Liberaler Bürgerpreis für Odendorfer Theatergruppe
Gut besuchter Neujahrsempfang der FDP
Swisttal-Odendorf. Krise bei der FDP? Die war weit weg, vielleicht in Berlin, in Hannover oder insbesondere auf dem Dreikönigstreffen in Stuttgart wenige Tage zuvor.
Der Neujahrsempfang der Swisttaler FDP im Odendorfer Zehnthaus zeigte nur gut gelaunte Liberale, die es genossen, dass ihrer Einladung nicht nur viele Mitglieder, sondern auch die Repräsentanten der Swisttaler Verwaltung, an der Spitze Bürgermeister Eckhard Maack, Vizebürgermeister Manfred Lütz sowie die Beigeordnete Petra Kalkbrenner und Ratsmitglieder aller Parteien gefolgt waren. Auch Ortsvorsteherin Elisabeth Kümpel war gekommen, und die allermeisten Vereine hatten ein oder zwei Vertreter entsandt.
Soziales Engagement der Theatergruppe
Seit Jahren ehren die Liberalen auf ihrem Neujahrsempfang Bürger, Vereine oder Gruppierungen, die sich insbesondere im sozialen Bereich engagieren. Die Theatergruppe Odendorf verwendet die „Einnahmen“ aus ihren Aufführungen stets für Kinder und Jugendliche, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Der FDP-Bundestagskandidat Thorsten Knott aus Alfter durfte den Preis mit Urkunde, einem Blumenstrauß sowie einem Geldumschlag an Mona Wagner von der Theatergruppe überreichen. Knott würdigte den Einsatz der Theaterleute, „dies ist vorbildlich, und wenn es mit soviel Freude geschieht wie beim Theaterspiel auf der Odendorfer Bühne, dann passt das doch gut zusammen.“ Knott musste allerdings gestehen, dass er noch keine Aufführung gesehen hat, versprach dies aber für die kommende Spielzeit.
Stamp kritisierte Steinbrück
Auch wenn er als Gastredner keine Wahlrede halten wollte, so ganz gelang dies Joachim Stamp nicht. Er kritisierte den SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück für dessen Überlegungen, den doppelten Regierungssitz aufzugeben und alle Ministerien nach Berlin zu bringen. Stamp: „Das Bonn-Berlin-Gesetz legt eine faire und dauerhafte Aufgabenverteilung zwischen Bonn und Berlin fest, Steinbrück stellt sich damit gegen die Region. Die FDP-Landtagsfraktion erwartet von der NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, dass sie die Forderungen Steinbrücks mit aller Klarheit zurückweist.“
Auch die Themen neuer Berliner Flughafen und den Ausbau der Energienetze sprach der FDP-Politiker an. „Da soll der Staat sich besser zurückhalten, dies kann unsere kompetente Wirtschaft besser leisten.“
Nach dem offiziellen Teil des Empfangs bildeten sich schnell kleinere Gesprächszirkel, in denen bei leckeren Häppchen und kühlen Getränken heiß diskutiert wurde. Auch über die Zukunft der FDP. RFW
