Modellflug in Rheinland-Pfalz
Luftfahrtgesetz sorgt für Ärger bei Modellfluggruppen
Landtagsabgeordneter Benedikt Oster setzt sich bei Bundesverkehrsminister Dobrindt für Modellflugvereine ein
Cochem. Bei den Modellflugvereinen in Rheinland-Pfalz gibt er derzeit Grund zum Ärger. Ein neuer Entwurf des Verkehrsministers Alexander Dobrindt für das Bundesluftfahrtgesetz sieht vor, die maximale Flughöhe von privaten Drohnen und Modellflugzeugen auf 100 Meter zu begrenzen.
„Das wäre für unseren Verein das Ende“, sagt Christoph Schenk, Vorsitzender der Modellfluggruppe Elztal e.V. Aus diesem Grund suchte er auch das Gespräch mit dem Landtagsabgeordneten und verkehrspolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Benedikt Oster. Bei einem Vor-Ort-Besuch auf dem Modellflugplatz in Roes hörte sich Oster die Sorgen der Modellflieger an. Völlig unverständlich finde man es, dass private Drohnen und Modellflugzeuge einfach gleich behandelt würden. „Wir fliegen hier auf unserem Flugplatz, während jeder Drohnenbesitzer von seinem Garten aus die Nachbarn ärgern kann“, so der Vorsitzende. Benedikt Oster nahm das Anliegen mit und meldete sich prompt mit einem Schreiben an Verkehrsminister Dobrindt. Man solle doch überdenken, ob für Modellflugvereine keine Ausnahme gemacht werden könne. Außerdem stellte er die Frage, ob man denn plane, den Luftraum oberhalb von 100 Metern für einen möglichen kommerziellen Drohnenflug, Stichwort Amazon-Lieferungen, freizumachen. Die Antwort aus dem Ministerium lässt die Modellflieger erst einmal aufatmen. Entsprechende Ausnahmeregelungen seien geplant.
Benedikt Oster ist aber überzeugt: „Bei der Planung für das neue Luftfahrtgesetz hat man an die Modellflugvereine überhaupt nicht gedacht. Im ersten Entwurf hätte auch für sie die Begrenzung der Flughöhe gegolten. Dass aus der Praxis heraus eine solche Regelung gar keinen Sinn ergibt, hätte man durchaus erkennen können. Offensichtlich ist aber ein Licht aufgegangen, nachdem wir hartnäckig in Berlin nachgefragt haben.“ Oster möchte das Vorgehen im Verkehrsministerium jedoch genau im Auge behalten und auf die Ausnahmeregelungen bestehen, um den Modellfliegern im Land weiterhin ihr Hobby zu ermöglichen.
Pressemitteilung
Abgeordnetenbüro
MdL Benedikt Oster, Cochem
