Politik | 02.07.2021

Gremium entscheidet über Bundesförderung „Regionalbudget“

Lokale Aktionsgruppe wählt Projekte aus

Region.Über die Bundesförderung „Regionalbudget“ besteht die Möglichkeit, Kommunen, Vereinen, Organisationen oder Unternehmen eine finanzielle Unterstützung für Kleinstprojekte (Gesamtkosten bis 20.000 Euro netto) zu bieten. Ziel ist es, durch kleine Investitionen die Städte und Dörfer lebenswerter zu gestalten. Die Region entscheidet dabei anhand von Projektauswahlkriterien selbst, welche Projekte einen Zuschuss erhalten.

Voraussetzung für eine Förderung ist, dass das Projekt in der LEADER-Region Rhein-Eifel (Verbandsgemeinden Adenau, Bad Breisig, Brohltal, Vordereifel und Stadt Mayen) umgesetzt wird. Die Projektauswahl trifft die sogenannte Lokale Aktionsgruppe (LAG). Die Mitgliederstruktur der LAG Rhein-Eifel stellt eine ausgewogene und repräsentative Gruppierung von regionalen Akteur:innen aus unterschiedlichen kommunalen und sozio­ökonomischen Bereichen der Region Rhein-Eifel dar. Mitglieder sind unter anderem die Bürgermeister der Verbandsgemeinden Adenau, Bad Breisig, Brohltal, Vordereifel und der Stadt Mayen sowie Vertreter:innen der Kammern, des Bauern- und Winzerverbands, der LandFrauen, der Jugendpflege, des Naturschutzes, der Senioren, der Wirtschaft und des Tourismus.

Im ersten Aufruf des Jahres 2021 wurden folgende Projekte durch das Entscheidungsgremium unter dem Vorsitz von Bürgermeister Guido Nisius für eine Förderung ausgewählt:

Erweiterung desWanderparkplatzes - Boos

Mit dem Ziel, die Infrastruktur rund um das bestehende Wanderwegenetz zu verbessern, möchte die Ortsgemeinde Boos den Wanderparkplatz an der L94 vergrößern. Tourist:innen, die nicht mit dem ÖPNV anreisen, sollen so mehr Parkmöglichkeiten geboten werden. Das Projekt leistet einen Beitrag zur Naherholung und für den Tourismus in der Region. Von den rund 20.000 Euro Gesamtausgaben des Projekts werden knapp 13.000 Euro Zuschuss aus Mitteln des Regionalbudgets zur Verfügung gestellt.

Gestaltung des Friedhofs -Bad Breisig

Die Stadt Bad Breisig möchte ihren Friedhof in Oberbreisig durch Baumbepflanzungen mit heimischen Laubbäumen verschönern und ökologisch aufwerten. Zusätzlich sollen Bänke im Schatten der neuen Bäume aufgestellt werden. Des Weiteren soll die Einfriedung des Friedhofs durch die Komplementierung der Einzäunung gesichert werden. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität auf dem Friedhof zu steigern und ansprechende Aufenthaltsberieche, nicht nur für Trauernde, zu schaffen. Von den rund 8.800 Euro Gesamtausgaben des Projektes werden ca. 5.700 Euro durch Fördermittel übernommen.

Barrierefreier Eingangam Friedhof - Langenfeld

Die Ortsgemeinde Langenfeld möchte gemeinsam mit Ehrenamtlichen den Eingang des örtlichen Friedhofs barrierefrei und altersgerecht gestalten. Der Friedhof wird von den Ortsgemeinden Acht, Arft, Langenfeld, Langscheid und Welschenbach genutzt. Die aktuelle Gestaltung macht einen Friedhofsbesuch für mobilitätseingeschränkte Personen schwer und für Rollstuhlfahrer teilweise unmöglich. Die Ortsgemeinde rechnet bei ihrem Vorhaben mit Gesamtausgaben in Höhe von 19.600 Euro, von denen fast 13.000 Euro aus dem Regionalbudget finanziert werden.

Gestaltung des Friedhofs –Brohl-Lützing

Die Ortsgemeinde Brohl-Lützing möchte den Friedhof mit dem gleichen Konzept wie die Stadt Bad Breisig verschönern. Heimische Laubbäume und Bänke sind Teil dieser Umgestaltung. Darüber hinaus möchte die Gemeinde den Pflasterbelag verbessern, um die Barrierefreiheit auf dem Friedhof zu gewährleisten. Die Kosten belaufen sich auf fast 10.000 Euro. Rund 6.500 Euro Zuschuss wird die Ortsgemeinde erhalten.

Inwertsetzung der Grillhütte und der Sanitäranlagen am Pumpenhausplatz – Dümpelfeld

Die Ortsgemeinde Dümpelfeld möchte etwas zur Stärkung der Ortsgemeinschaft tun und ihre Freizeit- und Erholungseinrichtungen verbessern. Hierzu sollen die Grillhütte sowie die Sanitäranlagen am Pumpenhausplatz in Wert gesetzt werden. Zur Finanzierung der 20.000 Euro Gesamtkosten werden 13.000 Euro Fördermittel bereitgestellt.

Inwertsetzung derToilettenanlage - Schuld

Die Ortsgemeinde Schuld beabsichtigt in Zusammenarbeit mit der Dorfgemeinschaft die Erneuerung der 35 Jahre alten Toilettenanlage an der Bubenley-Halle, inklusive dem Einbau einer behindertengerechten Toilette. Das Projekt dient der Erhaltung der dorfgemäßen Gemeinschaftseinrichtung und stärkt langfristig das soziale Miteinander und die Teilhabe aller Menschen im Dorf. Die Kosten belaufen sich auf rund 17.000 Euro und der Zuschuss somit auf circa 11.000 Euro.

Römischer Gutshof – Schuld

Der Förderverein des Römischen Gutshofs möchte Schautafeln rund um den Gutshof aufstelle. Nicht nur durch die direkte Nähe zum „Ahrsteig“ sollen Touristen mittels Bild und Text mehr über den Gutshof erfahren. Von den 10.000 Euro Gesamtkosten werden auf Grund einer 50 Prozent Förderung für gemeinnützige Vorhaben rund 5.000 Euro Zuschuss fließen.

Ausbau lokalesWanderwegenetz – Müsch

Die Ortsgemeinde Müsch hat sich zum Ziel gesetzt, das lokale Wanderwegenetz und dessen Infrastruktur zu verbessern. Hierzu soll zum einen eine „XXL-Bank“ als weitere touristische Attraktion für den zunehmenden sanften Tourismus in der Eifel geschaffen werden und zum anderen in die Öffentlichkeitsarbeit investiert. Die Projektkosten belaufen sich auf rund 15.700 Euro. Durch den Premiumfördersatz von 75 Prozent werden rund 11.800 Euro aus Fördermitteln finanziert.

Weitere Ideen gesucht

Haben auch Sie eine Projektidee? Noch bis zum 16.07.2021 können Förderanträge für das Regionalbudget bei der Verbandsgemeinde Adenau eingereicht werden. Diese Projekte müssen jedoch, wie auch die vorgenannten Projekte, bis Ende September 2021 umgesetzt werden.

Zur Information und Unterstützung von Interessierten bietet das Regionalmanagement kostenfreie Beratungen für potenzielle Projektträger:innen an:

Hannah Reisten, Sweco GmbH

Regionalmanagement Rhein-Eifel

Telefon +49 261 30439-27

hannah.reisten@sweco-gmbh.de

Weitere Informationen zur Antragstellung unter www.leader-rhein-eifel.de.

Pressemitteilung

Stadt Mayen

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