Politischer Frühschoppen der FDP
Landwirtschaft und Weinbau
Merl. In Merl im „Weingut Albert Kallfelz“ fand ein politischer Frühschoppen der FDP Cochem-Zell zum Thema „Landwirtschaft & Weinbau“ statt. Der Kreisvorsitzende Jürgen Hoffmann begrüßte als Ehrengäste den parlamentarischen Geschäftsführer und agrarpolitischen Sprecher der rheinland-pfälzischen FDP-Landtagsfraktion, Marco Weber MdL, sowie die FDP-Bundestagskandidatin im Wahlkreis 200 Mosel/Rhein-Hunsrück - Listenplatz vier, Carina Konrad.
Nach einer Vorstellungsrunde erläuterten Marco Weber und Carina Konrad die Schwerpunkte der Freien Demokraten in Land und Bund. Zum Thema Landwirtschaft und Weinbau hob der Landwirt aus Lissendorf die schnelle und unbürokratische Hilfe des zuständigen Landeswirtschaftsminister Wissing (FDP) bei den Ernteausfällen durch falschen Mehltau im letzten und den Frostschäden in diesem Jahr hervor. Die FDP in der Landesregierung unterstütze Landwirte und Winzer und strebe eine bessere Vermarktung sowie eine Steigerung des Images der heimischen Erzeugnisse an. „Die Wiedereingliederung ins Wirtschaftsministerium hat sich bereits bezahlt gemacht“, so Marco Weber.
Auch der aktuelle Eier-Skandal war Thema
Hinsichtlich des aktuellen Eier-Skandals verlangte der Vorsitzende des Umweltausschusses im Mainzer Landtag: „Der Vorfall muss umfassend aufgeklärt und eventuelle Konsequenzen aus den Funden des Giftes in Eiern oder Tieren umgehend gezogen werden!“ Weber betonte dabei, die betroffenen Betriebe seien einer bewussten Täuschung der Reinigungsunternehmen, die das Mittel Fipronil in den Ställen einsetzten, zum Opfer gefallen. Im Sinne eines umfangreichen Verbraucherschutzes müsse außerdem die Kommunikation unter den einzelnen EU-Mitgliedsstaaten schnellstens verbessert werden.
Mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl verdeutlichte die Kandidatin Carina Konrad, dass die FDP der Mitte der Gesellschaft endlich wieder eine Stimme geben wolle. „Wir machen Politik für Arbeitgeber wie für Arbeitnehmer“ so die Agraringenieurin aus Bickenbach. Unter ihrem Motto „Anpacken statt Aussitzen“ wolle sie dafür einstehen, den Ländlichen Raum zu fördern und nach vorne zu bringen. Des Weiteren erklärte Konrad, es sei ihr ein Herzensanliegen, die ausufernde Bürokratie, vor allem hinsichtlich allzu eng ausgelegter Vorschriften, wie etwa bei der unterschiedlich harten Umsetzung von EU-Regelungen durch die Mitgliedsstaaten, abzubauen.
Bei dem anschließenden Gedankenaustausch äußerten viele der Anwesenden ihre Probleme in Bezug auf übertriebene Bürokratie, Fachkräftemangel und schwierige Nachfolgerfindung. Tenor war, es mangele in der Bundesregierung gemeinhin an einer eindeutigen Linie, Praxisnähe und Vernunft. Kontrovers diskutiert wurde außerdem das Thema „Liebfrauenmilch“. Die FDP-Politiker freuten sich über die rege Diskussion und bedankten sich für die Anregungen.
Neben dem Tagesthema befasste sich die Runde mit den Bereichen Infrastruktur im Ländlichen Raum, Altersversorgung, Europäische Union und Diesel-Skandal. Einig waren sich die Teilnehmer darüber, dass deutlich mehr in Infrastruktur - Glasfaserkabel bis zur Haustür - investiert, die Altersversorgung endlich auf stabile Füße gestellt und die EU grundlegend reformiert werden müssten. Hinsichtlich des Diesel-Skandals sahen die FDP-Politiker eindeutig die Automobilbranche in der Pflicht. „Fahrverbote für Dieselfahrzeuge lehnen wir ab, denn diese gehen nur zulasten der Fahrzeughalter und nicht der Verursacher“, so Carina Konrad. Für nicht zielführend halte die FDP ebenfalls das Festsetzen eines Enddatums. Sinnvoller sei ein zielgenauer Einsatz von Fördermitteln.
Pressemitteilung der
FDP Cochem-Zell
