Politik | 05.07.2023

FDP: „Engagement der DLRG-Ortsgruppe Remagen Gold wert“ Nichtschwimmer-Bereich darf nicht verkleinert werden

Liberale zu Besuch im Freibad

Kevin Wassong (links) erläutert Ulrich van Bebber und Christina Steinhausen die Bedenken der DLRG-Ortsgruppe Remagen bezüglich der Pläne, das Nichtschwimmerbecken zu verkleinern.  Foto: : FDP-Fraktion im Stadtrat Remagen

Remagen. In diesem Jahr haben bereits mehr als 200 Kinder einen Platz in einem Anfängerschwimmkurs im Freibad Remagen erhalten. Um die Ausbildung kümmert sich die Ortsgruppe Remagen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Sie besteht in der Römerstadt seit knapp fünf Jahrzehnten und hat vielen Kindern sowie Erwachsenen das Schwimmen beigebracht. Vorsitzender der Ortsgruppe Remagen ist seit zwei Jahren Kevin Wassong. Die DLRG Remagen ist rege, der Verein zählt weit über 500 Mitglieder, der Vorstand ist groß und engagiert, möchte schon bald auch im Katastrophenschutz des Landkreises Ahrweiler in der Wasserrettung und Strömungsrettung aktiv sein. „Das ist einmalig im Kreis Ahrweiler und bisher nicht existent“, erläutert Wassong. „Der Landkreis befürwortet das Vorhaben und fördert es“, freut sich Christina Steinhausen, Kreisbeigeordnete und Vorsitzende der FDP-Fraktion im Stadtrat Remagen.

Doch obwohl augenscheinlich alles prima läuft, hat die DLRG-Ortsgruppe einige Sorgen, dass der Stadtrat, der über die Modernisierung des Bades zu entscheiden hat, ohne Absicht einen folgenschweren Fehler machen könnte, der die Erfolgsstory gefährdet. Um aufzuklären und Schlimmeres abzuwenden, hat die DLRG alle Fraktionen im Stadtrat Remagen eingeladen, sich vor Ort die Ausbildung anzusehen und mit der DLRG ins Gespräch zu kommen. Die FDP, die sich neben der Sanierung des Freibades auch für dessen Ganzjahresertüchtigung bzw. den Bau eines Hallenbades in direkter Nähe einsetzt, folgte der Einladung, und so machten sich bei zwei Besuchsterminen Christina Steinhausen, Jens Huhn, Jens-René Jakobs, Tim Zieger und Ulrich van Bebber, Vorsitzender des FDP-Kreisverbands und Fraktionsvorsitzender im Kreistag, vor Ort ein Bild von den Örtlichkeiten, den Becken und den Hintergründen.

Den Liberalen erscheint die Sorge Wassongs, dass der Nichtschwimmerbereich verkleinert werden könnte, nachvollziehbar. Denn die Machbarkeitsstudie zur Modernisierung des Freizeitbades beschreibt diese Option. Allerdings lernen genau dort die Kinder Schwimmen. „Wir haben hier das Sprungbecken von knapp vier Metern Tiefe, das Schwimmerbecken mit 50-Meter-Bahnen, das Babybecken und das Nichtschwimmerbecken, das bei 65 Zentimetern Wassertiefe anfängt und langsam bis 1,25 Meter tiefer wird. Würden wir den Nichtschwimmerbereich verkleinern, würde das Verhältnis Nichtschwimmerbereich zu tieferen Becken im Sinne der Anfängerschwimmausbildung deutlich schlechter werden und die Ausbildung hier erschweren“, erläutert Wassong. Da aber gerade die Schwimmausbildung hervorragend läuft und kreisweit nur wenig Schwimmunterricht stattfinden kann, da von der Flut viele Einrichtungen zerstört wurden, wäre eine Verkleinerung des Nichtschwimmerbereich in Remagen fatal, hätte negative Konsequenzen weit über die Römerstadt hinaus, sind sich die Liberalen sicher, die sich genau erklären ließen, was es im Bad mit Fröschen, Delfinen und Haien auf sich hat, welche Kurse ein Rettungsschwimmer heute besuchen muss und was man etwa für das Bronze-Schwimmabzeichen alles können muss.

„Wir sehen mit großer Wertschätzung und Freude, was die DLRG Remagen hier leistet. Das ist Gold wert für Remagen, aber auch für den ganzen Kreis Ahrweiler“, so Christina Steinhausen. „Gut, dass Sie uns erklärt haben, weshalb der Nichtschwimmerbereich auf keinen Fall verkleinert werden sollte. Auch wenn Whirlpool-ähnliche Bereiche und Fun-Attraktionen erstmal gut klingen, haben wir verstanden, dass es der falsche Weg wäre. Wir müssen die Stärken hier stärken, und dazu zählt ganz eindeutig das Schwimmenlernen“, so Steinhausens Fazit.

Pressemitteilung FDP Remagen

Kevin Wassong (links) erläutert Ulrich van Bebber und Christina Steinhausen die Bedenken der DLRG-Ortsgruppe Remagen bezüglich der Pläne, das Nichtschwimmerbecken zu verkleinern. Foto: : FDP-Fraktion im Stadtrat Remagen

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