. Die kleine Kapelle, erbaut von Senior Karl Weber, war zweifellos ein Magnet für die Besucher. Die Glocke, die auch zu besonderen Anlässen wie diesem läutet, sei „nur für einen Bauer“ gegossen worden, berichtet Karl Weber nicht ohne Stolz. Minister seien im Laufe der Geschichte des Hofes bereits öfter zu Gast gewesen, doch so vielen Landes- und Kommunalpolitikern auf einmal habe er hier noch nicht gegenüber gestanden.
Beim abschließenden Abendessen konnten sich die Gäste davon überzeugen, dass die Arbeit der Webers schmeckt: Zartes Spanferkel aus Lissendorf stand auf dem Speiseplan.Pressemitteilung
Marco Weber, MdL
